Assassin's Creed Valhalla: Wie frech ist der Echtgeld-Shop wirklich?

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Assassin's Creed Valhalla: Wie frech ist der Echtgeld-Shop wirklich?
Quelle: Ubisoft

Neues Ubisoft-Spiel, neuer Echtgeld-Shop - der heißt in Assassin's Creed wieder einmal Animus Shop und lässt uns mit hart verdienten Moneten allerlei Ingame-Items, Skins und "Zeitersparer" kaufen, also Ressourcen-Pakete, geschnürt, damit man beim Assassin's-Creed-Spielen möglichst wenig Assassin's Creed spielen muss. Wie frech der Echtgeld-Shop in Assassin's Creed Valhalla ist, erklären wir in Text plus Video.

Woran denkt man sofort, wenn man an Assassinen und Wikinger denkt? Richtig - an Ingame-Shops, in denen man Echtgeld gegen eine fiktionale Währung namens Helix-Points eintauschen und sich damit allerlei halbgare Skins und "Zeitersparer" kaufen kann. Der ungeliebte Animus-Shop ist in Assassin's Creed seit geraumer Zeit fester Bestandteil, außerdem unter anderen Namen auch in anderen Ubisoft-Titeln und auch in Valhalla wieder mit dabei.

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Wir dröseln ihn auf und erklären, ob absichtlich nerviges Gamedesign den Spielspaß schmälert, um die Leute zum Geldausgeben zu drängen.

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Helix-Points

Wie viel Geld kann man ausgeben? Nun, durchaus viel: Zwischen 4,99 und 49,99 Euro muss man löhnen, um zwischen 500 und 6600 Helix Points zu erhalten. Im Spiel selbst erhält man nur sehr geringe Mengen der Währung, gerade mal genug, um ein, zwei Kleinigkeiten im Shop zu erstehen.

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Season Pass

Der Shop teilt sich auf in mehrere Bereiche. Unter "Add-ons" findet man unter anderem den Season Pass, darin enthalten sind die Questreihe "Die Legende von Beowulf", Ausrüstung, Siedlungs-Gegenstände, Schiffsdeko und Runen für die Waffen. Allerdings, hier kann man nicht direkt Helix Points ausgeben, sondern wird auf den Systemhersteller-Store verwiesen. Stolze 40 Euro kostet das Ding und wird in Zukunft um zwei große DLCs erweitert.

Ingame-Items

Unter "Eigentum" finden sich diverse Designs fürs Schiff, außerdem Gallionsfiguren und Heckschmuck. Hier könnt ihr auch Bäume für euer Dorf kaufen und diverse Schmuckgegenstände, die ihr in der Siedlung aufstellen könnt. Der Punkt "Charakter" enthält diverse Kostüme und zusätzlich exklusive Tatoos, die es im Spiel selbst nicht zu finden gibt. Unter "Waffen" findet sich genau das: einhändige und beidhändige Exemplare, Fernkampf-Waffen und Schilde. "Begleiter" umfasst Skins für unseren Adler und unser Pferd.

"Hilfsmittel" ist wieder einmal der wohl fragwürdigste Unterpunkt im Shop. Hier gibt es "Zeitersparer" zu kaufen, etwa die eigentliche Ingame-Währung Silber in verschiedenen Mengen, Herstellungsmaterialien für unsere Waffen- und Ausrüstungsupgrades und unterschiedlichste Karten, welche allerlei Items auf der Map aufdecken. "Pakete" zuletzt fasst in mehreren Bundles entweder je einen Ausrüstungssatz, eine Waffe, einen Schild, ein Reittier und einen Raben, die Einzelteile eines Schiffssets, je einen Baum plus vier Dorf-Dekostücke, oder je mehrere Tatoos zusammen.

Einordnung

Wie frech ist nun der Shop? Nun, zumindest bezogen auf die Hilfsmittel weniger, als er in Origins und vor allem Odyssey war. Valhalla erfordert kaum Erfahrungs-Grinding und ist so aufgebaut, dass das Erkunden der Welt tatsächlich Spaß macht. Trotzdem ist es ganz schön wagemutig, für das komplette Aufdecken aller Icons insgesamt 2350 Helix Points zu verlangen, also ganze 20 Euro. Will man von jedem Verbrauchsgegenstand einmal das größte Paket haben, sind dafür durch die seltsamen Helix-Point-Paketgrößen mindestens 30 Euro notwendig.

Bei den Skins und anderen Ingame-Goodies kann man Ubisoft zugutehalten, dass spannende Exemplare wie die Kostüm Bayeks aus Origins oder der Vogel-Skin zu Senu, ebenfalls aus Origins, per Uplay-Konto erstanden werden können. Also kein Geldausgeben, aber Uplay-Zwang - bei dem Dienst muss man sich übrigens ohnehin zwingend anmelden, um Valhalla spielen zu können. Hängt nur peripher damit zusammen, aber es wird übrigens auch eine durchgehende Online-Anbindung vorausgesetzt. In einem Singleplayer-Abenteuer, warum auch immer.

Jedenfalls, der günstigste Weg, um an alle Gegenstände zu gelangen, sind die Pakete. Wobei "günstig" hier sehr euphemistisch gemeint ist, denn insgesamt gilt es hier dann trotzdem 10000 Helix Points zu löhnen. Allergünstigstenfalls kommt man hier mit 85 Euro weg und hat dann noch einige sinnlose Helix-Überbleibsel am Konto liegen.

Fazit

Zusammengefasst: Zusätzlich zum Kaufpreis des Spiels, in der Standard-Fassung 70 Euro, kann man 40 Euro für den Season Pass löhnen, 20 Euro für Helferlein, mehr, wenn einem die Ressourcen nicht reichen, plus unfassbare 80 Euro für Ingame-Inhalte. Das sind 210 Euro, die man hier versenken kann. Ob einem die Inhalte das wert ist, ist wohl Ansichtssache. Bezüglich der Tatsache, dass solche Echtgeld-Shops in Vollpreis-Spielen eigentlich nichts zu suchen haben, kann man sich aber wohl einig sein. Das ändert aber nichts daran, dass Assassin's Creed Valhalla (jetzt kaufen / 53,99 € ) ein tolles Spiel ist. Warum, erklären wir in unserem Test. Wie steht ihr zum Animus-Shop, findet ihr ihn okay oder lehnt ihr ihn ab?

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