Battlefield 2042: Der größte Umbruch der Serie seit Jahren!
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Die Katze ist aus dem Sack! Das neue Battlefield trägt den Zusatz "2042" und bringt starke und einschneidende Veränderungen für die Shooterserie. Die Auflösung des Klassensystems, die Erhöhung der Spielerzahl und das dynamische Wettersystem krempeln Battlefield auf links. Wir fassen euch alle Neuerungen zusammen und sagen, was das für die Zukunft der Reihe bedeutet.
Battlefield! Dieser Name steht im Genre der Multiplayershooter seit fast 20 Jahren für ein Gefühl. Das Gefühl, gerade haarscharf eine völlig verrückte Situation überlebt zu haben. Das Gefühl, gemeinsam im Team mit Sanitätern, Sturmsoldaten, Aufklärern, Pionieren, Panzerfahrern, Kampfpiloten usw. etwas zu erreichen. Oder kurz gesagt: Das Gefühl, mittendrin, aber trotzdem Teil von etwas Großem zu sein. Dabei gab es klare Regeln, auf die man sich als Spieler verlassen konnte. Mit dem neu enthüllten Battlefield 2042 werden einige dieser Regeln angepasst und andere sogar komplett aufgeweicht. Damit steht Battlefield eine der größten Umstrukturierungen der Seriengeschichte bevor.
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Drei Spielmodi - Kein Singleplayer
Quelle: Electronic Arts
Battlefield 2042 spielt in der nahen Zukunft, in der Klimawandel und Ressourcenmangel zu einer Krise globalen Ausmaßes geführt hat.
Doch fangen wir von vorn an. Battlefield 2042 (jetzt kaufen ) ist der neueste Teil der Serie und soll noch am 22. Oktober 2021 für PC, PS5, PS4, Xbox One und Xbox Series X/S erscheinen. Es verlagert den Schauplatz in die nahe Zukunft des Jahres 2042. Eine massive Ressourcenknappheit von grundlegenden Dingen, wie Nahrung und Wasser, hat eine gigantische Flüchtlingskrise ausgelöst. So groß, dass sie sich organisiert und eine eigene Partei auf dem Parkett der Weltpolitik bildet, die von den Weltmächten Russland und USA ausgenutzt wird. Die zwei Streithähne liegen nämlich mal wieder im Clinch. Unter den Geflüchteten finden sich zahlreiche Soldaten, die ihre Dienste als sogenannte Non-Patriats, kurz: No-Pats den Weltmächten zur Verfügung stellen.
Eine sehr explosive Ausgangslage, die jedoch nicht für eine packende Story genutzt wird. Eine Singleplayerkampagne wird es in Battlefield 2042 nicht geben. Wer die schwachen Storyparts der Vorgänger noch im Hinterkopf hat, wird das aber vermutlich verschmerzen können. Dafür wird der neueste Serienteil seinen Fokus auf den Multiplayer legen, der sich in drei Teile gliedert.
Da wäre einerseits der sogenannte "All-Out Warfare". Hinter dem PR-Namen verbirgt sich der klassische Multiplayermodus mit den Spielmodi Eroberung und Durchbruch. Dabei wirft Entwickler DICE einige Battlefield-Qualitäten über Bord, holt aber auch alte Stärken wieder mit dazu. Da kommen wir aber gleich zu. Der zweite Spielmodus ist "Hazard Zone". Dieser ist Squad-basiert und soll sich stark vom normalen Multiplayer unterscheiden. Außerdem betont EA mit äußerstem Nachdruck, dass es sich dabei nicht um einen Battle-Royale-Modus handelt. Viel mehr, ist aber noch nicht bekannt. Noch weniger weiß man allerdings über den dritten Modus. Der wird von DICE LA entwickelt und soll "eine Liebeserklärung an alle Battlefield-Fans" werden. Enthüllt werden soll er am 22. Juli 2021 beim Liveevent EA Play.
Quelle: Electronic Arts
Der Felsvorsprung erinnert entfernt an die Karte Damavand Peak aus Battlefield 3. Auch hier wird man die Klippe nach unten springen können.
Was ändert sich im Multiplayer?
In unserer Präsentation legte EA den Fokus auf den klassischen Multiplayer, der einige spannende Neuerungen bringen wird, die aber auch so manchen Battlefield-Veteran verunsichern werden. Doch checken wir zuerst die Grundlagen: Zu Release stehen zwei Spielmodi - Eroberung & Durchbruch - zur Verfügung. Gespielt wird auf sieben Karten, die nach Release noch per Live-Service erweitert werden. Nicht bestätigt, aber vermutet wird, dass auch neue Spielmodi mit dem Liveservice Einzug halten.
Mehr Spieler - mehr Spaß?
