Battlefield Hardline: So spielt sich die Open Beta - Geordnetes Chaos für Einsteiger und Profis

Special Olaf Bleich
Battlefield Hardline Open Beta in der Vorschau: Wir durften die Beta-Version in den Büros von Publisher EA anspielen.
Quelle: EA / Visceral Games

Wir haben die Battlefield Hardline Open Beta vor dem offiziellen Start angetestet - und sind angenehm überrascht. Visceral Games hat den Online-Modus spürbar auf Spielbarkeit und Einsteigerfreundlichkeit gebürstet. Warum die Spielmodi Hotwire, Conquest und Heist gut unterhalten, verraten wir euch in der nachfolgenden Vorschau.

Hardline stellt die nächste Evolutionsstufe der Battlefield-Reihe dar. Noch lauter, mit mehr Fokus auf der Einzelspielerkampagne, aber vor allem eins: schneller! "Wir befahren diese Straße seit über drei Jahren. Und es ist schön, dass wir langsam unser Ziel erreichen. Viele kleine Veränderungen machen Hardline anders", erklärt Creative Director Ian Milham von Visceral Games. Diese Neuerungen beginnen bei der etwas höheren Laufgeschwindigkeit und kulminieren schließlich in launigen und gleichermaßen taktischen Spielmodi. Die im Februar startende letzte Beta vor dem Erscheinen von Battlefield: Hardline im März 2015 gibt einen weiteren Vorgeschmack darauf. Im Vorfeld lud Electronic Arts deutsche Journalisten nach Köln sowie ausländische Kollegen nach London ein, um gemeinsam die Beta in einer Online- LAN-Party anzutesten. Und nach gut vier Stunden steht fest: Battlefield: Hardline ist das chaotischste Spiel der Shooter-Serie.

Der heiße Draht

Stunt-Fahrer: Das BMX-Bike ist das schnellste Gefährt der Beta. Dust Bowl bietet mit allerlei Rampen und Hügeln reichlich Raum für Experimente. Quelle: PC Games Stunt-Fahrer: Das BMX-Bike ist das schnellste Gefährt der Beta. Dust Bowl bietet mit allerlei Rampen und Hügeln reichlich Raum für Experimente. Ein gutes Indiz dafür ist der neue Mehrspielermodus Hotwire. Grundsätzlich erinnert diese Spielart an eine mobile Variante von Capture the Flag. Das Ziel: Die Teams müssen Fahrzeuge erobern und mit ihnen durch die Gegend kutschieren. Punkte gibt es erst, wenn man eine bestimmte Geschwindigkeit mit dem Vehikel erreicht. Ganz egal, ob in einem Sportwagen oder gar im Tanklaster – binnen Sekunden finden sich Kombinationen aus Fahrern und Schützen. Schnell entwickelt sich eine Mischung aus Destruction Derby und rasanten Drive-by-Shootings. In der aus der ersten Beta bekannten Karte "Downtown" beziehungsweise "High Tension" düsen die Boliden um den Block, springen nach dem Einsturz des Krans von Brücken oder hetzen sich gegenseitig durch die Tiefgarage.

Die neue Map "Dust Bowl" dagegen nimmt Anleihen beim TV-Serienhit Breaking Bad. Sie spielt in einer offenen Wüstenlandschaft, beherbergt ein Motel, ein paar Schuppen – und ein Meth-Labor. Dieses Spielareal ist offener und eröffnet besonders Stunt-Fahrern mannigfaltige Möglichkeiten. An Parkplätzen warten beispielsweise Sprung- schanzen auf ihren Einsatz. Und die zerklüftete Felslandschaft lädt förmlich zu verrückten Experimenten ein. Beliebtestes Gadget in der Anspielrunde war übrigens der Granatwerfer des Mechanics. Mit ihm sprengt man normale Fahrzeuge problemlos aus dem Weg und beendet so die Punkteserie der gegnerischen Mannschaft. Hotwire entpuppt sich als unkomplizierter Spaß: Hier sammeln auch Einsteiger schnell Erfahrungspunkte, da es nicht allein auf die Fähigkeiten an der Knarre ankommt.

Ba-Ba-Banküberfall

Erwischt: Die Gangster haben ein Loch in die Hauswand des Gebäudes gesprengt und versuchen nun durch den neuen Ausgang zu entkommen. Quelle: PC Games Erwischt: Die Gangster haben ein Loch in die Hauswand des Gebäudes gesprengt und versuchen nun durch den neuen Ausgang zu entkommen. Der Heist-Modus bekommt in der aktuellen Beta Zuwachs in Form der wunderschönen Karte "Bradd Daylight". Das Gebiet umfasst ein großes Bankgebäude sowie einige Straßenzüge drumherum. Gangster müssen in das Gebäude eindringen, den Tresorraum knacken und anschließend die beiden Beutesäcke an Zielpunkte schleppen. Das SWAT-Team will das natürlich verhindern! Bradd Daylight verdient sich bislang den Schönheitspreis von Battlefield: Hardline. Das Innenleben des Bankgebäudes haben die Macher herrlich detailliert gestaltet. So säumen unzählige Treppen und kleine Büros das Atrium, in dessen Zentrum eine große Marmorstatue in die Glaskuppel ragt. Diese wiederum eröffnet den Gangstern neue Wege: Mit der Zipline beispielsweise dringen die Schurken über das Dach in das Haus ein oder schalten Polizisten mit Scharfschützengewehren aus.

Gleichzeitig gibt es natürlich auch mehrere Fluchtmöglichkeiten: Entweder man kämpft sich durch die Vordertür oder man sprengt Löcher in die Außenwände. Die nahe gelegene U-Bahn-Station ist ebenfalls ein gute Option, um sich feindlichem Feuer vorübergehend zu entziehen. Aktionen wie das Aufbrechen des Safes oder das Sprengen einer Wand kosten weiterhin Zeit. Beim Extraktionspunkt holt nun ein Helikopter spektakulär die Beute ab. Das passende Arsenal vorausgesetzt, kann das SWAT-Team den Heli natürlich auch vom Himmel pusten. Die drei Phasen Einbruch, Flucht und Abholung der Beute unterteilen die Matches auf Bradd Daylight und kreieren an Schlüsselpunkten wie der Lobby oder dem Tresorraum heftige Massengefechte. Battlefield-typisch sorgen strategische Absprachen und Aufgabenteilung für Vorteile. Heist spielt sich spannend und erfordert weit mehr Teamwork als beispielsweise Hotwire.

Erobert!

Schlechtes Wetter: Gelegentlich verändern sich die Witterungsverhältnisse in der Wüste. Dann zieht ein Sandsturm durch Dust Bowl und wirbelt jede Menge Staub auf. Quelle: PC Games Schlechtes Wetter: Gelegentlich verändern sich die Witterungsverhältnisse in der Wüste. Dann zieht ein Sandsturm durch Dust Bowl und wirbelt jede Menge Staub auf. Den Abschluss macht der aus der Battlefield-Reihe beliebte Conquest- Modus für die Map Dust Bowl. Bei mindestens 32 Spielern im Gelände geht es um die Eroberung von Flaggenpunkten und deren Gebieten. An entscheidenden Positionen wie der Mine, dem Motel oder dem aufgesprengten Meth-Labor konzentrieren sich die Gefechte. Hier entstehen Häuserkämpfe, in denen die verteidigenden Truppen die Stellung von Dächern aus zu halten versuchen. Stichwort Levolution: Immer wieder erschüttern heftige Sandstürme das Areal und verschleiern einem die Sicht. Das Spiel verliert dann seine kräftigen Farben, vielmehr ist alles grau und ein Unschärfefilter erschwert präzise Treffer auf größere Distanz. Conquest gibt sich – egal ob bei Sturm oder Sonnenschein – gewohnt chaotisch. Hubschrauber crashen, BMX-Bikes rasen an einem vorbei und ständig pfeifen euch Schüsse von Snipern um die Ohren. Also genau das, was Battlefield all die Jahre auszeichnete.

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