Mit beinahe einem Jahr Verspätung trifft Agent Thornton bei uns ein. Ob der unpünktliche Spion trotz optischer Schwächen überzeugen kann?
Wie eine alte Dampflok
Die Story des Action-Rollenspiels Alpha Protocol reißt euch nicht unbedingt vom ersten Augenblick an mit, wird aber von Spielstunde zu Spielstunde fesselnder. Immer wieder tauchen neue Verdächtige auf und bis zum Ende könnt ihr euch nicht sicher sein, warum die Drahtzieher so viel Ärger auf dem gesamten Globus stiften. Wir wollen euch an dieser Stelle nicht zu viel vom Inhalt der Handlung verraten, können jedoch getrost sagen, dass sie sich mit Genregrößen wie Dragon Age auf Augenhöhe befindet.
Um das packende Finale der Story zu erleben, müsst ihr Geduld mitbringen. Zum einen beträgt
Quelle: Play 3
die Spielzeit mehr als 30 Stunden, zum anderen wirkt Alpha Protocol auf den ersten Blick wie ein Budgetspiel, das schon zwei, drei Jahre auf dem Buckel hat. Die grafische Präsentation der Levels war schon bei Titeln wie Mass Effect (2007) besser, die Bewegungsabläufe glaubhafter und die Charaktere schöner dargestellt. Wenn ihr dem „hässlichen Entlein“ aber eine Chance gibt, merkt ihr, wie komplex und gut durchdacht die Geschichte ist und wie groß eure Möglichkeiten sind, den Ablauf der Handlung zu beeinflussen.
