Ich hab die Schnauze voll von Amazon Prime - und mein Abo nach 12 Jahren gekündigt!
Kolumne
Unser Autor hat die Schnauze gestrichen voll und nach Netflix jetzt auch sein Abo bei Amazon Prime gekündigt. Hier erklärt er, warum.
Ich habe die Schnauze gestrichen voll. Und zwar von allen Streaming-Diensten. Schon vor eineinhalb Jahren habe ich dem wohl bekanntesten Streaming-Anbieter von allen den Rücken gekehrt: Netflix. Und jetzt habe ich auch mein Abo bei Amazon Prime gekündigt, nach zwölf durchgehenden Jahren mit einem Prime-Abo. Die jüngsten Entwicklungen haben das Fass für mich endgültig zum Überlaufen gebracht.
Streaming-Dienste wie Netflix waren mal richtig gut
Mit wohliger Nostalgie erinnere ich mich an die Zeit vor ziemlich genau zehn Jahren, als mit Netflix im Jahr 2014 der populärste Streaming-Dienst der Welt endlich auch in Deutschland das Licht der Welt erblickte. Streaming war damals ein aussichtsreiches Versprechen auf die schöne neue Welt der Filme und Serien. Die ersten Jahre waren tatsächlich rosig, doch seit einiger Zeit befinden wir uns im steilen Absturz.
Damals lockten Netflix und Co. mit einer bis dato unbekannten Verfügbarkeit von Filmen und Serien. Das Angebot war riesig und der Konsum so bequem wie nie zuvor. Und zudem erschwinglich. Doch davon ist heutzutage fast nichts mehr übrig.
- Die besten Deals und kompetente Beratung in Sachen Games, Filme, Entertainment und mehr findet ihr ab sofort im brandneuen PCG Ratgeber. Alle Infos zu unserem neuen Portal findet ihr hier!
Amazon Prime wird immer schlechter
Das jüngste Negativbeispiel für diesen Abwärtstrend ist für mich Amazon Prime. Schon seit 2012, also seit stolzen zwölf Jahren, bin ich durchgehender Abonnent von Amazons Premium-Mitgliedschaft gewesen. Doch diese Ära endet nun in wenigen Tagen.
Denn ich habe die Schnauze endgültig gestrichen voll von Amazon Prime und mein Abo gekündigt. Schon seit einer ganzen Weile habe ich angesichts steigender Preise mit der Kündigung geliebäugelt. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat jetzt ein Erlebnis vor wenigen Tagen.
Prime Video: Noch mehr bezahlen oder Werbung ertragen
Primär hatte ich Prime zwar immer für den schnellen Premiumversand ohne Extrakosten gebucht, doch der Streaming-Dienst Prime Video hat den mittlerweile hohen Preis von 90 Euro im Jahresabo gerade noch so gerechtfertigt.
Kürzlich allerdings ist auch Prime Video auf den Werbetrend im Streaming-Bereich aufgesprungen und quält Zuschauerinnen und Zuschauer jetzt vor und während des Streamens mit ungewünschten Werbeclips. Netflix hat auch ein Abo mit Werbung, das kostet allerdings nur 5 Euro im Monat. Bei Prime zahle ich im Jahresabo jetzt schon knapp 7,50 Euro pro Monat. Im Monatsabo werden sogar rund 9 Euro fällig.
Wenn ich keine Zeit mit nerviger Werbung beim Streamen verschwenden will, muss ich jetzt noch mal 3 Euro monatlich extra blechen. Insgesamt also im Jahresabo circa 10,50 Euro pro Monat, im Monatsabo sogar 12 Euro monatlich. Nein, danke.
Fass endgültig übergelaufen - ich habe Prime nach 12 Jahren gekündigt
Am Wochenende habe ich das erste Mal seit der Einführung von Werbung mal wieder einen Film bei Prime Video gestreamt. Begrüßt wurde ich von einem 30-sekündigen Werbeclip, gefolgt von weiteren Werbeblöcken während des Films. Ich habe mich regelrecht verarscht gefühlt.
Streaming-Dienste beinhalteten eigentlich mal das tolle Versprechen, für einen fairen monatlichen Preis viele Vorteile zu bieten und eben auf nervige Werbung zu verzichten. Im Jahr 2024 verblasst diese "gute alte Zeit" endgültig vor meinen Augen zu einer simplen Erinnerung an die Vergangenheit.
Die logische Konsequenz war für mich, Amazon Prime nach zwölf Jahren zu kündigen. Auf Prime Video habe ich in der aktuellen Form mit Werbung keinen Bock mehr und 36 Euro extra pro Jahr ist mir der Streaming-Dienst nicht wert, um Filme und Serien ohne nervige Werbung genießen zu können.
Und nur für schnellen Premiumversand eines einzigen Online-Shops empfinde ich jährlich 90 Euro für Amazon Prime mittlerweile auch als zu hoch. Was klassische Einkäufe angeht, werde ich jetzt in nächster Zeit beobachten, wie gut das für mich ohne Prime-Abo funktioniert.
Zum Glück habe ich schon vor einem knappen Jahr meine Freude an Filmen und Serien auf klassischen Discs wieder entdeckt und kaufe seitdem regelmäßig 4K-Blu-rays meiner liebsten Filme und Serien. Meine kleine, aber sehr feine Sammlung ist mittlerweile auf knapp 20 Titel in bester 4K-Qualität angewachsen. Damit bin ich jetzt quasi wieder in die Zeit vor Netflix und Co. zurückgekehrt, als ich von 2009 bis 2014 etliche Filme und Serien auf Blu-ray gekauft habe. Tja, offenbar hat meine Mutter doch recht: Alles kommt irgendwann wieder zurück.
