Agatha Christie Mord im Orient-Express

Test Susanne Braun

An Bord des Luxus-Zugs wird einem US-Geschäftsmann das Lebenslicht ausgepustet. Und 20 Mitreisende haben mehr als nur einen guten Grund, den Ami um die Ecke zu bringen.

Der kreativste Stromkreislauf der Welt: Im Orangensaft ist stromleitendes Wasser, also funktionieren wir das Getränk kurzerhand um. Der kreativste Stromkreislauf der Welt: Im Orangensaft ist stromleitendes Wasser, also funktionieren wir das Getränk kurzerhand um. Es gibt wieder Krimifutter für all die Amateur-Detektive unter den Adventure-Fans. Nachdem wir im letzten Monat Sherlock Holmes begleitet haben, schauen wir nun der Französin Antoinette Marceau über die Schulter. Die kennen Sie nicht? Dafür wird Ihnen ein anderer Charakter an Bord des legendären Orient-Express bekannt vorkommen -- denn auf Ihrer Reise durch Europa begleitet Sie der Belgier Hercule Poirot, einer der Protagonisten in einigen von Agatha Christies Romanen.

Lawinenunglück

Wir steuern aber nicht Poirot, sondern die junge Dame Marceau -- denn in Jugoslawien rollt eine Lawine vor den Zug. Und während der folgenden Vollbremsung rumpelt der Belgier ungebremst aus seiner Schlafkoje. Das Resultat: ein gestauchter Knöchel. Nicht schlimm, werden Sie sagen. Doch schlimm, sagen wir -- denn in der verschneiten Einöde des Balkans wird einer der Fahrgäste umgebracht. Und Fräulein Marceau muss nun die Laufarbeit für den großen Detektiv übernehmen.

Fleißige Leseratten wissen übrigens wie im Vorgängerspiel Und dann gab’s keines mehr von Beginn an nicht, wer der Mörder ist. Denn AWE Games hat auch diesmal Christies Originalroman umgeschrieben und spannende Wendungen eingebaut.

Tolle Charaktere

Um die Schrift auf einem angekokelten Papier wieder sichtbar zu machen, müssen wir den Fetzen noch einmal erhitzen. Um die Schrift auf einem angekokelten Papier wieder sichtbar zu machen, müssen wir den Fetzen noch einmal erhitzen. Per Point&Click-Steuerung geht’s durch den schön gestalteten Zug, denn schließlich müssen wir den 20 gut animierten Fahrgäste und Bahnangestellten auf den Zahn fühlen. In Multiple-Choice-Gesprächen erfahren wir, wo sich die Leute zur Mordzeit herumgetrieben haben, wann sie welche Geräusche hörten. Diese Unterhaltungen sind zwar lang, doch uns machen die Dialoge Spaß -- denn jeder hat eine Geschichte, seine kleinen Geheimnisse und Verdächtigungen. Und artet die Länge der Gespräche doch mal aus, können wir sie per Mausklick abbrechen.

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