Spezialisten, Maps und Waffen

Special Carlo Siebenhüner
Spezialisten, Maps und Waffen
Quelle: Electronic Arts

Season 1 für Battlefield 2042 steht bereit. Wir klären, ob das Spiel jetzt als Phönix aus der Asche aufsteigt oder DICE weiter auf verlorenem Posten kämpft.

DICE hat in den letzten Monaten Schadensbegrenzung betrieben und Battlefield 2042 zumindest technisch wieder auf die Spur gebracht. Trotzdem stecken noch tiefgreifendere Probleme im Spieldesign. Spezialisten anstatt Klassen, aber auch das Gameplay selbst mit 128 Spielern, das Kartendesign und der Mangel an Kriegsgerät sind fette Ärgernisse des Hauptspiels. Tiefergehende Veränderungen will man jetzt mit dem Start der Seasons angehen. Wir gehen der Reihe nach durch die Änderungen und beginnen mit den Spezialisten.

Raketen aus nachwachsendem Anbau

Für alle Hardcore-Fans folgt hier die erste Ernüchterung. Die Spezialisten bleiben und vermehren sich sogar. Mit Season 1 gesellt sich Eweline Lis in den Kader. Sie hat einen Raketenwerfer mit smarten Projektilen dabei. Die könnt ihr während des Flugs steuern und so besser ins Ziel lenken. Das geht Hand in Hand mit ihrer Fähigkeit, denn ihr werden beschädigte Fahrzeuge in der Nähe automatisch angezeigt. Dafür darf sie aber keine weiteren Anti-Fahrzeug-Gadgets mitnehmen. Lis reiht sich gut in die Riege der Spezialisten ein, obwohl uns ihr Raketenwerfer noch einen Tick zu mächtig vorkommt. Die Raketen haben eine vergleichsweise hohe Reichweite und "wachsen" nach: Wartet man eine gewisse Zeit, hat sie auf magische Weise wieder Munition - ganz ohne Munitionskisten.

Bei den restlichen Spezialisten legt DICE ebenfalls Hand an, wenn auch nur behutsam. In einem ersten Ausblick kündigte man an, dass die teils dämlichen Sprüche zum Ende und Anfang der Runde neu vertont werden. Sie sollen mehr der eigentlich furchtbaren Situation entsprechen, in der sich Die neue Spezialistin Ewelyne Lis hat einen smarten Raketenwerfer dabei und erkennt beschädigte Fahrzeuge in der näheren Umgebung.  Quelle: pcgames.de Die neue Spezialistin Ewelyne Lis hat einen smarten Raketenwerfer dabei und erkennt beschädigte Fahrzeuge in der näheren Umgebung.  die Soldaten befinden. Außerdem will DICE die Spezis ernster aussehen lassen. Da bekommen jetzt manche etwa eine Narbe oder einen Bart verpasst. Wann das Umstyling online geht, will DICE noch nicht verraten. Mit dem Patch für Season 1 halten die Spezialisten aber zumindest schon mal die Klappe am Ende einer Runde.

Am Grundkonzept der Spezialisten will DICE aber weiterhin festhalten. Das bedeutet einerseits, dass das Teamplay schwach bleibt. Man hat versucht zwar mehr Anreize mit mehr Punkten zu bieten, aber das ist auch nur etwas Farbe über dem Kratzer im Gamedesign. Zudem soll man auch weiterhin jeden Charakter wählen können, selbst, wenn die Schlachtfelder dadurch zu den Klonkriegen mutieren. Über teamspezifische Spezialisten oder wenigstens teamspezifische Skins denkt man intern nach, da ist aber noch alles offen.

Auf und nieder, immer wieder

Apropos offen: Kommen wir zu den Maps in Battlefield 2042. Die hatten zu Release zwei Probleme. Erstens waren die Flaggenpunkte ungünstig gesetzt, wodurch manche Engstellen zu uneinnehmbaren Festungen mutierten. Zweitens war das Mapdesign viel zu offen, sodass Infanterie über weite Strecken ungeschützt war.

An den Flaggenpunkten hat DICE in den letzten Monaten rumgewerkelt, das Ergebnis folgt jetzt. Mit Kaleidoskop und Neuanfang werden zwei Grundkarten stark überarbeitet. Man änderte Layouts, setzte mehr Deckung und fügte mehr Details ein. Insgesamt machen die Änderungen einen guten Eindruck und gehen in die richtige Richtung. Obendrauf greift DICE in die Spielerzahlen ein. Eigentlich war es das große Aushängeschild, dass man 128 statt nur 64 Spieler auf eine Karte loslässt. Doch gerade im Durchbruch-Modus artet die Menge an Spielern regelmäßig in ein riesiges Chaos aus. Deswegen gibt es Durchbruch ab jetzt nur noch mit 64 Teilnehmern. Eroberung kann man weiterhin mit 128 Spielern zocken.
Die neue Map Exposure schickt euch nach Kanada in eine nicht mehr ganz so geheime Untergrundbasis. Quelle: Electronic Arts Die neue Map Exposure schickt euch nach Kanada in eine nicht mehr ganz so geheime Untergrundbasis.
Als Letztes werfen wir einen Blick auf die neue Karte, die in Season 1 kommt.
Exposure ist eine Untergrundbasis in einem Berg. Nur sind Teile des Bergs weggerutscht und jetzt liegt die Basis halb freigelegt. Das Layout ist extrem vertikal. Um da mit der Zipline vom Tal zum Gipfel hochzudüsen, dauert es eine ganze Weile. Sniper und Flughörnchen werden also Spaß haben. Von außen bewundert man ein schickes Bergpanorama, aber drinnen geht es dann leider nur durch schnöde graue Tunnel und Serverräume, die dafür schön verwinkelt sind.

Weiter gehts auf Seite 3 mit den neuen Waffen aus Season 1!

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