Assassin's Creed: Odyssey in der gamescom-Hands-on-Vorschau: Beinhartes Griechenland - Jetzt mit Preview-Video
Special 53,99 €
Im Rahmen der gamescom 2018 in Köln statteten wir natürlich auch Ubisoft einen Besuch ab. Am Stand des französischen Herstellers durften wir ganze eineinhalb Stunden Assassin's Creed: Odyssey anzocken und kamen dabei gehörig ins Schwitzen. Unsere Eindrücke zum Spiel für PC, PS4 und Xbox One lest ihr in diesem Vorschau-Artikel.
Auf dieser Seite
Bereits auf der diesjährigen E3 durften wir das kommende Assassin's Creed Odyssey (jetzt kaufen / 53,99 € ) ausführlich spielen, doch Publisher Ubisoft hatte auch für die gamescom 2018 in Köln eine neue und verdammt große Demo im Gepäck. Hierbei durften wir zwischen den beiden spielbaren Protagonisten Alexios und Kassandra wählen und starteten einen ziemlich weit fortgeschrittenen Spielstand, in dem unser Held oder - wie in unserem Fall - unsere Heldin bereits Level 50 erreicht hat und auf dementsprechend gut ausgerüstete und starke Feinde trifft.
Assassin's Creed Odyssey Vorschau: Kampf mit Tücken
Da unser Missionsanzeiger über einem nahen Berg hängt, klettern wir schnell hoch und erleben, wie Soldaten eine wimmernde Frau bedrohen. Das können wir natürlich nicht zulassen und ziehen unser Schwert. Das Kampfsystem steuert sich genauso wie im Vorgänger Origins, sprich: sowohl bei der Tastenbelegung als auch in der Ausführung der Gefechte orientiert man sich ein wenig an Dark Souls. Mit R2/RT schlagt ihr mit der Nahkampfwaffe zu, mit L2/LT zückt ihr den Bogen, mit Quadrat/X weicht ihr aus, mit beiden rechten Schultertasten zusammen führt ihr eine verheerende Spezialattacke aus und mit L1/LB blockt ihr gegnerische Angriffe. Zudem öffnet ihr mit gedrückter L1-/LB-Taste ein Menü, in dem ihr aus vier zuvor ausgewählten Fähigkeiten, wie Heilung oder einer Schildbrechenden Aktion wählen dürft.
Quelle: Ubisoft
Assassin's Creed Odyssey in der gamescom-Vorschau. (7)
In unserer Demo verwenden wir vor allem die Heil-Option, denn Odyssey ist bockschwer. Allein dieses erste Gefecht müssen wir dreimal spielen, da uns die Gegner ordentlich den Hintern versohlen. Dies hat mehrere Gründe: So ist die KI ein wenig aggressiver und durchschlagskräftiger als in Origins und die Kampfaktionen funktionieren nicht immer. Da das Spiel oftmals partout nicht unseren Befehl, einen Gegner fest anzuvisieren, ausführen möchte, klappt das rechtzeitige Blocken und Kontern nur selten. Zudem tauchen auch noch weitere Bogenschützen und ein feindlicher Held auf. Wir weichen also stattdessen mehr aus und treten zwischendurch die Flucht an, um kurz Abstand zur Gegnergruppe zu bekommen. Dennoch bleibt Odyssey stets richtig knackig. Ein Branchenkollege fragte uns nach dem Spielen der Demo sogar "Sag mal, war ich so schlecht oder war das tatsächlich so schwer?" Puh, es ging also nicht nur uns so.
Als wir die Feinde schließlich besiegt haben, erzählt uns die völlig aufgelöste Frau, die wir beschützten, dass ihre heimliche Geliebte in einem verfluchten Wald von einem Monster entführt wurde. Hier werden wir natürlich neugierig und lassen uns von der Dame dorthin führen. Tatsächlich scheint mit diesem Waldstück etwas nicht in Ordnung zu sein, denn ein dichter Nebel zieht durch den Forst und überall stehen seltsam lebensechte Statuen von Menschen. Das Versteck des angeblichen Ungetüms entpuppt sich schließlich als eine Art verborgener, in den Fels geschlagener Tempel, dessen Tür jedoch versperrt ist. Unsere Führerin fleht uns schließlich in einem furchtbar kitschigen Dialog an, entweder einen Söldner zu finden, der nach eigener Behauptung schon mal gegen das Monster gekämpft hat, oder den Schlüssel aus einem feindlichen Dorf zu stehlen, da dieser dort als Artefakt verehrt wird. Wir entscheiden uns für Letzteres, wählen per Schnellreise unser Schiff aus und segeln zur Insel, auf der sich unser Zielort befindet. Nun, zumindest war das unser eigentlicher Plan.
Assassin's Creed Odyssey Vorschau: Kampf auf hoher See und im Monsternest
Denn auf dem Weg zur insel entdecken wir feindliche Schiffe und wollen das natürlich dazu nutzen, um die Seeschlachten auszuprobieren. Diese steuern sich recht typisch, Wir versuchen also die feindlichen Schiffe auszumanövrieren, rammen sie mit vollem Tempo und richten uns seitlich zu ihnen aus, um gezielt unsere Bogenschützen angreifen zu lassen. Nach hartem Kampf haben die Feinde ordentlich Schlagseite und wir entschließen uns, an Bord zu gehen, um dort die verbliebenen Soldaten zu beseitigen. Doof nur, dass unsere gut bewaffnete Crew sich keinen Millimeter auf das feindliche Schiff bewegt und uns nur zujubelt statt uns im Kampf zu unterstützen. Somit müssen wir uns alleine sechs Feinden stellen. Toll. Auf unsere Nachfrage, warum uns die Crew nicht hilft, erhalten wir die unbefriedigende Antwort, dass sie doch helfe, indem sie uns anfeuert. Nun ja.
Quelle: Ubisoft
Assassin's Creed Odyssey in der gamescom-Vorschau. (6)
Die Schiffsschlacht und der intensive Kampf an Bord sowie weitere Gefechte haben sich so lange hingezogen, dass wir erst zwanzig Minuten vor dem Ende unseres Termins an unserer Ziel-Insel anlegen. Da man uns aber unbedingt noch den Bosskampf der Demo zeigen möchte, überspringen die Entwickler bei uns den Part des Schlüsselstehlens und setzen uns direkt vor der Behausung des angeblichen Monsters ab. Diesmal allerdings als Alexios mit denselben Fähigkeiten. Die zuvor von uns gerettete Dame hat dort die ganze Zeit ausgeharrt und sprintet nun auf der verzweifelten Suche nach ihrer Liebsten in den verfallenen Tempel, wo auch wieder Statuen von Menschen stehen. Wer sich so ein ganz kleines bisschen in griechischer Mythologie auskennt, ahnt schon, dass es sich bei dem Monster um die Medusa handelt, die ihre Opfer mit ihrem Blick zu Stein verwandelt hat.
So kommt es dann auch und wir stellen uns zum Kampf. Wir weichen stets dem Blick der Medusa aus und verstecken uns hinter Steinsäulen. Zudem hechten wir von Deckung zu Deckung, da uns die Dame mit Vorliebe für Schlangen auf der Kopfhaut auch noch mit Steinstrahlen von oben malträtiert. Unsere Versuche, ihr im Nahkampf Schaden zuzufügen sind nicht sonderlich ergiebig und sorgen nur dafür, dass wir verheerende Spezialattacken kassieren.
Quelle: Ubisoft
Assassin's Creed Odyssey in der gamescom-Vorschau. (1)
Wir müssen unsere Angriffe also genau timen und dürfen uns der Medusa nur nähern, wenn wir selbst eine Spezial-Kombo mit den rechten beiden Schultertasten ausführen können. Um die dafür nötige Leiste zu füllen, müssen wir aber natürlich Gegner ins Jenseits schicken oder die steinerne Lady platziert treffen. Wir bleiben also weiter in Bewegung, weichen ihren Attacken aus und ziehen im rechten Moment unseren Bogen, um dem Ungetüm ein paar Pfeile zwischen die Augen zu schießen. Zudem erweckt die Medusa immer wieder steinerne Krieger zum Leben, die uns angreifen. Das ist zwar gut, da wir so unsere Leiste für die Spezialkombo füllen können, allerdings nimmt uns die fiese Schlangenfrau während den Scharmützeln mit den Steinkriegern weiter unter Beschuss. Erwischt uns ihr Strahl werden wir langsam zu Stein, unsere Bewegungen werden langsamer und wir können den Attacken ihrer Kämpfer schlechter ausweichen. Der Bosskampf ist unglaublich packend, intensiv und geht verdammt lange. Als wir der Medusa endlich zum letzten Mal unser Schwert in den Hals rammen, fühlt sich das unglaublich befriedigend an. Nach diesem heftigen Fight kann man kaum glauben, dass die Assassin's Creed-Serie lange Jahre für zwar toll inszenierte, aber eben auch äußerst anspruchslose Action stand.
