Attack on Titan 2 im Test: Blutiges Actionspektakel, das die Schwächen seines Vorgängers ausbügelt
Test
Als 2016 Attack on Titan: Wings of Freedom auf den Markt kam, schied das Spiel die Geister. Denn einerseits freuten sich Fans über eine originalgetreue Videospieladaption des Hit-Animes, während der Titel andererseits mit einer Flut an technischen Mängeln zu kämpfen hatte. Macht der Nachfolger alles besser? Wir haben Attack on Titan 2 getestet und verraten euch in unsere Review, was euch erwartet.
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Als 2016 Attack on Titan: Wings of Freedom auf den Markt kam, schied das Spiel die Geister. Denn einerseits freuten sich Fans über eine originalgetreue Videospieladaption des Hit-Animes, während der Titel andererseits mit einer Flut an technischen Mängeln zu kämpfen hatte, die den Spielspaß ordentlich dämpften. Zwei Jahre später beweist Entwicklerstudio Omega Force allerdings, dass es aus den Fehlern des ersten Teils gelernt hat und liefert mit Attack on Titan 2 (jetzt kaufen ) eine Fortsetzung, die sich sehen lassen kann.
Attack on Titan 2: David gegen Goliath
Storytechnisch deckt der Titel die ersten beiden Staffeln des beliebten Animes ab. Im Gegensatz zu Wings of Freedom übernehmt ihr aber nicht die
Quelle: Koei Tecmo
Wirbelwind: Weicht ihr einem Angriff zum richtigen Zeitpunkt aus, aktiviert ihr den Hakenstoßkonter, bei dem ihr eure Feinde zerstückelt.
Kontrolle über den damaligen Protagonisten Eren Jäger, sondern schlüpft in die Rolle eines unbekannten Kadetten. Den erstellt ihr in einem Charaktereditor, der euch euren Helden bis ins kleinste Detail personalisieren lässt. Verzichten müsst ihr auf Eren und Co. aber nicht. Vielmehr schließt sich euer Kadett der 104. Trainingseinheit an, in der sich auch die Charaktere der Serie tummeln. So wird er glaubwürdig in die sich entfaltende Geschichte eingearbeitet. In 27 Einsätzen verteidigt ihr fortan die Mauern der letzten Bastion der Menschheit vor den gefräßigen Riesen und versucht zugleich, die Geheimnisse um die mächtigen Titanen zu lösen.
Attack on Titan 2: Spider-Man lässt grüßen
Erneut zieht ihr mit dem gasbetriebenen 3D-Manöver-Apparat ausgestattet ins Feld. Er erlaubt es euch, mit zwei Eisendrähten durch die Gegend zu schwingen, ähnlich Marvels beliebtem Spinnenhelden Spider-Man. Dabei verankert ihr euch an allerlei Umgebungsobjekten, während ihr rasend schnell durch die Luft jagt. Eine Angelegenheit, die auch nach Stunden nicht langweilig wird. Habt ihr einen der titelgebenden Titanen erreicht, gilt es, ihm den Garaus zu machen, indem ihr mit euren Klingen in einer Fontäne aus Blut seinen Nackenmuskel durchtrennt. Seht ihr euch einem sogenannten Abnormen gegenüber, wird die Sache eine Nummer schwieriger, da ihr ihm erst einige Gliedmaßen abtrennen müsst, bevor ihr ihn ins Jenseits befördern könnt.
Die Titanen sind dabei alles andere als hilflos, was vor allem daran liegt, dass deutlich an ihrer KI geschraubt wurde. So rennen und springen euch die Riesen gezielt hinterher und aktivieren den Gefahrenmodus, wenn sie euch lange genug im Blick haben. In ihm wird eure Umgebung in ein tristes Grau getaucht, während der Titan - nun stärker und schneller - eine nervenaufreibende Jagd auf euch eröffnet. Leider trefft ihr gelegentlich auch auf weniger intelligente Vertreter, die gerne an Mauern hängen bleiben und hilflos umherzucken.
Attack on Titan 2: Mit Teamwork zum Sieg
Während der diversen Eskort-, Verteidigungs-, Kill- und Fangmissionen gehen um euch herum die Häuser haufenweise zu Bruch, was es euch erschwert, mit der 3D-Manöver-Ausrüstung voranzukommen. Glücklicherweise steht euch ein nützliches Pferd zur Seite, das für einige
Quelle: Koei Tecmo
Hat euch ein Titan erst einmal im Auge, müsst ihr schnell reagieren, um nicht als sein nächstes Mittagessen zu enden.
atemberaubende Momente sorgt. So könnt ihr im vollen Galopp von eurem treuen Reittier abspringen, um einen Titanen herumschwingen und ihn ausschalten, bevor ihr wieder auf euer Pferd aufsteigt. Zusätzlich könnt ihr eine Vielzahl nützlicher Basen auf dem Schlachtfeld errichten, wie etwa einen automatischen Geschützturm oder Stationen, die eure Vorräte wieder auffüllen.
Unterstützt werdet ihr außerdem von bis zu vier kompetenten KI-Verbündeten, mit denen ihr hilfreiche und optisch ansprechend Teamattacken ausführt. Wer will, kann die Story auch per Online-Funktion mit Freunden bewältigen oder gemeinsam auf eine der vielen Aufklärungsmissionen gehen, die ihr neben eurem eigenen Helden auch mit einem der 37 Charaktere der Serie bestreiten könnt. Dabei kommt ordentlich Spaß auf, wenn ihr die Titanen mit Teamwork zu Fall bringt.
Abseits der Schlachtfelder bewegt ihr euch frei durch die diversen Bezirke hinter den sicheren Mauern. Hier baut und verstärkt ihr mit erbeuteten Materialien allerlei Waffen und legt euch neue Pferde zu. Nebenbei vertieft ihr eure Freundschaften in interessanten Events mit unzähligen Personen und schaltet dadurch hilfreiche Skills frei. Dabei motiviert die Jagd nach neuen Fähigkeiten ungemein, da ihr euch durch einige davon sogar die Kontrolle über mächtige Titanen aneignen könnt.
Attack on Titan 2: Anime zum Selberspielen
Inszeniert wird das ganze Abenteuer in einem hübschen Cel-Shading-Look, der gemeinsam mit den Originalsynchronsprechern des Animes vor allem für Fans der Serie keine Wünsche offenlassen dürfte. Eine deutsche Tonspur wäre trotzdem wünschenswert gewesen, da ihr vor allem in hektischen Kämpfen keine Zeit habt, die Untertitel zu lesen, wenn ihr nicht als Titanenfutter enden wollt. Optisch ist der Titel vor allem in den letzten Storymissionen ein Augenschmaus, wenngleich der positive Eindruck des Öfteren von unschönen Pop-ups getrübt wird. Die Kameraprobleme, die den ersten Teil plagten, sind glücklicherweise größtenteils beseitigt worden und erlauben euch frustfreie Luftakrobatik, auch wenn euch eng beieinanderstehende Titanen gelegentlich die Sicht nehmen. Insgesamt ist Attack on Titan 2 aber ein Actiontitel, der nicht nur für Fans der Serie einen Blick wert ist.
