Apex Legends: startet mit großen Neuerungen in die sechste Season
Special
Mit der sechsten Season von Apex Legends erwartet die Spieler nicht nur ein neuer Held und eine neue Waffe im Spiel. Mit einem Craftingsystem will Respawn Entertainment frischen Wind in den Shooter bringen und Spieler unterstützen, die mit defensiven Gameplay aktuell noch einen Nachteil im aktuellen Meta haben. Alle Infos hier!
Der Free2play-Shooter und Battle-Royale-Hit Apex Legends startete erst im Mai dieses Jahres in die fünfte Saison, die dem Titel die größten Erfolge seit dem Launch gebracht hat. Dass trotz der weltweiten Pandemie ein neuer Standort von Respawn Entertainment in Vancouver eröffnet hat, lohnte sich, denn die so entstandenen neuen Inhalte kamen und kommen an. Die Zahlen zu Spielerbindung, neuen Spielern und wöchentlichen, aktiven Spielstunden brachen Rekorde.
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Obwohl die Entwicklung eines neuen Apex-Legends-Charakters über ein Jahr dauert, dürfen wir uns bereits ein halbes Jahr nach Einführung Lobas in Season 5 über einen neuen Helden freuen, genauer: eine Heldin.
Neue Bekanntschaft
Ramya Parekh, eine britisch-indische Waffen-Modderin, betritt unter ihrem Pseudonym Rampart den Kreis der Legenden und bringt in bekannter Apex-Manier ihre ganz eigene Backstory mit. Weder als Söldnerin, noch als altgediente Soldatin findet sie ihren Weg ins Spiel. Mit 21 Jahren ist Rampart stattdessen eine Ladenbesitzerin - spezialisiert auf den Bau und die Modifikation von Waffen. Weniger als Ingenieurin, sondern als Künstlerin versteht sie sich und ihr Handwerk. Als es zu einem Überfall auf Ramparts Laden kommt, stellt sie ihre Schießkünste unter Beweis und unterliegt nur knapp ihren Widersachern, die daraufhin ihren Laden abbrennen. Kein Geringerer als Kuban Blisk überreicht ihr daraufhin eine persönliche Einladung zu den Apex Games. Blisk, bereits aus der Titanfall-Reihe bekannt, ist der mutmaßliche Gründer dieser Wettkämpfe.
Quelle: Electronic Arts
Rampart ist eine einfache Ladenbesitzerin, die eigentlich nie vor hatte, bei den Apex-Spielen mitzumischen. Aber als ihr Laden von einer Gruppe Gangstern abgebrannt wird, ergreift sie die erste Gelegenheit, um sich aus der Asche zu erheben.
Stellungsspiel
Quelle: Electronic Arts
Ramparts Fähigkeiten sind besonders für defensive Spieler sinnvoll, die durch gute Positionierung einen Vorteil erringen wollen.
Trotz einer gewissen Hau-Drauf-Mentalität ist Rampart ein sehr defensiver Charakter, der intensives Stellungsspiel unterstützt. Ihre Taktikfähigkeit ist der Aufbau einer statischen Deckung, die von der V-Mauer aus Titanfall 2 inspiriert ist. Mit einem metallenen Bodenpart und einem halbdurchlässigen Kraftfeld obendrauf, schützt die Mauer vor jeglichen einfallenden Projektilen und verstärkt die Kugeln des verteidigenden Schützen. Mit drei Fähigkeits-Ladungen kann Rampart das ganze Squad versorgen und gepaart mit anderen Verteidiger-Legenden wie Wattson eine gefährliche Bedrohung im sich schließenden Ring darstellen. Mit ihrer ultimativen Fähigkeit stell Rampart ein festes Geschütz auf, genauer gesagt ihr persönliches leichtes Maschinengewehr namens Sheila. Mit unendlichem Munitionsvorrat, aber langer Nachladezeit, stellt es eine tödliche Bedrohung dar, die sowohl von Freunden wie Feinden genutzt werden kann. Insgesamt kann Rampart drei Geschütze gleichzeitig aufstellen, sie muss aber jeweils die Abklingzeit abwarten. Auch die passive Fähigkeit der neuen Heldin ist nicht zu verachten. Als Waffenexpertin erhält sie einen Bonus auf alle leichten Maschinengewehre im Spiel. Das betrifft neben ihrer ultimativen Fähigkeit Sheila auch die Waffen Spitfire, L-Star und die Devotion. So hat sie nicht nur 15 Prozent mehr Kugeln im Magazin, sondern auch um 25 Prozent verkürzte Nachladezeiten mit dieser Waffengattung.
Als "overpowered" betrachten die Entwickler Rampart aber trotzdem nicht. So braucht ihre Mauer ein paar Sekunden, bis sie aufgestellt ist und kann in dieser Zeit mit einem einzigen Schuss zerstört werden. Auch ist die Mauer bereits aus großer Entfernung zu sehen, sodass man kaum überrascht werden kann von Ramparts Fähigkeiten. Die recht lange Abklingzeit ihrer Ulti und die Beschränkung ihrer passiven Fähigkeit auf LMGs soll ebenfalls dazu beitragen, dass Rampart besiegbar bleibt.
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Waffenwechsel
Quelle: Electronic Arts
Die neue Waffe Volt ist entstammt dem Titanfall-Universum und ist sowohl Maschinenpistole als auch Energiewaffe.
