Acht Jahre nach ihrem ersten Auftritt räumten Will Smith und Martin Lawrence erneut im sonnigen Florida auf. Starproduzent Jerry Bruckheimer hatte die Spendierhosen an und ließ Regisseur Michael Bay nahezu freie Hand für eine zünftige Zerstörungsorgie. Heraus kam ein soundgewaltiger Actionfilm, wie man ihn seit Jahren nicht gesehen hat. Ganz klar: DVD des Monats!
Fast alle Filme versinken in Klischees von stereotypen Machohelden, die sich mit "Männerspielzeug" und High-Tech-Kram vergnügen können. Der Erfolg heiligt jedoch die Mittel und wenn wir ehrlich sind, haben wir DVD-Freaks doch fast alle die eine oder andere Bruckheimer-Produktion im Regal stehen und legen diese auch immer wieder mal gerne in den Player.
Im letzten Jahr kam es dann schließlich zur fünften Arbeit des Teams: der nach Aussagen von Bruckheimer schon seit Jahren gewünschten Fortsetzung zu "Bad Boys". Dass das Sequel erst acht Jahre nach Teil 1 zustande kam, lag in erster Linie daran, dass die Beteiligten nahezu ständig anderweitig beschäftigt waren. Zum Glück für alle Actionfreunde hat es doch noch geklappt.
Budget und Marketing verschlangen mit 170 Mio. sogar weit mehr Geld, als Teil 1 überhaupt eingespielt hat. Viel davon ging dabei sicherlich für die Gagen der Hauptdarsteller Will Smith und Martin Lawrence drauf. So was nennt man Inflation. Die ganze Kohle investierte man in eine Story, die zwar nicht unbedingt genial oder ausgefallen neu ist, die es aber trotzdem in sich hat.
Los geht's: Marcus Lowrey (Lawrence) und Mike Burnett (Smith) sind immer noch beim Technical Narcotics Team (TNT), einer paramilitärischen Spezialeinheit zur Drogenbekämpfung der Polizei in Miami. Ihr neuer Job ist äußerst heikel. Weil man im örtlichen Ableger des Ku-Klux-Klan einen Importeur ausländischer Ecstasy-Pillen vermutet, schleusen sich die coolen Cops unter eine nächtliche Versammlung der rassistischen Kapuzenträger. Mike und Marcus stellen die Brüder. Leider reißt der Funkkontakt zum unterstützenden Team ab.
Die Folge: eine mittelschwere Schießerei mit einem Streifschuss von Mike in MarcusŽ Allerwertesten, der im Lauf des Films zu einem amüsanten Running-Gag wird. Das Drogen-Problem jedoch bleibt weiterhin ungelöst. Die Geschäfte mit der Einfuhr höchst gesundheitsschädlicher Pillen aus Holland liegen in den Händen des eiskalten kubanischen Fieslings Hector Tapia (Jordi Molla), der im schmuddeligen Nachtclubbesitzer Alexei (Peter Stormare) einen Gegner findet.
Mike und Marcus nehmen die Schurken ins Visier. Im Laufe ihrer Ermittlungen schleichen sie sich als Kammerjäger getarnt in Tapias Villa und entdecken, dass er die Drogen in Leichen versteckt durch die Gegend schmuggelt. Es kommt zu mehreren spektakulären, äußerst zerstörerischen und tonal herausragenden Verfolgungsjagden und Schießereien, bei denen halb Miami zu Bruch geht. So was nennt man in Hollywood "Eye Candy".
