Ihr habt Assassin's Creed durchgespielt und seid verwirrt vom kryptischen Ende? Wir bringen Licht ins Dunkel! In diesem Special gehen wir einigen bekannten und weniger bekannten Geheimnissen des ersten Teils der Assassinen-Reihe auf den Grund.
Der heilige Gral
Laut christlicher Mythologie war der Heilige Gral ein Gefäß, das Jesus Christus beim letzten Abendmahl herumreichte. Dem Gral werden mystische Kräfte nachgesagt. So soll beispielsweise derjenige, der den Gral findet und aus ihm trinkt, Unsterblichkeit erlangen. Abstergo geht aber davon aus, dass sämtliche Objekte aus der christlichen Mythologie, mit Ausnahme des Edensplitters, reine Fiktion sind.
Die Mitchel-Hedges-Kommunikatoren
Quelle: PC Games
Einige Zahlenkombinationen, Bilder und Sätze in Assassin's Creed spielen nicht nur auf die Maya-Kultur an, sondern waren auch Hinweise auf weitere Teile der Reihe.
Bei diesen Kommunikatoren handelt es sich eigentlich um aus Kristall gefertigte Menschenschädel, teilweise in Originalgröße. Diese sind angeblich Relikte südamerikanischer Hochkulturen (Inka oder Maya), die eine Person mit der Fähigkeit ausstatten, psychisch mit anderen Schädelbesitzern zu kommunizieren. Der Name geht auf einen Wissenschaftler namens Mitchel Hedges zurück, dessen Adoptivtochter einen solchen Schädel bei einer Ausgrabung fand. Manche Quellen behaupten, dass Mitchel Hedges den Schädel 1943 gänzlich unspektakulär für 400 Pfund von Sotheby's-Vorbesitzer Sidney Burney ersteigerte. Laut E-Mail funktionieren diese Schädel tatsächlich.
Wer steckt hinter Abstergo?
Abstergo sind moderne Templer, die die Suche nach dem beziehungsweise den Edensplitter(n) fortsetzen. Den Beginn eines neuen Zeitalters, so wie ihn die Maya vorausgesagt haben, wollen sie selber durch einen Raketenstart und die Manipulierung der Menschheit einläuten. Deswegen wird Desmond auch gefangen gehalten – in seinen Erinnerungen beziehungsweise denen von Altaïr verstecken sich Hinweise auf die Aufenthaltsorte der begehrten Artefakte. Die eben beschriebenen Phänomene sind in diese Verschwörung eingebunden, wurden sogar durch sie verursacht. Templer wie Assassinen sind aber Meister der Täuschung und haben die Geschichtsschreibung absichtlich manipuliert, damit ihnen niemand auf die Schliche kommt.
Lucy steht in diesem Komplott auf der Seite der Assassinen. Achtet auf ihre Hände: Am Ende des Spiels zieht sie ihren Ringfinger ein. Auch Altaïr hält seine Hände so – das Erkennungszeichen der Assassinen. Lucy steht also insgeheim auf eurer Seite und versucht, Desmond heil aus der Sache herauszubekommen. Achtet außerdem auf die vermeintliche Spam-Mail in ihrem Posteingang. Wenn ihr nur die groß geschriebenen Buchstaben lest, wird eine Nachricht ihrer Assassinen-Freunde deutlich. Lucy ist für die Schießerei am Ende verantwortlich, weil sie nach Hilfe gerufen hat! Ihre gesamte schulische Laufbahn war ein meisterhaft erdachter Plan, um Lucy bei Abstergo einzuschleusen.
Was bedeuten die Symbole an den Wänden des Labors?
Quelle: PC Games
Einige Zahlenkombinationen, Bilder und Sätze in Assassin's Creed spielen nicht nur auf die Maya-Kultur an, sondern waren auch Hinweise auf weitere Teile der Reihe.