Zur neuen Season dürfen wir uns auch wieder über eine neue Waffe freuen. Wie gewohnt in Apex wird das neue Stück dem Titanfall-Universum entliehen und stellt eine Maschinenpistole dar, die besonders auf kurze Distanz viel Schaden austeilen soll. Dafür verschwindet die R-99 als vom Boden lootbare Waffe und taucht nur noch in Carepaketen auf, die Devotion rotiert in diesem Zuge natürlich wieder im normalen Lootpool und auch einen Turbolader wird es wohl wieder geben. Auch an der Rüstungsfront wird sich einiges ändern. So startet jeder Spieler ab sofort mit einer Evo-Rüstung und man kann sich bereits zu Beginn durch hohen ausgeteilten Schaden einen Vorteil sichern. Weiterhin kann man auch höhergelevelte Schilde finden, die dann aber ebenfalls Evo-Schilde sein werden und noch weiter gelevelt werden können. Auch goldene Schilde kann man weiterhin finden, die wie gewohnt Vor- und Nachteile gegenüber einer roten Evo-Rüstung haben.
Fast eine neue Map
Einen ganz neuen Schauplatz wird es nicht geben, dafür finden zahlreiche Änderung auf der Karte "Rand der Welt" ihren Weg ins Spiel. Dort hält nämlich das berüchtigte Unternehmen Hammond Robotics Einzug und hat einen Startplatz inklusive Rakete gebaut - die man leider nicht abschießen darf - und den Zugverkehr unterbrochen. So findet man nun unbewegliche Zugwaggons neben den Gleisen liegen und kann diese als Deckung benutzen. Neue Orte sind aufgetaucht, sowie zusätzliche Wege durch die vielen Felsen. An manchen Orten stehen zudem Bedienfelder, mit denen man metallene Wände aus dem Boden fahren und einen Weg endgültig blockieren kann. Für Teams mit Octane oder Pathfinder sind solche Blockaden allerdings optional. Neben weiteren größeren Veränderungen an der Bohrstelle ändert sich aber vor allem der Loot, den man auf der Karte finden wird.
Quelle: Electronic Arts
Hammond Robotics ist bereits seit Titanfall ein bekannter Anratgonist in Respawn Entertainments Spieleuniversum. Nun errichten sie gleich einen ganzen Raketen-Startplatz auf der neuesten Karte "Rand der Welt".
Crafting
Quelle: Electronic Arts
Materialien findet man in solchen Tanks auf der ganzen Karte verteilt. Ein Streit um die Rohstoffe kann nicht entstehen, da jeder Spiele eigene Gegenstände aus den Behältern bekommt.
Mit der sechsten Season kommt die größte Neuerung in Apex seit Release des Battle-Royale-Titels. Neben neuem Charakter und neuer Waffe führt Respawn Entertainment ein Craftingsystem ein. In der Praxis bedeutet dies, dass man als Spieler überall auf der Karte Materialien findet, mit denen man an einer Art Werkbank Waffen, Aufsätze und sogar Schild-Verbesserungen bauen kann. Welche Ausrüstung an den sogenannten Replikatoren bastelbar ist, wechselt stetig und rotiert täglich bis wöchentlich. Die jeweils baubaren Gegenstände können dafür nicht als normaler Loot gefunden werden. Streit um die Materialien kann es aber nicht geben. Jeder Spieler bekommt eigene Materialien, die weder Platz im Inventar einnehmen, noch aus Todeskisten geborgen werden können. Stirbt man und steigt neu ins Spiel ein, behält man seine bereits gesammelten Materialien und kann sich sofort neues Equipment basteln. Das Ziel, das Respawn Entertainment mit dem neuen System anstrebt, ist eine Verschiebung des Spiele-Metas. So sollen nicht nur aggressive Spieler belohnt werden, welche über Todeskisten anderer Spieler die beste Beute ergattern und im finalen Kampf einen großen Vorteil haben. Die Kombination aus dem neuen Charakter Rampart mit defensivem Schwerpunkt und dem neuen Bastelssystem belohnt besonders vorsichtiges Spielverhalten und bringen frischen Wind ins Spiel.
Neues aus Apex-Hausen
Die erste Season mit Hintergrundgeschichten nimmt ihren Abschied und hinterlässt einen positiven Eindruck auf die Spieler. So positiv, dass es in Zukunft noch mehr Storys über die spielbaren Legenden geben wird - ab sofort im Comic-Gewand. PvE-Quests wie die Schatzjagden schaffen es hingegen nicht in die neue Staffel. Die Schatztruhen, die man weiterhin im Spiel findet, schalten die Comics ohne weiteren Aufwand frei. Zwar sollen sich die Storys besonders auf die bekannten Helden der Apex-Spiele konzentrieren, doch auch der Story-Cliffhanger aus Season fünf wird laut Entwickler seinen Abschluss finden. Über das angekündigte und mysteriöse Olympus schweigt man sich bei Respawn allerdings noch aus.
Und Sonst
Wann Apex Legends (jetzt kaufen 99,99 € ) auf der Nintendo Switch spielbar sein wird, ist zwar noch nicht bekannt, wohl aber, dass es kommt. Wie sich der Titel im Handheld-Modus macht, bleibt abzuwarten und wird vor allem im Zuge von Crossplay relevant. Dieses soll vor allem zwischen Konsolenspielern unterstützt werden. Wer trotz Konsolenversion zusammen mit einem PC-Spieler im Arena-Kampf antreten will, der muss sich auf dem PC-Server mit der präziseren Steuerung seiner Gegner rumschlagen. Natürlich dürfen wir uns in der neuen Season über viele Events freuen, einen neuen Sonder-Spielmodus, der sich gerade noch in der Testphase befindet und natürlich über einen weiteren Seasonpass mit neuen kosmetischen Ausrüstungsgegenständen.
Quelle: Electronic Arts
Das Motto der Season hat nichts mehr mit altertümlichen Schätzen zu tun, sondern ist diesmal etwas moderner angehaucht.
