Battlefield 5 in der Vorschau: Zurück im Zweiten Weltkrieg – ohne Premium-Pass
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Mehr Squad-Gameplay, realistischeres Waffenverhalten und neue Online-Modi: Battlefield 5 zeigt beim Reveal-Event in London seine Stärken. Entwickler Dice beweist in dem im Oktober erscheinenden Shooter, dass Einzel- und Mehrspielerinhalte auch im Jahr 2018 noch Hand in Hand gehen können.
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Zurück im Zweiten Weltkrieg - und ohne Premium-Pass: Battlefield 5 (jetzt kaufen ) und Call of Duty: Black Ops 4 befinden sich auf Konfrontationskurs. Beim Reveal-Event in London ließ Battlefield 5 jedoch mit einer konsequenten Verknüpfung aus Single- und Multiplayer-Inhalten erstmals die Muskeln spielen. Battle-Royale-Modus, Zombies und das Fehlen einer klassischen Solokampagne: Treyarch legte mit der Ankündigung von Call of Duty: Black Ops 4 mächtig vor, sorgte aber auch für Skepsis angesichts der einschneidenden Veränderungen.
Das schwedische Entwicklerteam Dice dagegen gibt sich weit weniger mutig: Das am 19. Oktober nahezu zeitgleich mit seinem größten Konkurrenten erscheinende Battlefield 5 entführt Shooter-Fans - wie der Klassiker Battlefield 1942 - zurück in die Wirren des Zweiten Weltkriegs und setzt dabei auf eine enge Verknüpfung von Einzel- und Mehrspielerinhalten.
Die Rückkehr der Kriegsgeschichten
Wie der Vorgänger Battlefield 1 erzählt auch die Fortsetzung statt einer durchgängigen Kampagne episodenhafte Kriegsgeschichten, die Einzelschicksale beleuchten und an weniger bekannten Schauplätzen des Konflikts stattfinden. Beim Enthüllungs-Event im Herzen Londons kündigt Produzent Andreas Morell Missionen im zerstörten Rotterdam, dem ländlichen Frankreich und in Nordafrika an. Im besetzten Norwegen dreht sich die Geschichte um eine Widerstandskämpferin, die ihre Familie retten möchte. Mehr Informationen sind bislang noch nicht bekannt.
Roll dich!
Spannender fallen die vorgestellten Details zu den Gameplay-Neuerungen aus. So machen sich Veränderungen des Terrains stärker bei den Charakteranimationen bemerkbar: Sprinten die Figuren durch Wasser, zeigen sie große Schritte und ziehen die Waffe hoch an die Brust. Auf
Quelle: EA DICE
Mehr Individualisierungsmöglichkeiten: Diese im Trailer präsentierte Soldatin trägt nicht nur blaue Kriegsbemalung, sondern auch einen schicken Ledermantel und eine Armprothese.
schlammigem Geläuf geraten sie dagegen ins Rutschen. Ähnlich wie in Black Ops 4 gibt es in Battlefield 5 nun ein berechenbares Rückstoßsystem. Der Zufall spielt also nicht mehr mit, weshalb Schüsse besser kalkulier- und das Waffenverhalten erlernbar sein sollen. Neue Bewegungen wie etwa seitliches Hinwerfen oder Rollen erleichtern die Navigation am Boden. Erstmals kämpfen die Battlefield-Rekruten sogar auf dem Rücken weiter. Was nach einer seltsamen Ergänzung klingt, macht angesichts der gezeigten Szenen absolut Sinn. Explosionen schleudern die Figuren zurück, und der Bodenkampf ist oftmals die letzte Möglichkeit, sich vor dem sicheren Bildschirmtod zu retten.
Sehr schön: Die Umgebungszerstörung ist erstmals komplett physikbasiert. Werft ihr eine Granate in ein Haus, reißt die Sprengung Trümmer durch die Fenster. Mit Panzern brecht ihr einfach durch Holzhütten hindurch, und leichte Maschinengewehre durchsieben problemlos Holzwände. Die LMGs besitzen in Battlefield 5 die größte Durchschlagskraft und sind in Verbindung mit Zweibeinen absolut verheerende Waffen.
Teamplay im Fokus
Wem das alles zu viel auf einmal ist, der versucht sich als Neuling am besten am neuen Koop-Modus. Combined Arms führt euch in zufällig
Quelle: EA DICE
Dice verzichtet für den kommenden Battlefield-Ableger auf einen Premium-Pass, alle Zusatzinhalte erscheinen kostenlos. Mikrotransaktionen sind lediglich in Form von kosmetischen Bonusgegenständen verfügbar. Vorbesteller des am 19. Oktober erscheinenden Weltkriegs-Shooters erhalten Zugriff auf die Open-Beta.
generierten 4-Spieler-Missionen langsam ins Battlefield-Geschehen ein und dient als Training für das Squad-System des Multiplayers. Für bekannte Klassen wie den Assault oder den Support gibt es nun Archetypen wie den Recon, die mit Perks und Ausrüstungsobjekten den Spielstil klarer vorgeben.
