Wir haben den neuen Vulkan-DLC von Anno 117 bereits gespielt und der Ersteindruck ist sehr gut. Warum das vor allem am Vulkan liegt, lest ihr jetzt.
Neuer Rohstoff Obsidian
Das Obsidian braucht ihr im DLC für zwei neue Produktionsketten und die neue NPC-Händlerin Caecillia. So versorgt ihr eure Bürger mit den optionalen Obsidianfiguren und den Latrunculi-Sets, einer Art Brettspiel. Die Waren kommen auf Bevölkerungsstufe 3 und 4 in Latium dazu, per Forschung könnt ihr auch für Nachfrage in anderen Provinzen sorgen. Und weil wir es immer wieder erwähnen: Ja, auch der Forschungsbaum wird um einen neuen, relativ überschaubaren Bereich erweitert.
Aber nochmal zurück zum Obsidian. Das könnt ihr nämlich auch nutzen, um neue Spezialisten bei Caecillia zu kaufen. Die Neuzugänge haben alle eine Gemeinsamkeit: Sie erzeugen Fruchtbarkeiten, wo vorher keine waren. Wenn ihr also einen Mangel an bestimmten Rohstoffen habt, könnt ihr einfach selbst nachhelfen und zum Beispiel den Abbau von Silber auf Inseln ermöglichen, wo es eigentlich keine Vorkommen gibt.
Da man an Obsidian nur als Nebenprodukt herankommt, muss sich im Langzeittest nach Release aber noch zeigen, wie valide die neuen Produktionsketten wirklich sind. Oder ob man wie in Anno 1800 teilweise tausendfach Waren ständig an NPC-Händler verkaufen muss, weil man an den begehrten Rohstoff heranwill.
Quelle: Ubisoft Mainz
Teil der neuen Insel ist eine kleine Siedlung mit der neuen NPC-Händlerin Caecillia. Sie gibt euch auch eine neue, vollvertonte Questkette.
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Die Vorteile des Vulkans
Was aber jetzt schon klar ist: Das Für und Wider, ob man sich die Katastrophe rund um den Vulkan antun möchte, ist durchaus interessant. Denn nach der Ausbruchsphase ist die Katastrophe noch gar nicht vorbei. Danach folgt der vulkanische Winter und der ist sogar noch ein Stück fieser. Die ganze Provinz wird in einen grauen Ascheschleier gelegt, alles wirkt düster und lebensfeindlich. Sämtliche Landwirtschaftsbetriebe, Tierhöfe und Fischereien erwirtschaften außerdem nur 25 % ihres Ertrags in dieser Phase. Und das drückt natürlich auch ordentlich auf die Stimmung der Leute.
Doch wenn der vulkanische Winter überstanden ist, wird die Asche von starken Regenfällen davongespült und die Blütephase wird eingeläutet. Und hier wird's interessant, denn mit jedem überstandenen Vulkanzyklus verbessert sich dadurch dauerhaft die Bodenfruchtbarkeit um je zehn Prozent bis zu einem Maximum von fünf Mal. Und dieser Bonus betrifft ebenfalls alle Bauernhöfe, Plantagen, Tierhöfe und Fischzuchten in ganz Latium. Außerdem wird die Obsidianförderung effektiver. Allerdings nur, wenn der Vulkan aktiviert bleibt. Ansonsten werden bereits erreichte Stufen langsam wieder zurückgesetzt.
Quelle: Ubisoft Mainz
Auch der neue Gott Vulcanus gesellt sich dazu. Er verbessert Bergbaugebäude und sorgt für mehr Arbeitskräfte.
Wer sich der Gefahr des Occasus also aussetzt, wird langfristig für die Mühen belohnt. Wem das aber zu anstrengend ist, kann das Feature einfach deaktivieren und wie gewohnt in Ruhe aufbauen. Eine Neuerung ist ohnehin unabhängig vom Vulkan nutzbar und das ist der neue Gott Vulcanus. Mit seinen Schreinen lässt sich die Brandsicherheit verbessern, ihr könnt Kohleminen freischalten und vor allem verbessert der Gott der Schmiede alle Bergbaugebäude und sorgt für zusätzliche Arbeitskräfte für alle Gebäude.
Starker Auftakt
Die neue NPC-Händlerin Caecillia übernimmt übrigens noch eine weitere Rolle im DLC: Sie gibt euch eine umfangreiche, vollvertonte neue Questkette, bei der sich alles um die neuen Inhalte dreht. Ein praktischer Nebeneffekt dabei ist, dass durch das Starten der Questreihe der normale Vulkanzyklus ausgesetzt wird und die Katastrophe erst im Verlauf der neuen Handlung losgeht. Wenn ihr also mehr Kontrolle darüber haben möchtet, wann ihr eure ersten Überlebensversuche wagen wollt, habt ihr es damit selbst in der Hand.
Meinung
Insgesamt bleibt ein sehr positiver Ersteindruck des neuen DLCs Verheißung des Vulkans, der am 23. April veröffentlicht wird. Und vielleicht liefert die Mechanik rund um den Vulkan-Zyklus ja sogar einen kleinen Ausblick auf die im Herbst anstehende Ägypten-Erweiterung "Erwachen des Deltas". Denn was wäre dort passender als ein immer wieder mal überlaufendes Nil-Ufer und eine anschließend erhöhte Fruchtbarkeit? Wobei zwei Katastrophen, die sich immer wiederholen, vielleicht auch etwas zu viel des Guten wären. Bestätigt ist jedenfalls bereits, dass die Pyramiden ihren Weg ins Spiel finden und wir eine neue, griechisch-römisch geprägte Bevölkerungsschicht kennenlernen werden.
