American Splendor

Test

In dem Comic "American Splendor" geht es weder um Superhelden noch um einsame Rächer. Der "Held" dieses Comics ist ein Jedermann namens Harvey Pekar, der in miesen Vierteln mit zum Teil noch mieseren Jobs sein Dasein fristet und dessen Heldentaten sich auf das Herausfinden der kürzesten Kassenschlange im Supermarkt beschränken.

Bis zu jenem Tag jedenfalls, an dem Harvey die Idee kommt, sein Leben in Comic-Form zu veröffentlichen ...

Die Entstehungsgeschichte des Films ist gleichzeitig die Geschichte dieses Streifens. Die hoffnungslos pessimistischen Charaktere werden von Paul Giamatti und Hope Davis wunderbar gespielt.

Wer mit dem sehr eigenwilligen Humor des Films etwas anfangen kann, der sollte unbedingt auch in den Audiokommentar reinhören. Die Hauptfigur Pekar sorgt für Hintergrundwissen aus ihrem Leben, Regisseurin Berman für Infos über die Produktion. Gemeinsam mit weiteren Sprechern kommt ein Kommentar zustande, der trotz einiger Pausen hohen Unterhaltungswert besitzt.

Außerdem enthält die DVD ein Video der Promoreise zum Sundance Festival und nach Cannes, den Song "American Splendor" von Eytan Mirsky und den Trailer.MS

Fazit

Film-Check: Der ungewöhnliche Film lebt von dem fliegenden Wechsel zwischen Spielfilm, Dokumentation und dem Einblenden der Comic-Figuren -- sowie natürlich deren bitterbösem Sarkasmus.
DVD-Fazit: In Cannes und Sundance dominierte "American Splendor" die Show und bewies, dass nicht nur Superhelden-Comics Stoff für interessante Geschichten bieten. Die technischen Möglichkeiten des Mediums DVD nutzt die Scheibe nur bedingt. Bild und Ton könnten durchaus noch etwas besser sein.

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