Dank "Buddy-Revive" holt jedes Squad-Mitglied einen niedergeschossenen Kameraden zurück ins Leben. Erstmals zieht ihr die Verwundeten dabei auch aus der Gefahrenzone. Diese Wiederbelebungsversuche dauern jedoch länger und bringen weniger Gesundheit zurück. Die Rolle des Medics soll unter dieser Neuerung indes nicht leiden. Er verteilt weiterhin Erste-Hilfe-Kästen und heilt seine Kollegen deutlich schneller. Solltet ihr doch mal draufgehen, dann wählt ihr aktiv einen Squad-Freund als Respawn-Punkt aus und landet direkt neben ihm zurück in der Schlacht. Battlefield 5 schreibt Teamplay also besonders groß, dennoch sollen auch Solisten weiterhin ihren Spaß haben und munter mitmischen dürfen.
Stellungsbau und große Operationen
Dice pfeift auf den aktuellen Battle-Royale-Trend und setzt mit den "Grand Operations" lieber auf mehrstufige Mehrspielerschlachten. Diese erstrecken sich über mehrere (virtuelle) Tage und bauen thematisch stets auf
Quelle: EA DICE
Nicht nur bei den Charakteren legt ihr nun Hand an, auch Waffen und Vehikel lassen sich individualisieren und anpassen. Im Spielverlauf ändert ihr so die Eigenschaften des Tiger-Tanks, aber auch dessen Aussehen.
einander auf. Springt ihr etwa am ersten Tag noch als Fallschirmjäger über Rotterdam ab und müsst ein Artilleriegeschütz ausschalten, liegt die Stadt am zweiten Tag bereits in Trümmern. Ergebnisse früherer Runden wirken sich auf die darauffolgenden Tage aus. Dominiert eine Partei beispielsweise nach drei Tagen, endet die Partie abrupt. Bei ausgeglichenen Kämpfen drosselt das Spiel dagegen die Anzahl der Tickets oder den Munitionsnachschub. Beim Respawn füllt Battlefield 5 nämlich eure Vorräte nicht mehr vollständig auf. Stattdessen müsst ihr mit Kugeln haushalten und euch an Nachschubpunkten ausrüsten oder sogar erledigte Gegner plündern.
An Schlüsselstellen errichten die Teams nun eigene Barrikaden und können so in der Hitze des Geschehens zerstörte Stellungen provisorisch wieder aufbauen. Jeder Spieler besitzt die Fähigkeit zum Hochziehen von Stacheldrahtzäunen, Sandsäcken oder
Quelle: EA DICE
Die Kampagne erzählt erneut verschiedene Kriegsgeschichten. In einer Episode etwa kontrolliert ihr eine Widerstandskämpferin im besetzten Norwegen, die für das Wohl ihrer Familie einsteht.
Panzersperren. Die Support-Einheit allerdings fabriziert diese flotter als die übrigen Klassen. Und wer möchte, der schleppt stationäre Geschütze mit Jeeps oder Panzern über die Karte und bastelt sich so seine eigene Festung.
Für Motivation sorgt ein neues Ausrüstungssystem: Für stetes Spielen in allen Optionen erhaltet ihr Erfahrungspunkte und schaltet mit ihnen neue Ausrüstungsgegenstände und vor allem Individualisierungsgegenstände frei. Mit diesen gebt ihr sogar Waffen und Vehikel einen eigenen Touch und passt sie an eure Spielweise an. Jeder soll schließlich sehen, wie viele Stunden ihr bereits in Battlefield 5 versenkt habt. Praktisch: Ihr legt euch nicht auf eine Variante fest, sondern erstellt etwa diverse Variationen des MG42 mit verschiedenen Skins, Visieren und anderen Extras.
Das Ende des Premium-Passes
Ähnlich wie schon beim Vorgänger verfolgt Dice auch diesmal eine langfristige Content-Strategie. Der "Tides of War" getaufte Live-Service umfasst zunächst regelmäßige Bonusaufgaben, später folgen thematische Updates, Events und Erweiterungen. Die vielleicht beste Nachricht der Enthüllung: Die Entwickler verabschieden sich vom bewährten Premium-Pass, alle künftigen Inhalte erscheinen gratis. Ganz ohne Mikrotransaktionen kommt dann aber auch Battlefield 5 nicht aus. Gegen Bares gibt es kosmetische Zusatzobjekte. Es scheint, als hätte Publisher Electronic Arts aus dem Lootbox-Desaster von Star Wars: Battlefront 2 gelernt.