Quelle: Electronic Arts
Mit 128 Spielern verdoppelt Battlefield 2042 seine Spielerzahl in einem Match - Zumindest auf PC, Xbox Series und PS5
Eine der größten Neuerungen, die Battlefield 2042 mitbringt ist die Spielerzahl. Zum ersten Mal in der Geschichte der Serie können bis zu 128 Spieler gleichzeitig - 64 auf jeder Seite - in einem Match sein. Zumindest auf PC und Next-Gen-Konsolen. Auf Xbox One und PS4 sind weiterhin nur 64 Spieler möglich. Seit Battlefield 1942 war der maximale Playercount auf 64 Spieler festgenagelt. Die Erhöhung wünschen sich Fans schon seit einigen Jahren, doch bedeuten mehr Spieler nicht gleich mehr Spaß. Schon 2011 verriet der damalige CEO von DICE Patrick Söderlund, dass mehr Spieler technisch durchaus möglich wären, es dann aber nur bedingt Spaß macht. 128 Spieler auf einem Server müssen vernünftig geleitet werden, sonst bricht das pure Chaos aus und Frust macht sich breit.
Deswegen erweitert DICE die Karten des Multiplayermodus um ein Vielfaches. Die neuen Maps gehören allesamt zu den größten der Seriengeschichte und sollen abwechslungsreich ausfallen. Auf der Karte Kaleidoscope beispielsweise seid ihr in einer südkoreanischen Stadt unterwegs. Dort warten Hochhäuser für Scharfschützen zwischen weiten Stadtgebieten für Fahrzeuge, aber es gibt auch ein unterirdisches Bunkersystem für den Close Quarters - Infanteriekampf. Außerdem baut DICE den beliebten Eroberungs-Modus um. Anstatt nur Flaggen zu erobern, wird ein übergeordnetes Sektorensystem eingebaut. Habt ihr die verschiedenen Flaggen eines Sektors erobert, gehört er eurem Team und bringt Boni.
Das fühlt sich an, als würde DICE mehrere Battlefieldkarten mit unterschiedlichen Aspekten in einer Map vereinen. Ihr könnt entscheiden, lieber im Close Quarters - Sektor unterwegs zu sein und habt dort trotzdem mehrere Flaggen zu verteidigen. Wollt ihr dann im Panzer Angst und Schrecken verbreiten, zieht ihr einfach während des laufenden Matches zum Sektor weiter, in dem der Fahrzeugkampf besser passt.
Quelle: Electronic Arts
Fahrzeuge kann man sich an jedem Punkt der Karte rufen. Die werden dann per Airdrop abgeworfen.
Durch diese riesigen Dimensionen wird es für Infanteristen schnell anstrengend, die ewig von A nach B latschen müssen. Deshalb ist es möglich, Fahrzeuge an Ort und Stelle zu rufen, die dann per Fallschirm abgeworfen werden. Hier muss sich aber noch zeigen, ob das mit allen Fahrzeugen funktioniert. Außerdem würde es die Gefährte an sich ziemlich entwerten, wenn sich jeder einen Panzer rufen kann. In unserer Präsentation nannten die Entwickler selbst die Taktik, einfach einen Jeep auf ein nerviges Snipernest fallen zu lassen. Atmosphäre baut das eher nicht auf.
Die Klassen sind Tod - Lang leben die Klassenspezialisten
Die vermutliche größte Änderung betrifft die Klassen, denn die gibt es nicht mehr. Okay, erst Mal durchatmen. Ja, die vier, seit jeher Battlefield definierenden Klassen Sanitäter, Sturmsoldat, Aufklärer und Pionier sind Geschichte. Ersetzt werden sie durch die sogenannten Spezialisten. Die gliedern sich zwar weiterhin grob in die bekannten Gruppierungen, unterscheiden sich aber stärker untereinander. Jeder Spezialist hat neben einem eigenen Namen noch eine Spezialität und eine Eigenschaft. Beim Aufklärer Casper sind das beispielsweise eine Drohne und ein Bewegungsmelder. Vergleichen lässt sich dieses System mit den Legenden aus Apex Legends oder den Helden aus Overwatch.
Quelle: Electronic Arts
Die Spezialisten lösen die Klassen ab. Jeder Spezialist hat eine Spezialität und eine Eigenschaft. Boris kann ein Geschütz aufstellen, das er fernsteuert. (In unserer Bildergalerie findet ihr die bisher enthüllten Spezialisten)
Waffentechnisch seid ihr dabei nicht eingeschränkt, denn jeder Spezialist kann auch jede Waffe tragen. Damit lässt sich die eigene Spielart wesentlich besser ausdifferenzieren. Ein Medic-Sniper oder ein Angriffs-Aufklärer sind also kein Problem. Bei den Waffen könnt ihr übrigens mehrere Erweiterungen mitnehmen und fliegend im Spiel anbauen. Braucht ihr mit eurem Close Quarters - Sturmsoldat ein Visier für größere Distanzen, könnt ihr das einfach anschrauben. Vorausgesetzt, ihr habt es vorher eingesteckt. Für diesen Abwechslungsreichtum muss DICE die Waffen aber extrem genau ausbalancieren, sonst finden die Spieler schnell übermächtige Charakterbuilds und die Varianz ist dahin.
