Schnäppchenjagd: Händler vor Ort und Importe

Special Antonio Funes
Schnäppchenjagd: Händler vor Ort und Importe
Quelle: Razer

Im Rahmen des Black Fridays und des Beginns der Vorweihnachtszeit geht es in unserem Special um Geschenkideen für Gamer und Tipss zur Schnäppchenjagd.

Vor einigen Jahren hätte man die Kapitel-Überschrift vermutlich als Ausdruck aus dem Drogenmilieu interpretiert. Inzwischen aber wissen die meisten, dass es um die Bitte geht, die lokalen Läden vor Ort zu unterstützen, die immer häufiger durch die Online-Konkurrenz oder Konkurrenz durch große Einkaufszentren leiden. Sofern der Aufpreis im Vergleich zum Online-Shop nicht sehr hoch ist, sollte dies vielen auch leichtfallen.

Support your local Dealer - oder?

Selbst die größeren Elektronikmärkte oder Kaufhäuser sind inzwischen aber auch eine Option für diejenigen, die zumindest lieber ein lokales Unternehmen vor Ort als einen internationalen Konzern unterstützen möchten.

Ganz nebenbei gibt es auch bei vielen Händlern oder Filial-basierten Unternehmen die Möglichkeit, sich die Ware zum Abholen bereitlegen zu lassen, was gerade für Berufstätige reibungsloser verlaufen kann als eine Abholung bei einem Paketversand-Partner oder einer Packstation, die vor Weihnachten gerne mal überfüllt ist. Viele Shops gewähren auch bei der Abholung in der Filiale ein Rückgaberecht, das normalerweise nur beim Versand gelten würde.

Ein Wort zur Umwelt: Das Bestellen per Versand ist eine Medaille mit zwei Seiten - zum einen werden Waren über lange Strecken durch das Land geschickt, und es fällt oft eine Menge Verpackungsmaterial an. Zum anderen werden aber etliche Pakete auf einer einzigen Fahrt an viele Kunden verteilt, anstatt das jeder einzelne Konsument extra zum Laden fährt, um das Produkt zu kaufen.

Es gibt also keinen wirklich klaren Tipp für die, die umweltgerechter handeln wollen - wer nicht per Versand bestellt, kann aber zumindest so planen, dass er möglichst viele Dinge bei nur einer Fahrt oder, wenn möglich, zu Fuß oder per Rad erledigt.

Importe: Ein Glücksspiel

Wer sich etwas als Schnäppchen aus dem Ausland bestellt, kann böse überrascht werden, da er auf schlechte Ware hereinfällt oder im Reklamationsfalls kaum Chancen auf Erfolg hat. Ebenso kann es teuer werden, dazu gleich mehr. Auch kann es passieren, dass man lediglich unbewusst aus dem Ausland ordert. So kann es bei Amazon vorkommen, dass man beim Kauf nicht direkt von Amazon beliefert wird, sondern ein Händler nur über Amazon verkauft und selbst versendet.

Wer durch einen Import von außerhalb der EU beim Kauf zum Beispiel einer Grafikkarte 15 Prozent spart, zahlt am Ende dank Zoll mehr als beim Kauf in Deutschland und riskiert zudem Probleme bei einer möglichen Reklamation. Quelle: PC Games Hardware Wer durch einen Import von außerhalb der EU beim Kauf zum Beispiel einer Grafikkarte 15 Prozent spart, zahlt am Ende dank Zoll mehr als beim Kauf in Deutschland und riskiert zudem Probleme bei einer möglichen Reklamation. Dies ist unterhalb des Produktpreises zu erkennen und für sich genommen noch kein Problem. Allerdings kommen viele Produkte dann aus China oder Hong Kong, was man aber oft erst merkt, wenn man sich die Verkäuferdetails ansieht. Und selbst wenn der Händler einen Sitz in Deutschland angibt, kann der Versand aus dem Ausland erfolgen.

Hinzu kommen mögliche hohe Versandkosten und beim Kauf mit einer Nicht-Euro-Währung die Währungskosten durch Kursschwankungen oder Gebühren seitens der Bank. Bei Technik kann auch eine Rolle spielen, dass das Produkt gar nicht für das deutsche Stromnetz geeignet ist. Ebenso vergisst manch einer, dass bei einem Notebook-Schnapper die Tastatur möglicherweise gar nicht das deutsche Layout bietet.

Ware aus einem Nicht-EU-Land hat zudem stets Zollkosten. Die Einfuhrsteuer von 19 Prozent fällt nun immer an - die ehemalige Freigrenze von 22 Euro gibt es nicht mehr. Allerdings kann der Händler Ware bis zu einem Wert von 150 Euro im europäischen Zollsystem anmelden und die Gebühren selbst bezahlen - diese hat er dann natürlich schon beim Kaufpreis mit eingerechnet.

Ab 150 Euro Sachwert, also dem Wert des Produktes ohne Porto, kommt zur Steuer noch eine Zollgebühr dazu. Auf der Website des Zolls findet ihr noch genauere Informationen. Der Trick, Ware als Geschenk zu deklarieren, um Gebühren zu umgehen, kann übrigens nach hinten losgehen. Erstens kontrolliert der Zoll hier gerne besonders intensiv, zweitens ist ein Shop, der so ein Verfahren anbietet, nicht besonders seriös.

Weiter geht's auf Seite 3!

  1. Seite 1 Schnäppchenjagd: Black Friday und Einordnen von Angeboten
  2. Seite 2 Schnäppchenjagd: Händler vor Ort und Importe
  3. Seite 3 Geschenkideen: Mäuse, Tastaturen und mehr bis etwa 100 Euro
  4. Seite 4 Geschenkideen: SSDs und Monitore sowie weitere Ideen

Bildergalerie

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk