Battlefield-Fans wünschen sich einen Serverbrowser, doch EA erfüllt den Wunsch nur teilweise. Wir erklären, wie das mit dem Server-Browser wirklich läuft.
Battlefield 6 will den Shooter-Markt dieses Jahr aufmischen. Dafür geht es endlich zurück zu den Wurzeln der Serie. Das Klassensystem kehrt zurück und die Action ist wieder bodenständig und dreckig. Der erste Eindruck macht schon einiges her und viele Fans sind gespannt, ob Battlefield endlich wieder zu alter Stärke zurückkehrt. Wer sich übrigens ein eigenes Bild machen möchte, sollte einfach mal kostenlos in die kommende Beta starten.
Ein Punkt trübt die Stimmung der Fans im Vorfeld dann aber doch. Battlefield 6 (jetzt kaufen 69,99 € ) wird im Hauptspiel erneut keinen Serverbrowser haben. Wer in den All-Out-Warfare startet, darf nur den gewünschten Spielmodus auswählen und wird anschließend vom Spiel entweder solo oder mit seinem Squad auf den nächstbesten Server geschmissen.
Das Matchmaking in früheren Battlefields
In früheren Battlefield-Teilen bis einschließlich Battlefield 5 kann man aus einer Liste aus offiziellen und privat gehosteten Servern auswählen. Nach dem Match startet der Server dann einfach eine neue Runde auf einer neuen Karte. Die Teamkameraden bleiben einem dadurch erhalten. Im besten Falle lernt man so auch Leute näher kennen, mit denen das Teamplay einfach besser klickt. Das fördert die Community-Bildung im Spiel.
Seit Battlefield 2042 setzt EA aber wohl nicht mehr auf persistente Server, sondern auf ein dynamisches Kontingent. Das sorgte dafür, dass man nach jedem Match wieder im Hauptmenü landet, weil der Server geschlossen wird. Anschließend wirft das Spiel einen in ein neues Match mit ganz neuen Teamkameraden. Eine Konsistenz bleibt da leider aus.
Quelle: PC Games Hardware
Der Serverbrowser in BAttlefield 1
Die Vorteile für EA sind ganz einfach finanzieller Natur. Einerseits kann man so Systeme wie Skill-based Matchmaking besser umsetzen, denn nach jedem Match stuft euch das Spiel anhand eures Skills neu ein und wirft euch in ein passendes Match.
Obendrauf bedeuten konstante Server auch konstante Kosten, ganz egal, ob gerade 64 Spieler zocken oder gar keiner. EA vermeidet mit diesem Modell also auch leer vor sich hin gammelnde Server. Dieses Konzept wird auch für Battlefield 6 übernommen. Allerdings wird das System optimiert und obendrauf gibt es dann doch einen Serverbrowser - wenn auch durch die Hintertür.
Quelle: PCGH
Das Spiel sucht einen geeigneten Server aus.
Grundsätzlich funktioniert der Einstieg in ein Match in Battlefield 6 wie im Vorgänger. Ihr wählt den gewünschten Spielmodus aus und das Spiel zieht euch in ein passendes Spiel. Möglicherweise passt man die Server aber an, sodass sie nicht nach dem Match sofort geschlossen werden, sondern weiter bestehen bleiben.
Die Entwickler sprechen im aktuellen Update davon, dass sie Playlists zur Verfügung stellen. Den Anfang in der Open Beta macht wohl eine Playlist durch verschiedene Karten im Eroberungs-Spielmodus. Außerdem soll man wählen können, ob man auf Servern mit geschlossenem Waffensystem spielt oder jede Klasse, auch jede Knarre nutzen kann.
Das klingt zumindest nach Servern, die nicht sofort geschlossen, sondern wenigstens zeitweise eine Kartenrotation haben. Bestätigt ist das allerdings nicht. Außerdem werkeln die Battlefield Studios auch noch fleißig an ihrer Umsetzung des Matchmakings. So haben Mitarbeiter aktiv auf X (ehemals Twitter) gefragt, was die Fans am Server-Browser schätzen. Eventuell findet noch ein Umdenken statt.
Serverbrowser durch die Hintertür
Wirklich offen kommuniziert ist aber, dass Battlefield 6 am Ende dann doch einen Serverbrowser haben wird. Der ist allerdings etwas versteckt. Wie in Battlefield 2042 wird es wieder mehrere übergeordnete Spielmodi geben. All-Out-Warfare ist der Kern-Modus, der euch aber auf zufällige Server wirft. Ein Battle-Royale-Modus wurde bereits angeteasert. Schlussendlich gibt es dann aber noch Battlefield Portal.
Quelle: PC Games
Die Klassenauswahl in Battlefield 6
Das wird als Multiplayer-Baukasten angepriesen, in dem ihr euch eigene Spielmodi und sogar eigene Karten erstellen dürft. Diese Eigenkreationen der Community stehen dann übersichtlich in einer Liste zur Auswahl bereit und damit hättet ihr euren Serverbrowser. In Battlefield-Portal werden nämlich nicht nur modifizierte Spielmodi und Karten angeboten.
Wer möchte, kann sich auch einfach nur ein paar Karten in eine Rotation packen und den Rest unangetastet lassen. So könnt ihr dann also wie früher einen Server aufsetzen und ganz normal zocken. In Battlefield Portal wird es dann übrigens auch die Möglichkeit geben, einen Hardcore-Modus aufzusetzen, mit diversen Einstellungsmöglichkeiten.
Noch unklar ist allerdings, wie EA das Problem angehen möchte, das den Portal-Modus in Battlefield 2042 geplagt hat. Dort sind Server nämlich wieder verschwunden, wenn niemand mehr drauf war. Ihr seht also: Es wird einen Serverbrowser geben. Nur wird der etwas versteckt in den Portal-Modus ausgelagert. Battlefield 6 erscheint dann am 10. Oktober 2025. Bereits im August könnt ihr aber auch schon an einer Beta teilnehmen und das Spiel testen. Dabei solltet ihr aber eure Hardware checken.
