Da stimmt irgendwas nicht: Wieso sieht das neue Avatar-Spiel denn so cool aus?

Kolumne Daniel Link
Da stimmt irgendwas nicht: Wieso sieht das neue Avatar-Spiel denn so cool aus?
Quelle: Netflix

Das neue Spiel zu Avatar: Der Herr der Elemente hat kein Recht, so cool auszusehen.

In der heutigen Zeit verändert sich alles so schnell, dass man irgendeinen Anker braucht, an dem man sich festhalten kann. Einer dieser Anker war bisher, dass Lizenzspiele meistens ziemlich furchtbar sind. Egal ob Dinge wie Gollum oder die komischen Anime-Fighting-Games zu beliebten Shows wie One Punch Man oder Bleach: Viel Liebe steckt in solchen Projekten meistens nicht.

Diesem Fluch konnte auch die populäre Avatar-Reihe bisher nicht entgehen. Videospiele zu Avatar gibt es tatsächlich eine ganze Wagenladung, die meisten davon kamen jedoch sowohl bei Kritikern als auch bei Nutzern nicht sonderlich gut an.

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Diese Reihe eher mäßiger Avatar-Lizenzspiele könnte aber schon bald endlich unterbrochen werden. Am 2. Juli 2026 wird nämlich Avatar Legends: The Fighting Game veröffentlicht und aus irgendwelchen Gründen sieht das Spiel verdammt gut aus.

Als Lizenzspiel sollte man eigentlich davon ausgehen, dass sein primärer Zweck darin besteht, Fans möglichst effizient das Geld aus der Tasche zu ziehen. Doch jeder neue Trailer, jeder neu vorgestellte Charakter sieht einfach besser aus als der letzte, und so langsam kann ich den Release gar nicht mehr abwarten.

Vor Kurzem wurde etwa der Trailer zu unserem liebsten Prinzen Zuko veröffentlicht und der zeigt meiner Meinung nach perfekt, wie viel Mühe in diesem Spiel tatsächlich steckt. Zuko hat etwa Zugriff auf klassische Feuerbändiger-Moves wie einen "Divekick", der von den Entwicklern liebevoll als die "ehrenhafteste Technik" bezeichnet wird.

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Das ist nicht nur eine liebevolle Referenz auf Zukos gesamten Serien-Arc rund um Ehre und Selbstfindung, sondern auch ein kleiner Vorgeschmack auf all die Controller, die nach Release gegen Wände fliegen werden, weil Zuko in der Luft Kreise um seine Gegner zieht.

Sein Divekick wirkt schon jetzt wie eine der frechsten Varianten, die ich seit Langem in einem Fighting Game gesehen habe - so kann er ihn etwa aus jeder Situation einsetzen und ihn sogar aus anderen Air-Moves heraus cancellen, wodurch selbst Charaktere wie Millia Rage aus Guilty Gear nur neidisch schauen können.

Das Power-Level der einzelnen Charaktere wirkt völlig absurd, aber perfekt auf die Show abgestimmt. Ich könnte das natürlich nie offen zugeben, aber für mich persönlich ist der coolste Charakter bisher sogar Sokka.

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Sein Move-Set besteht zu großen Teilen aus genau dem Nonsens, den man von dem Charakter erwarten würde. So hat er etwa einen richtigen Install, für den er von Suki geküsst wird. Das sind nicht nur Details, die Serien-Fans direkt zu schätzen wissen, sondern auch verdammt coole Moves für ein Fighting Game. Alles an diesem Spiel schreit nach Liebe für das Genre und das Avatar-Franchise.

Hinzu kommen noch Dinge wie die handgezeichneten Animationen, mit denen die visuelle Identität der Serie beibehalten werden soll. Das Ding sieht genauso aus wie die Show, und nebenbei entstehen dadurch so wunderbare Still-Frames wie dieser hier:

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Das Studio veröffentlicht ebenfalls regelmäßig neue Deep Dive-Trailer, in denen sie ausführlich auf die einzelnen Mechaniken und Charaktere eingehen - und bisher scheinen sie wirklich zu verstehen, was ein gutes Fighting Game ausmacht.

Besonders interessant an Avatar Legends: The Fighting Game ist auch, dass es sich nicht um einen Tag-Fighter handelt. Von denen gibt es in diesem Jahr eine ganze Menge - von 2XKO über Invincible VS bis hin zu Marvel Tokon. Hier sticht Avatar Legends angenehm als ein klassischer 1v1-Fighter heraus, was meine Vorfreude auf den Titel nur noch vergrößert.

Den krönenden Abschluss macht dann noch der Preis des Titels. Auf Steam schlägt das Spiel mit 28,99 Euro zu Buche. Ein starker Kontrast zu Spielen wie Marvel Tokon, für die man knapp 70 Euro hinlegen muss. Für den doch recht geringen Preis erhält man neben klassischen Fighting-Game-Modi auch noch eine "immersive Story" sowie einen Arcade-Mode und all den Schnickschnack wie Rollback-Netcode, den man von einem modernen Fighting Game erwarten würde.

Wenn der Launch hier gut abläuft und es keine Probleme mit der Verbindung gibt, kann ich mir gut vorstellen, dass mich das Avatar-Fighting-Game mindestens bis zum Release von Marvel Tokon begleiten wird. Und ganz ehrlich: Allein der Gedanke, dass ausgerechnet ein Avatar-Lizenzspiel gerade wie einer der spannendsten Fighter des Jahres wirkt, ist wohl bereits absurd genug.

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