As Dusk Falls im Test:Warum das Story-Adventure spaltet - Gameplay & Grafik!

Test Maci Naeem Cheema
As Dusk Falls im Test:Warum das Story-Adventure spaltet - Gameplay & Grafik!
Quelle: INTERIOR/NIGHT I Xbox Game Studios

Auf Seite 2 fokussieren wir uns auf das minimalistische Gameplay von As Dusk Falls und präsentieren den originellen, aber sehr gewöhnungsbedürftigen Grafikstil, für den man sich beim Londoner Studio entschieden hat.

Während einzelne Entscheidungen nämlich pro Stimme an Wahrscheinlichkeit gewinnen und daraufhin anhand der Optionen zufällig gewählt werden, so müssen große Schicksalsentscheidungen zuallererst eine Mehrheit erreichen - und das kann schon mal hitzig werden. Die Beine in die Hand nehmen und flüchten, oder den offenen Kampf suchen? Jemanden erschießen, oder laufen lassen und somit größere Gefahren aufgrund unserer Moral zulassen? Anders als ein Großteil der Quantic-Dream-Spiele setzt man bei As Dusk Falls auf Realismus. Übernatürliche Kräfte, Sci-Fi-Elemente oder Ähnliches bleiben außen vor, dafür gibt es eine packende und verzwickte Story mitten aus dem Leben gegriffen, die sich anfühlt wie eine wirklich gute TV-Serie im Miniformat. Ganz besonders, je weiter man voranschreitet. Zu Beginn benötigt As Dusk Falls nämlich noch etwas, um ins Rollen zu kommen, gerade die zweite Hälfte reißt dafür aber wirklich mit.

Das liegt primär daran, dass uns die vielen Charaktere richtig ans Herz wachsen. Ob es der schüchterne Jay ist, der von seiner Familie von einem Fiasko ins Nächste gejagt wird, der mürrische Großvater Jim, der einige Schatten der Vergangenheit mit sich herumträgt, oder einer der diversen Nebencharaktere. Mit jeder neuen Person werden weitere spannende Themen in den Handlungsbogen gestrickt oder bereits bestehende Situationen intensiviert.
<strong>Lost in the woods:</strong> Der Junge Ash, der mit einer blühenden Fantasie ausgestattet wurde, ist ebenso ein wichtiger Teil des Main-Casts. Anders als Jay, Vince und Zoe bekommt er aber weitaus weniger Bühne. Aber ist er deshalb weniger relevant? Hm. Quelle: INTERIOR/NIGHT I Xbox Game Studios Lost in the woods: Der Junge Ash, der mit einer blühenden Fantasie ausgestattet wurde, ist ebenso ein wichtiger Teil des Main-Casts. Anders als Jay, Vince und Zoe bekommt er aber weitaus weniger Bühne. Aber ist er deshalb weniger relevant? Hm. Kaum ein Charakter ist klar gut oder böse, daher werden auch unterschiedliche Mitspieler mit unterschiedlichen Charakteren sympathisieren - wieder ein Pluspunkt für den Multiplayer-Aspekt von As Dusk Falls. Am Ende ist es aber egal, ob man gemeinsam oder mit Freunden die Reise in die nordamerikanische Provinz antritt, faszinierend und großartig geschrieben sowie präsentiert ist sie allemal. 

Gameplay: Wenig Abwechslung, kaum Kreativität

Ein Problem, das As Dusk Falls mit sich herumschleppt, ist, dass es recht wenig Gameplay aufzuweisen hat. Ein gutes Stück weniger, als das bei Konkurrenten wie etwa den Abenteuern aus dem Hause Quantic Dream der Fall ist. Die Interaktivität abseits der Entscheidungsfindung beschränkt sich meist auf simples Button-Mashing oder Quick-Time-Events. Wer auf kreative, spielerische Momente hofft, der wird enttäuscht. Es gibt keine Rätsel, keine Fundgegenstände, kein Inventar oder andere Formen von tiefergehenden Gameplay-Strukturen. 
Was uns gut gefallen hat: Nach jedem Kapitel werden uns interessante Daten zum Spielstil angezeigt, beispielsweise ob wir sehr familienbewusst sind, zu schnellen Entscheidungen tendieren, oft nachgeben und so weiter. Sonderlich viel Einblick bekommt man aber leider auch nicht, da wäre schon mehr drin gewesen.

Herausforderungen, die nicht moralischer Natur sind, gibt es ebenso keine. Höchstens die, dass man den Controller nicht in der falschen Situation auf die Seite legt. Das ist zwar kein gravierendes Problem, das den Spielspaß einschränken würde, aber durchaus verschenktes Potenzial - ganz besonders, wen man bedenkt, wie stark die Erzählung ist. Hätte man sich in diesem Bereich mehr getraut und sich weiter von Genre-Nachbarn und festgesetzten Normen wegbewegt, so wäre möglicherweise eine bedeutend faszinierende Erfahrung drinnen gewesen. Meisterwerke wie What Remains of Edith Finch zeigen, was dabei rumkommen kann, wenn sich Geschichte und Gameplay tatsächlich die Hand geben. Am Ende ist As Dusk Falls dennoch ein tolles Spiel geworden. Wer jedoch ins Stolpern kommen könnte, sind Leute, <strong>As Dusk Falls im Test:</strong> Quantic Dream trifft Xbox - Story-Hit &amp; Multiplayer-Spaß! (2) Quelle: INTERIOR/NIGHT I Xbox Game Studios As Dusk Falls im Test: Quantic Dream trifft Xbox - Story-Hit & Multiplayer-Spaß! (2) die mit dem speziellen und originellen Grafikstil nicht so richtig warm werden. Der ist nämlich ganz besonders eines: gewöhnungsbedürftig.

Artstyle: originell, eigenartig und gewöhnungsbedürftig

As Dusk Falls setzt auf Stop-Motion-Animationen, die zwar wie handgezeichnet wirken, dabei aber auch stark auf Realismus setzen. Das erzeugt in manchen Szenen einen wirklich tollen Effekt, der sich angenehm vom typischen Einheitsbrei der modernen Spielebranche absetzt, in anderen kann der Stil aber auch echt stören; primär dann, wenn man auf einem alten Rechner oder einem älteren Xbox-Modell spielt. Wer As Dusk Falls beispielsweise auf der originalen Xbox One spielt, die 2013 veröffentlicht wurde, der hat mit Rucklern zu kämpfen, die sich besonders in den insgesamt sechs Kapitelintros tummeln.

Ob man mit der visuellen Aufmachung von As Dusk Falls warm wird oder nicht, ist definitiv Typsache. Selbst bei uns in der Redaktion gehen die Meinungen stark auseinander. Manche finden den Stil schlicht nicht abwechslungsreich genug und entdeckten zu wenig spannende Elemente darin. Andere können der Originalität und den Graphic-Novel-Anleihen weitaus mehr abgewinnen. Was der grafischen Erscheinung ordentlich unter die Arme greift, ist die fantastische Synchro.

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  3. Seite 3 As Dusk Falls im Test:Fazit, Wertung und Meinungskasten
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