Technik: hoffnungslos veraltet. Spielprinzip: dreist bei Diablo geklaut. Ergebnis: erstaunlich unterhaltsam.
Durch düstere Verließe stapfen, haufenweise fiese Tierchen abschlachten, neue Waffen sammeln und zwischendurch den Charakter aufwerten. Alien Shooter 2 ist ein Diablo-Klon reinsten Wassers.
Als ultrakrasser Einzelkämpfer ballern wir uns in nicht allzu ferner Zukunft durch einen Laborkomplex und erledigen für das Militär eine Aufgabe nach der anderen. Die sind simpler Natur: »Gehe in Abschnitt X und bring? uns Gegenstand Y/lege einen Schalter um«. Macht aber auch nix, denn die Missionen nutzt das Spiel nur als Ausrede, um uns immer größere Horden tumber Monster auf den Hals zu hetzen.
Erst schiessen -- dann weiter schiessen!
Was Look und Steuerung angehen, erinnert Alien Shooter 2 nicht nur entfernt an Diablo. Wir betrachten das Geschehen aus der Iso-Perspektive. Echtes 3D mit dreh- oder zoombarer Kamera? Wer braucht denn so was? Mit der rechten Maustaste rennen wir, mit der linken wird geballert. Und wie wir ballern: Die Alien-Horden sind derart groß, dass wir in normalen Gefechten schon mal locker 1.500 Schuss Munition verbrauchen. Die Angriffsstrategie der Viecher ist simpel: Sie stürmen auf uns zu. Wir platzieren uns also so, dass die Feuerrate unserer Waffe ausreicht, um alle Monster zu killen, bevor sie uns zu nah kommen.
Ganz so primitiv ist das Spiel dann aber doch nicht. Unser Charakter verfügt über zig Eigenschaften und Begabungen. Durch fleißiges Metzeln verdienen wir uns Erfahrung und steigen so in den nächsten Level auf. Dann dürfen wir ein paar zusätzliche Talentpunkte verteilen und so etwa unsere Gesundheit oder Intelligenz verbessern. Zusätzlich bietet das Spiel zig Waffen, Rüstungen und Hirn-Implantate. Die müssen wir allerdings mit klingender Münze bezahlen oder in versteckten Geheimräumen finden.
Sascha Gliss
