Trautes Heim, mit der Angst allein -- so das Motto dieses legendären Films nach einer wahren Begebenheit
Ein Haus als Hort des Bösen ist ein beliebtes Thema bei Horrorfilmen. Neben Robert Wises "Bis das Blut gefriert" gehört vor allem "Amityville Horror" zu den Klassikern dieses Sub-Genres. Stuart Rosenbergs Kinostreifen ließ 1979 weltweit die Kassen klingeln. Zuträglich war dem Erfolg sicher auch die Tatsache, dass dem Film ein wahres, weithin in den Medien ausgeschlachtetes Ereignis zu Grunde lag.
Der Horrorfilm führt uns zurück in das Jahr 1975. Die Familie Lutz zieht in ihr neu gekauftes Haus im malerischen Küstenstädtchen Amityville. Doch nicht ohne Grund war das Gebäude ein Schnäppchen: Vor zwölf Monaten starben hier die Vorbesitzer in einem grausigem Blutbad, das nie vollständig aufgeklärt wurde. Schon bald müssen die Lutzs feststellen, dass sie im Haus nicht alleine sind. Eine übernatürliche Präsenz beginnt Einfluss auf die Bewohner zu nehmen.
Fiktion und Wahrheit
Die Doppel-DVD zu "Amityville Horror" wartet mit gelungenen Extras auf. Den Auftakt macht der Audiokommentar von Hans Holzer, einem Experten für Parapsychologie. Als Spezialist für Spukhäuser -- insbesondere des Amityville-Gebäudes -- klärt der Geisterbeschwörer darüber auf, was an dem Film auf Tatsachen beruht und was von Hollywood hinzugedichtet wurde. Der Track ist recht informativ, auch wenn mit längeren Sprechpausen gerechnet werden muss.
Auf Disc 2 lohnt der Blick in die Dokumentationen. In "Im Namen Gottes, raus hier!" sprechen die beiden Hauptdarsteller u.a. über ihre damaligen Rollen und ihre Erfahrungen am Set. Der History Channel widmete dem wohl berühmtesten Spukhaus der Welt gleich zwei Reportagen, die sich ebenfalls auf der Bonus-Scheibe finden. Während "Amityville: Der Spuk" den Ursprung des Mythos' aufdeckt, steht in "Horror oder Täuschung" die Frage im Vordergrund, ob wir nicht alle am Ende nur auf einen riesigen PR-Gag hereingefallen sind.FE n
