Baldur's Gate 3 in der Vorschau: Barbarenklasse enthüllt - Das ist neu in Patch 7
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Larian Studios hat im Panel from Hell einen neuen Patch für Baldur's Gate 3 vorgestellt. Der kommt unter anderem mit einer neuen Klasse und einer verbesserten UI daher und ist ab sofort verfügbar. Wir haben mit Game-Director und Larian-CEO Swen Vincke über das Update gesprochen.
Baldur's Gate 3 wird barbarisch: Mit Patch 7 findet die neue Barbaren-Klasse Einzug in der Early Access Version des heiß erwarteten Rollenspiel-Giganten. Bereits vor der Ankündigung und Freischaltung des Updates am 15.2.2022 präsentierte uns Larian im Rahmen eines Presse-Events die größten Neuerungen. CEO Swen Vincke hat uns gezeigt, was die neue Klasse so drauf hat, welche neuen Geheimnisse uns in Baldur's Gate 3 erwarten, worauf schleichende Charaktere jetzt besonders aufpassen müssen und wieso Katzen nicht immer auf ihren Füßen landen.
Tierisch und grob, wie ein Mettigel
Der zerstörerische Barbar schöpft Kraft daraus, seine Wut zu bündeln. Seine Klassenfähigkeit Rage verleiht ihm je nach gewählter Subklasse verschiedene Boni. Es stehen dabei die Ausführungen Berserker und Wildheart zur Auswahl. Zuerst stellt uns Vincke den Beserker vor. Seine bemerkenswerteste Fähigkeit ist "Frenzy". Sie ist eine abgewandelte Form des Rage-Modus und ist ebenso simpel wie sie mächtig ist. Mit ihr erhält der Barbar die Option, einen zusätzlichen Angriff oder Wurf als Bonus-Aktion durchführen zu können.
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Als Nächstes zeigt uns Vincke den Character-Sheet einer Wildheart-Barbarin. Bei ihr handelt es sich um eine Variante des Totem Warriors aus dem Player's Handbook der fünften Edition Dungeons & Dragons. Larian hat diese um ein paar Features erweitert und den besonderen Gegebenheiten des Spiels angepasst. Laut Vincke möchte man sich wie auch bei allen anderen Aspekten des Spiels nicht sklavisch an die Vorlage halten, sondern Elemente adaptieren und anpassen, wenn es Sinn ergibt.
In der Wildheart-Variante schlägt spirituell das Herz eines wilden Tieres. Ihr habt die Wahl aus den 5E-Klassikern Bär, Wolf und Adler sowie Elch und Tiger. Jedes Tier verleiht der Klasse einzigartige Boni und Fähigkeiten.
- Der Wolf macht aus eurer Figur einen echten Rudelführer. Wenn er wütet, verleiht er Gefährten einen Bonus auf Angriffswürfe. Durch sein mächtiges Geheul erhalten sie außerdem zusätzliche Bewegungspunkte.
- Der Bär hingegen hat in seiner Rage ein besonders dickes Fell, das ihm Resistenz gegen sämtliche Schadenstypen verleiht, ausgenommen psychischen Schaden. Er eignet sich mit seinen Fähigkeiten als Tank.
- Als Adler bekommt ihr einen Bonus auf das Ausweichen von Gelegenheitsangriffen und einen mächtigen Sprungangriff, mit dem ihr von erhöhten Gebieten aus auf Gegner hinunterstürzen könnt. Außerdem könnt ihr einen Spurt als Bonusaktion ausführen.
- Der Elch zeichnet sich durch überragende Geschwindigkeit aus und kann mit einer Stampede eine Schneise durch die Reihen eurer Gegner ziehen.
- Die Spezialität des Tigers ist das Verletzen mehrerer Gegner auf einmal. Rage verleiht seinen Angriffen zusätzlich Bluten-Schaden.
Alle Tierischen Seelengefährten kommen mit einer kleinen optischen Anpassungsmöglichkeit daher. Ihr könnt eure Figur mit zu eurem Pfad passenden Piercings ausstatten, darunter ein Nasenring mit dem entsprechenden Tiersymbol. Auf Nachfrage, ob auch andere Klassen in Zukunft spezielle Piercings tragen können, meinte Vincke, dass intern bereits über diese Möglichkeit gesprochen wird.
Quelle: Larian Studios
Mit dem Adler-Herz können Barbaren einen mächtigen Sprungangriff von oben herab ausführen.
Neues Feature: Sachen schmeißen
Passend zu einer Klasse, deren Haupteigenschaft ist, wütend zu sein, führt Larian in Patch 7 auch ein neues Feature ein: Ihr könnt euren Gegnern jetzt Objekte an den Kopf werfen, oder sie direkt mit ihnen verdreschen. Mit einem Klick auf "Improvised Melee Weapon" können wir uns ein Item schnappen und damit zuschlagen. Mit dem Wurf-Feature schleudern wir es hingegen durch die Umgebung.
Dass der Barbar zwar mit großem Eifer, dafür aber mit wenig Etikette kämpft, stellt Vincke bei einem Scharmützel gegen zwei Goblins unter Beweis. Er befiehlt seinem Githyanki-Barbaren, ein Objekt in die Hand zu nehmen, um damit eine vom Goblin-Magier beschworene Riesenspinne anzugreifen. Statt einem Stuhl oder Felsbrocken schnappt sich der Kämpfer kurzerhand den neben ihm stehenden Goblin-Krieger und knallt ihn der Kreatur auf die Schnauze.
Diese Fähigkeit steht zwar nicht ausschließlich Barbaren zur Verfügung, mit ihrer hohen Abhängigkeit von Stärke ist die Klasse aber eindeutig prädestiniert dafür. Ob wir einen Gegner oder ein Objekt als Waffe verwenden können, errechnet sich nämlich aus unserem Stärkewert. Das Maximalgewicht, das eine Kreatur oder ein Gegenstand haben darf, ist dieser Wert multipliziert mit Drei.
Quelle: Larian Studios
Mit Patch 7 findet der diskriminierende Volkssport Goblinwerfen Einzug in Baldur's Gate 3.
Das Gleiche gilt für die Wurf-Mechanik. Je stärker unsere Figur und je leichter das Objekt oder die Kreatur ist, desto weiter können wir schmeißen. Vincke zeigt uns auch direkt ein paar praktische Anwendungsmöglichkeiten. So soll es mit einem Wurf möglich sein, unsere Gefährten aus Gefahrenzonen, zu verborgenen Schätzen oder hinter die feindlichen Abwehrreihen zu bugsieren. Da die meisten Begleiter von Natur aus aber ein ordentliches Gewicht mitbringen, können wir sie für gewöhnlich nicht einmal so weit werfen, wie sie selbst springen können. Also müssen wir erst ihr Gewicht verringern.
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