Atomic Bomberman

Special

Singleplayer? Sowas braucht hier kein Mensch. Stattdessen versuchen bis zu zehn menschliche Spieler, sich auf engstem Raum in kurzweiligen Multiplayer-Duellen gegenseitig in die Luft zu sprengen.

Modernste Grafik, intensive Soundkulisse, mitreißende Story -- das alles hat Atomic Bomberman nicht, und trotzdem begeistert es unsere Redakteure momentan mehr als aktuelle Testmuster. Warum? Weil es trotz des simplen Spielprinzips im Multiplayer-Modus für Spannung, Adrenalinschübe, laute Fluch- und Jubelschreie sowie jede Menge Spaß sorgt. Als Spielfeld dient eine rechteckige, Bildschirm füllende Fläche, die anfangs mit festen und sprengbaren Blöcken gefüllt ist. Die Spieler legen Bomben daneben und sprengen sich so den Weg durch die Karte -- und schließlich sich gegenseitig in die Luft. Wer übrig bleibt, gewinnt (also praktisch ein Deathmatch). Jagen sich die letzten Duellanten gleichzeitig hoch, endet das Spiel unentschieden.

Langer Strahl und Durchfall

In den gesprengten Blöcken finden Sie oft Power-Ups. Die erlauben beispielsweise, mehrere Bomben zu legen, verlängern den Explosionsstrahl oder lassen Sie Bomben per Tritt beziehungsweise Wurf bewegen. Das ermöglicht natürlich unterschiedliche Taktiken, und je mehr Power-Ups die Spieler besitzen, desto gefährlicher und aufregender wird das Geschehen.

Die mächtigen Verbesserungen kön- nen Ihnen aber schnell zum Verhängnis werden, wenn Sie versehentlich ein Totenkopf-Symbol aufsammeln und sich damit eine zufällige Krankheit einfangen. Bei »Durchfall« etwa verlieren die Spielfiguren unkontrolliert ihre Sprengladungen.

Zehn kleine Spielerlein ...

Der Mehrspieler-Modus unterstützt im Netzwerk bis zu zehn Spieler, läuft aber nur über das veraltete IPX-Protokoll (siehe Kasten). Selbst an einem PC können vier Leute um die Wette bomben, wobei sich zwei die Tastatur teilen und zwei weitere mit Joystick oder Gamepad steuern -- unser Tipp für Ihre nächste Party, zumal die Spieler auch Teams bilden können!

Am besten stellen Sie auf dem Server ein, dass das Programm die Karten zufällig wählt. Grundsätzlich unterscheiden sich die Level zwar nur grafisch -- etwa Wald, Müllplatz oder Friedhof. Allerdings gibt's mitunter zusätzliche Funktionen, etwa Sprungfedern, Förderbänder oder Wurmlöcher. Das sorgt für noch mehr Abwechslung, auch wenn Glück oft wichtiger ist als Geschick und Timing. Das macht aber gar nichts, denn die Schadenfreude über den Kollegen, der sich gerade selbst gesprengt hat, wiegt gelegentliche Frustmomente wieder auf.

Georg Valtin

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk