BattleBit Remastered: So hätte Battlefield 2042 sein sollen!

Kolumne Michael Grünwald
BattleBit Remastered: So hätte Battlefield 2042 sein sollen!
Quelle: SgtOkiDoki, Vilaskis, TheLiquidHorse

Um Battlefield und Call of Duty stand es schon einmal besser. Da kommt der Pixel-Shooter BattleBit Remastered wie gerufen. Redakteur Michi und viele andere finden derzeit großen Gefallen am Indie-Titel.

Manchmal überrascht der Erfolg einiger Spiele vermutlich sogar die Entwickler selbst. Ich denke, bei BattleBit Remastered dürfte das der Fall sein. Der Pixel-Shooter von SgtOkiDoki, Vilaskis und TheLiquidHorse zeigt derzeit der großen Konkurrenz von Battlefield, wie es geht. In riesigen Schlachten mit bis zu 254 Spielern fliegen ordentlich die Fetzen. Das Beste daran: Seit dem Early-Access-Release am 15. Juni zocken tagtäglich in der Spitze mindestens 50.000 Leute gleichzeitig. Wie die Steam-Bewertungen zeigen, hat sich bereits eine große Fan-Base gefunden. Und ich gehöre dazu!

Nach nur wenigen Minuten habe ich den Oldschool-Pixellook bereits verdrängt, denn der Shooter hat tatsächlich deutlich mehr zu bieten. Tolles Gunplay, unterschiedliche Waffentypen, eine beinahe komplett zerstörbare Umgebung, spannende PvP-Kämpfe und ein bekanntes Klassensystem erinnern an beliebte Battlefield-Teile aus der guten, alten Zeit. Die drei Entwickler stechen mit BattleBit Remastered derzeit die große Konkurrenz von DICE und EA aus, weil sie genau das machen, was die Community gut findet.

Sanitääääääteeeeeer

Mein Spielspaß kommt übrigens definitiv nicht daher, dass ich besonders gut in dem Spiel wäre. Genau das Gegenteil ist der Fall: Meistens laufe ich herum wie Falschgeld und bin ein gefundenes Fressen fürs Gegnerteam.

Ja, ich gelte noch als Kanonenfutter, aber trotzdem macht mir das Gameplay Laune. Ich muss gestehen, ich bin einfach ein Kind der Playstation-1-Zeit und seitdem nie wirklich von der Sony-Konsole weggekommen. Daher liegt mir die Gamepad-Steuerung selbst bei einem Shooter deutlich besser.

Komplett nutzlos komme ich mir aufgrund eines traditionellen Klassensystems dann aber auch nicht vor. Als Sanitäter kann ich verwundete oder ausgeknockte Kameraden heilen und als Support mit Munition sowie Ausrüstung unterstützen.

Das Geballer an vorderster Front überlasse ich lieber den anderen und agiere im Hintergrund als Retter in der Not. Schließlich braucht's auch solche Leute im Krieg. Aber jetzt Spaß beiseite, die großen Schlachten haben mich wirklich überzeugt.

Nicht nur das Gefühl für die Knarren ist erstaunlicherweise super, sondern auch die Taktik spielt eine große Rolle. Wer einfach drauflosstürmt, wird wie in Battlefield nicht weit kommen. Die Flanke angreifen und sich in der Gruppe langsam vorantasten, ist deutlich zielführender.

Dafür gibt es in den Partien sogar einen Teamleader, der Befehle geben und sich mit anderen Anführern über einen separaten Sprachchat absprechen kann. Also ja, ganz so einfach wie BattleBit auf den ersten Blick wirkt, ist es definitiv nicht.

Soldaten kämpfen, ein Windrad stürzt ein Quelle: SgtOkiDoki, Vilaskis, TheLiquidHorse

Zerstörungswut

Ich kann übrigens nicht nur zu Fuß mein Unwesen treiben, sondern auch Panzerfahren, Helikopterfliegen und meine Kameraden im Truppentransporter durch die Gegend kutschieren - zumindest auf den großen Karten. Ein paar Spielmodi für kleinere Schlachten stehen auch noch zur Auswahl und da gibt's dann keine Fahrzeuge.

Mit Panzern und Hubschraubern lässt sich so gut wie die komplette Karte dem Erdboden gleichmachen. Die Feinde haben ein Gebäude besetzt? Gar kein Problem! Mit ein paar gezielten Schüssen bringe ich den Unterschlupf eben zum Einsturz.

Teammitglieder fahren mit einem Schnellboot Quelle: SgtOkiDoki, Vilaskis, TheLiquidHorse Und obwohl jetzt vielleicht viele meinen, das wäre ja auch kein Wunder bei der minimalistischen Grafik, halte ich dagegen und sage: Die Optik ist mir dabei völlig egal. Ein Battlefield 2042 hat es im Gegensatz zu den Vorgängern einfach nicht geschafft, dass Häuser formschön einstürzen. Und das ist schon sehr schade!

Nicht einfach nur Pixelbrei

Solange ein Gebäude noch steht, kann ich mich mit meinen Teamkameraden sogar an Seilen an den Wänden nach oben ziehen und Feinde von hinten überraschen. Ich darf also wirklich richtig strategisch vorgehen. Da entsteht genau das Teamplay, was der letzte Battlefield-Teil von Anfang an vermissen ließ.

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