Das erste große Reset Experiment von ARC Raiders ist vorbei, doch die Beteiligung blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück. Nur ein kleiner Teil der Community machte wirklich mit. Jetzt erklärt Embark offen, was dabei schiefgelaufen ist und was überraschend gut funktioniert hat.
Ende Dezember startete in ARC Raiders das erste sogenannte Expeditionsprojekt. Spieler konnten ihre komplette Progression zurücksetzen, um mit einem neuen Charakter noch einmal von vorn zu beginnen, inklusive kleiner Boni für den Neustart. Mehr als eine Million Spieler haben diesen Schritt gewagt. Doch gemessen an rund 12 Millionen Verkäufen zeigt sich, dass die große Mehrheit lieber bei ihrem bestehenden Fortschritt blieb. Kürzlich äußerten sich die Entwickler übrigens zur aufkommenden Cheater-Diskussion.
Deswegen haben nur 8 Prozent wirklich neu angefangen
Das Expeditionsprojekt ist als langfristiger Balancing-Mechanismus gedacht. Alle zwei bis drei Monate sollen Spieler die Möglichkeit bekommen, ihren Run zu "beenden", die Welt zu verlassen und einen neuen Durchlauf zu starten. Das soll offensichtlich nicht nur Abwechslung schaffen, sondern auch die In-Game-Ökonomie stabilisieren und neue Motivation liefern.
In der Praxis fühlte sich der erste Durchlauf für viele jedoch laut Embark wahrscheinlich eher wie eine Pflicht als wie eine Einladung an. Um alle Belohnungen, vor allem die fünf Skillpunkte, freizuschalten, mussten Spieler einen Lagerwert von fünf Millionen Credits erreichen. Ein Skillpunkt pro eine Million Credits.
Arc Raiders: Was Embark daraus mitnimmt
Embark Studios hat dieses Feedback inzwischen klar erkannt. Im Gespräch mit PCGamesN erklärten die Entwickler, dass die hohen Anforderungen vor allem deshalb entstanden sind, weil sie die Werte erst anhand echter Spieldaten festlegen wollten, nicht anhand von Schätzungen. Die Zahlen wurden erst sehr spät kommuniziert, wodurch bei vielen der Eindruck entstand, man müsse diese fünf Millionen erreichen, um "richtig" dabei zu sein.
Genau hier will das Studio nachbessern. Künftige Expedition Projects sollen transparenter, besser erklärt und weniger frustrierend gestaltet werden. Ziel ist, dass ein Reset sich wie eine bewusste Entscheidung anfühlt, nicht wie eine lästige Hürde. ARC Raiders (jetzt kaufen 39,99 € / 35,99 € ) lebt davon, dass Risiko und Belohnung in einem fairen Verhältnis stehen. Das erste Expeditionsprojekt hat gezeigt, wie sensibel dieses Gleichgewicht ist. Wie viele Stunden habt ihr bereits investiert? Oder reizt euch ein anderer Shooter derzeit mehr?
Quelle: insider-gaming
