Alien vs. Predator

Test

Bei den Fans ein Flop -- im Heimkino top? Was hat die Doppel-DVD der "Extreme Edition" zu bieten?

Als der Großindustrielle Charles Bishop Weyland (Lance Henriksen) von der Entdeckung einer mysteriösen Pyramide unter dem arktischen Eis unterrichtet wird, stellt er ein Team von Spezialisten zusammen, um das Phänomen zu erforschen. Unter der Führung von Lex Woods (Sanaa Lathan) begeben sich die Wissenschaftler zu der Fundstelle. Bald wird ihnen klar, dass sie dort nicht alleine sind. Zwei unbekannte Spezies machen Jagd aufeinander und Menschen scheinen dabei nicht willkommen zu sein ...

1979 war das Geburtsjahr einer Kreatur, die anschließend über Jahre hinweg Millionen Kinobesucher in Panik versetzte. Das "Alien" des schweizerischen Künstlers H. R. Giger wurde von dem ehemaligen Werbefilmer Ridley Scott so eindrucksvoll zum Leben erweckt, dass man den gleichnamigen Film 1980 dafür mit einem "Oscar" für die besten Spezial-Effekte auszeichnete. Im Jahr 1987 sorgte dann John McTiernans "Predator" für Hochspannung. Davon inspiriert erschien im Dark Horse Verlag zwei Jahre später der erste "Aliens vs. Predator"-Comic.

Extras für Jäger und Sammler

Regisseur Paul W. S. Anderson ("Resident Evil") hat bereits Erfahrung mit Adaptionen von Comic- oder Videospiel-Vorlagen. Für seinen Film griff er die Hintergrundgeschichte der Comics auf. Nun erscheint "AvP" neben einer Single Disc mit der Kinofassung auch als gut ausgestattete "Extreme Edition". Die Doppel-DVD beinhaltet zusätzlich die um ca. eine Minute längere Filmversion und ist wahlweise auch im Pappschuber erhältlich.

Die nur unwesentlich längere Variante ergibt sich lediglich aus einem alternativen Anfang des Sci-Fi-Actioners. Dafür können sich die Extras der "Extreme Edition" sehen lassen. Auf der Bonus-Disc gibt es fünf interessante Featurettes zu sehen. Besonders lohnenswert sind das Making of (ca. 59 Min.), das Feature "Probleme am Tunneleingang" (ca. 4 Min.), das Interview mit Figuren-Hersteller Todd McFarlane (ca. 14 Min.) und die Einblicke in die Post-Produktion.MK n

Fazit

Film-Check: Paul W. S. Anderson ("Event Horizon") macht es den Fans der beliebten Sci-Fi-Kult-Filme nicht leicht. Auf der einen Seite versteht er zwar als Filmemacher sein Handwerk, auf der anderen inszenierte er jedoch "Alien vs. Predator" zu Gunsten einer breitgestreuten Zielgruppe als jugendfreies und blutleeres Monster-Duell ohne Substanz.
DVD-Fazit: Die computergenerierten Aliens und ein Predator, der kein eiskalter Killer mehr sein darf, kamen bei den Fans der Kult-Monster nicht besonders gut an. Alle anderen finden in "Alien vs. Predator" einen laschen Science-Fiction-Flick ohne nennenswerte Highlights. Immerhin ist die DVD dank guter Technik und schickem Schuber für Sammler interessant.

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