In Vidics E-Mail-Postfach finden sich Briefe, in denen von einem Phänomen die Rede ist, bei dem Teile der genetischen Erinnerung eines Ahnen auf den Nachfahren abfärben. Durch seine Zeit im Animus erhält Desmond so am Ende des Spiels Altaïrs Adleraugen-Fähigkeit. Sobald Lucy und Dr. Vidic nach der letzten Mission das Labor verlassen haben, drückt ihr die Taste, mit der ihr auch in den Altaïr-Missionen die Adleraugen aktiviert habt. Ihr seht auf den Boden und an die Wände geschmierte Bilder, Hieroglyphen und Zahlenkombinationen. Diese sind zum Teil Hinweise auf das Ende der Welt, wie es in verschiedenen Religionen geschildert oder vorhergesehen wird, zum Teil aber auch Hinweise auf Inhalte folgender Assassin's Creed-Teile.
Text in dreieckiger Form
Dieser hebräische Text bedeutet übersetzt so viel wie: "Sie haben meine Seele ausgesaugt und zu ihrer gemacht. Ich saugte meinen Körper aus, um dir zu zeigen, was ich sah." Eine Nachricht, die sozusagen als Einleitung für all die kryptischen Texte und Zahlenkombinationen dient. Das Opfer, das vor euch in den Animus gezwungen wurde, hat all diese Nachrichten mit seinem eigenen Blut geschrieben (es saugte seinen Körper aus). Die Prozedur im Animus verstand das Opfer als einen Prozess des Aussaugens seiner Seele durch Abstergo. Die Templer bemächtigten sich der Seele ihres Opfers, um an die gewünschten Informationen zu kommen.
Text in viereckiger Form
Quelle: PC Games
Einige Zahlenkombinationen, Bilder und Sätze in Assassin's Creed spielen nicht nur auf die Maya-Kultur an, sondern waren auch Hinweise auf weitere Teile der Reihe.
in weiterer hebräischer Text. Übersetzung: "Artefakte werden gen Himmel geschickt, um alle Nationen zu beherrschen, um uns einem verborgenen Kreuzzug zu unterwerfen. Hilf ihnen nicht." Abstergo plant, die gesuchten Artefakte mit einer Rakete (in einer von Vidics E-Mails ist von einem Raketenstart die Rede) in den Weltraum zu schießen, um so die gesamte Menschheit einer Gehirnwäsche zu unterziehen. In Altaïrs Geschichte erfahrt ihr hautnah, dass der Edensplitter dazu benutzt werden kann, Menschen ihres Willens zu berauben und sie zu kontrollieren. Man kann sie Dinge sehen lassen, die gar nicht geschehen – Al Mualim spricht davon, dass zum Beispiel das Rote Meer nie von Moses geteilt wurde. Wie bei den meisten Geschehnissen der christlichen Mythologie handelte es sich lediglich um eine Art optische Täuschung, verursacht durch den Edensplitter. Abstergo will das Artefakt für eigene Zwecke missbrauchen.
Zahlenkombination 12212012
Hierbei handelt es sich um das Datum 21. Dezember 2012. Nach dem Maya-Kalender markiert dieser Tag das Ende der uns bekannten Welt. Der von Abstergo geplante Raketenstart soll an diesem Tag durchgeführt werden.
Zahlenkombination 13.0.0.0.0.
Steht in direkter Verbindung mit dem 21. Dezember 2012. Es ist die Schreibweise für das 13. "Baktun", das an diesem Tag anbricht. Ein Baktun, eine Zähleinheit des Maya-Kalenders, besteht aus 144.000 Tagen. In Assassin's Creed wird es aber auch analog zum Begriff des Zeitalters gebraucht.
Die Tierbilder
In diesem Artikel
Hierbei handelt es sich um die sogenannten Nazca-Linien, Scharrbilder in der Wüste bei Nazca in Peru. In den Wüstenboden sind teilweise nur wenige Zentimeter tiefe Linien von bis zu 20 Kilometern Länge eingeritzt. Erst aus der Luft erkennt man Tierbilder und geometrische Formen. Es gibt viele Theorien über Herkunft und Bedeutung dieser Linien, doch keine gilt als gesichert. In Assassin's Creed sind sie ein weiterer Hinweis auf die Maya-Kultur.
