Battlefield 5: Gut Ding will Weile haben - Firestorm-Modus im Test
Test
Eigentlich hätten gleich zum Release neben normalen Mehrspielermodi auch Battle-Royale-Gefechte zum Repertoire von Battlefield 5 gehören sollen. Doch weil man sich in Stockholm lieber auf den Einzelspielermodus konzentrierte, wurde die Entwicklung des Firestorm-Modus nach Guildford ausgelagert und nahm mehr Zeit in Anspruch als gedacht. Nun sind die Battle-Royale-Gefechte verfügbar und wir haben sie für euch getestet.
Mit einer Verzögerung von fast einem halben Jahr hat auch Battlefield 5 (jetzt kaufen ) einen Battle-Royale-Modus spendiert bekommen - der Modus ist Teil eines für jeden BF5-Käufer kostenlosen Updates. Wir konnten schon vor dem offiziellen Start der Firestorm-Gefechte bei den Entwicklern in Guildford Probe spielen - und reisten mit einem guten Eindruck heim. Da wir aber unbedingt wissen wollten, wie sich die Battle-Royale-Runden unter ganz normalen Bedingungen - sprich auf den üblichen BF5-Servern - spielen, haben wir nochmals darum gekämpft, wer nun als Letzter auf dem Schlachtfeld noch am Leben bleibt. Aufgefallen ist uns dabei vor allem eines: Für Battlefield 5: Firestorm braucht ihr einen noch stärkeren PC als für das Hauptspiel. Das ist aber auch nur verständlich, schließlich ist die Halvoy-Map zehnmal größer als die normalen Karten von BF5 und sieht obendrein noch grandios und abwechslungsreich aus. Auf Bugs oder andere Fehler sind wir hingegen nicht gestoßen.
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Die zweite Sache, die uns auffiel: Die Wartezeiten für die Runden halten sich in Grenzen. Wir hatten tatsächlich vorab die Befürchtung, dass man vor jeder Firestorm-Partie gut und gerne fünf Minuten oder länger im Warteraum verweilen muss. In den von uns gespielten Matches dauerte es aber im Schnitt weniger als zwei Minuten, bis es losging. Wir hoffen, dass es in Zukunft auch so bleibt, denn wir können den Firestorm-Modus allen Battlefield-Spielern nur ans Herz legen. Die Gefechte spielen sich ebenso gut wie etwa die von Call of Duty: Black Ops 4 (den Test findet ihr hier), nur haben sie dank der Fahrzeuge auch ein Alleinstellungsmerkmal im Genre. Im Gegensatz zu PUBG oder dem Blackout-Modus von BO4 können wir uns nämlich nicht nur mit Jeeps auf der Karte von einem Punkt zum nächsten bewegen, sondern auch Panzer freischalten und mit ihnen Jagd auf andere Spieler machen. Wie für allen wertvollen Loot müssen wir dafür aber einiges riskieren: Die schweren Vehikel befinden sich in Bunkern, deren Stahltüren wir zeitaufwendig aufschließen müssen. Während wir das tun, ertönt obendrein noch ein Alarm, der alle in der Nähe befindlichen Spieler warnt.
Quelle: PC Games
Schon beim Absprung merkt man, dass die Entwickler sich viel Mühe mit der Haloy-Map gemacht haben.
Battlefield 5 Firestorm Test: Marginal anders
Abseits der Fahrzeuge liegen die Unterschiede zur Konkurrenz eher im marginalen Bereich. Statt der üblichen 100 Teilnehmer springen in BF5: Firestorm lediglich 64 Spieler zu Beginn einer Partie auf die Map. Wahlweise können wir den Modus alleine oder in einem Vierer-Team bestreiten - eine Duo-Variante soll demnächst ebenfalls für eine beschränkte Zeit spielbar sein. Nach dem Sprung entwickelt sich ein Match ganz nach dem bekannten Battle-Royale-Muster: Erst gilt es, Gebäude und andere Locations nach Loot abzusuchen und sich so möglichst stark auszurüsten. In Sachen Loot unterscheidet sich Firestorm ein wenig von PUBG und den anderen Battle-Royale-Shootern. Für die Waffen gibt es nämlich keinerlei Aufsätze wie Visiere oder Läufe, die man einzeln einsammeln könnte. Dafür kommen die Schießeisen in drei unterschiedlichen Wertigkeitsstufen: regulär, selten und legendär. Während die regulären Varianten über keine Visiere oder andere Vorteile verfügen, haben die legendären Gewehre vier Aufsätze und sind entsprechend selten auf der Karte zu finden. Die höchste Wahrscheinlichkeit, diese zu bekommen, hat man entweder in Safes, die sich meistens in Gebäuden befinden und die man zeitaufwendig öffnen muss. Zudem gibt es auch drei spezielle Objectives auf der Karte, die man wie im Conquest-Modus von Battlefield 5 erobern muss. Sobald man dies getan hat, fällt ein Supply-Drop auf die Stelle und man bekommt gut und gerne auch mehrere legendäre Waffen. Da die Gegner aber über eine Eroberung gewarnt werden, sind die Punkte auf der Karte selbstverständlich stark umkämpft.
Sobald wir uns vernünftig ausgestattet haben, müssen wir - wie bei den Konkurrenten - nicht nur auf die vielen Gegner achten, sondern ebenso darauf, dass wir uns innerhalb eines immer kleiner werdenden Kreises befinden. Der Kreis heißt in Battlefield 5 Feuersturm und hat, wie der Name schon sagt, auch einen gewaltigen Nebeneffekt: Alles außerhalb seines Radius verwandelt sich in Feuer und zudem werden jegliche Gebäude zerstört. Die Mechanik verhindert es also, dass geübte Spieler sich mit einem Scharfschützengewehr in der Hand in Häusern verstecken und darauf warten, Ahnungslose mit einem Schuss zu erledigen. Aber auch so kann man sich in Firestorm nicht innerhalb von Gebäuden in Sicherheit wähnen, da jegliche Häuser mit Granaten, Sprengsätzen sowie Panzerfäusten in Kleinteile zerlegt werden können. Das sorgt ebenfalls für ein wenig Abwechslung und sieht dabei auch super aus.
Quelle: PC Games
Den Mini-Helikopter gibt es nur im Firestorm-Modus. Ob er später auch in den normalen Gefechten von Battlefield 5 verfügbar ist, steht noch nicht fest.
Battlefield 5 Firestorm Test: Gut, aber etwas spät
Insgesamt ist Battlefield 5: Firestorm ein wirklich solides Battle Royale, das sich dank der Fahrzeuge und der Zerstörungs-Engine ein wenig von seinen vielen Konkurrenten absetzt. Zudem können sich BF-Veteranen über das gewohnt gute Gunplay freuen und ebenso über die brachiale Tonkulisse. Ob man aber nun Battlefield 5 nur wegen des Firestorm-Modus extra anschaffen sollte, ist eine Frage für sich. Da es mit Apex Legends einen hervorragenden squadbasierten Battle-Royale-Shooter gibt und Fortnite ebenso Millionen Menschen begeistert, reichen die Unterschiede zu Battlefield unserer Meinung nach nicht aus, damit Firestorm für Genrefans ein Pflichtkauf ist. Wäre Firestorm gleich zum Release von Battlefield 5 erschienen, würde es natürlich anders aussehen. So bleibt uns nur zu sagen: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
