Aufstand gegen YouTube: Dieser Spiele-Entwickler hat die Schnauze voll von Zensur
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Auf YouTube werden viele Inhalte für junge Nutzer gesperrt, die angeblich über Glücksspiel berichten. Dies ist nicht immer gerechtfertigt.
YouTube hat am 19. März dieses Jahr die Nutzungsbedingungen für Video-Content geändert. Bestimmte Inhalte unterliegen durch diese Änderungen ab sofort einer Altersbeschränkung und stehen daher nur YouTube-Nutzern zur Verfügung, die volljährig sind.
Von diesen Änderungen sind mitunter auch viele Kanäle betroffen, die über Online-Casios und Glücksspielseiten berichten. Leider scheint YouTube bezüglich der Restriktionen teilweise sehr willkürlich vorzugehen und daher werden für jüngere Nutzer plötzlich auch Videos zu Spielen gesperrt, die eigentlich rein gar nichts mit Glücksspiel zu tun haben. Ein Spiele-Entwickler hat jetzt die Schnauze voll von dieser ungerechtfertigten Zensur.
Was bewirkt die Zensur auf YouTube?
Eine Altersbeschränkung für ein Video kommt schon fast einem Todesurteil für den betroffenen YouTube-Content gleich. Denn das tatsächliche Potenzial eines zensierten Videos wird stark eingeschränkt. Der YouTube-Algorithmus wird ein derartiges Video weniger empfehlen und darunter leidet natürlich die Reichweite eines Kanals.
Hiervon sind aktuell auch einige Kanäle betroffen, die über das Deckbildung-Kartenspiel Balatro berichten. Da dieses Kartenspiel auf einem Pokerdeck mit 52 Karten basiert, hat YouTube beschlossen, entsprechende Videos über das Spiel mit einer Altersbeschränkung zu versehen. Hierüber ärgert sich jetzt der Entwickler von Balatro (jetzt kaufen 33,91 € / 12,59 € ), denn dieses Spiel hat rein gar nichts mit Glücksspiel zu tun. Im Gegensatz zu anderen Spielinhalten, denen auf YouTube bisher keine Beschränkungen auferlegt wurden.
Der Entwickler von Balatro ist stinksauer auf YouTube
"Gut, dass wir Kinder davor schützen, zu erfahren, was ein Vierling in einem Pokerdeck ist und sie stattdessen Videos zum Öffnen von Kisten in Counter Strike ansehen lassen." So äußert sich der Balatro-Entwickler LocalThunk ironisch zu den Altersbeschränkungen für Videos von seinem Kartenspiel. Er bezieht sich mit der Aussage auf die glücksspielähnliche Mini-Ökonomie rund um die Waffen-Skins in Counter Strike, die der Spieler über Belohnungs-Truhen erhält.
Diese Videos sind für jüngere YouTube-Nutzer nach wie vor zugänglich, im Gegensatz zu zahlreichen Balatro-Videos. Der Entwickler und der Besitzer von einem bekannten YouTube-Kanal zu diesem Kartenspiel kritisieren die uneinheitliche Anwendung der neuen Regeln auf Balatro-Inhalte: Nur ein Sechstel der Videos erhielt eine Altersbeschränkung.
Hierin ist wohl eine recht starke Willkür erkennbar, die von der Tatsache, dass die erwähnten Counter-Strike-Videos nach wie vor für alle zugänglich sind, noch untermauert wird. Wo soll das nur hinführen mit YouTube. Natürlich ist es wichtig, junge YouTube-Nutzer vor Glücksspiel und nicht-jugendfreien Inhalten zu schützen. Aber vor einem harmlosen Deckbildung-Spiel?
Quelle: pcgamer.com