Auch bei einem weiteren Punkt machen wir uns noch Sorgen um die Varianz. Während in früheren Battlefields namenlose Soldaten mit verschiedensten Gesichtern unterwegs waren, gibt es nun zu Release zehn verschiedene Spezialisten für 128 Spieler. Die Gefahr eines "Angriffs der Klonkrieger" ist also hoch, wenn man ein Snipernest aushebt, in dem drei Mal die gleiche Figur liegt. Auf Nachfrage im Interview war DICE noch recht schwammig, doch solle man mit Customization rechnen. Inwieweit die kosmetischen Anpassungen ausfallen, steht aber noch in den Sternen.
Die Rückkehrer: Bots, Wetter & Levolution
EA und DICE werfen aber nicht alles über den Haufen, was Battlefield ausgemacht hat. Es kommen sogar ein paar alte Tugenden wieder. Für die Leute, die sich einen Singleplayer gewünscht haben, kehren die guten alten Bots aus dem Ruhestand zurück. Jede Multiplayerkarte lässt sich allein oder im Squad bestreiten. Die restlichen Plätze auf der eigenen und gegnerischen Seite werden dann mit KI-Soldaten aufgefüllt. Zwar ersetzt das keine vollwertige Storykampagne, dafür kann man dort neue Waffen und Spezialisten ausprobieren, ohne dass die Stats leiden. Das macht definitiv mehr Spaß, als nur auf einem schnöden Trainingsplatz.
Ebenfalls wieder mit dabei ist die Zerstörung samt "Levolution". Diesen Begriff hat Battlefield 4 eingeführt. Darunter versteht man größere Events innerhalb eines Matches, die das Spielfeld nachhaltig verändern. Battlefield-Veteranen erinnern sich noch wohlig an das einstürzende Hochhaus in Shanghai. Ähnlich große Events gibt es auf der Karte "Orbital", der bereits aus zahlreichen Leaks bekannten Raketenabschussbasis. Auf der kämpft man rund um eine startbereite Rakete, die einen Satelliten ins All bringen soll. Dabei kann man entweder die Rakete erfolgreich starten lassen oder der Start geht schief. Was dann passiert konnten, wir noch nicht sehen. Was Raketen machen, wenn ihr Start wegen Ballereien und Explosionen schiefläuft, kann man sich aber vorstellen.
Quelle: Electronic Arts
Das Wettersystem kann jetzt Tornados dynamisch hervorbringen, die Spieler, Fahrzeuge und Trümmer durch die Luft wirbeln
Die Zerstörung an sich bekommt zusätzlich noch einen dynamischen Faktor mit dem Wetter. Das kann sich wie in vorherigen Serienteilen verändern und plötzlich zu einem Sturm werden. Das veränderte bisher nur die Sichtverhältnisse stark. Neu ist jetzt, dass es sogar Wetterkatastrophen geben wird. Auf manchen Karten bildet sich beispielsweise ein Tornado, der direkten Einfluss auf die Spielwelt hat. Wer mit seinem Jeep mitten in der Einzugschneise des Wirbelsturms steht, wird gnadenlos hochgezogen und herumgewirbelt. Das Gleiche gilt für Geröll und Trümmer auf der Karte. Die werden durch die Luft geschleudert und können einem durchaus auf den Kopf fallen.
Allgemein macht die Technik einen sehr guten Eindruck. Zwar konnten wir die Action auch nur im Revealtrailer und auf Screenshots sehen, doch macht allein die Farbgebung sehr viel mehr richtig, als noch in der grausamen Ankündigung von Battlefield 5. Wir sind zuversichtlich, dass DICE wieder eine Menge aus ihrer Frostbyte-Engine herausholen wird. Vor allem die Physik scheint im Hinblick auf die Tornados aber ein großes Upgrade erhalten zu haben.
Was ist mit Mikrotransaktionen?
Quelle: Electronic Arts
Auch wieder im Fuhrpark von Battlefield 2042 sind Kampfjets.
Jetzt haben wir in dieser Preview ja schon öfters erwähnt, dass es nach Release noch neue Karten, Spezialisten und mehr geben wird. Dafür setzt Battlefield 2042 wie schon der Vorgänger auf ein Live-Service-Modell mit verschiedenen Saisons. Neu dabei im Modell ist der Battle Pass. Zu jeder Season wird es einen Battle Pass geben, der zusätzlich gekauft werden kann und einige Belohnungen und Boni erhält. Es wird aber Wert auf ein faires System gelegt. Alle neuen Inhalte sollen sich also auch kostenlos erspielen lassen. Für das erste Jahr nach Release sind vier Saisons mit vier neuen Spezialisten, neuen Maps und mehr geplant. Ob neben dem Battle Pass noch mehr Mikrotransaktionen oder gar Lootboxen enthalten sind, haben DICE und EA noch nicht verraten.
Erscheinen wird Battlefield 2042 noch dieses Jahr. Der Multiplayershooter soll am 22. Oktober 2021 für PC, Xbox One, Xbox Series X/S, PS4 und PS5 veröffentlicht werden. In der Zeit vor Release soll es außerdem noch eine offene Betaphase geben, an der jeder Interessierte teilnehmen kann.
