Science-Fiction Comic-Helden-Movies sind nach wie vor in. Das könnte der Grund gewesen sein, die heute wohl nur noch eingefleischten Fans bekannte MTV-Zeichentrickserie "Aeon Flux" für die große Leinwand umzusetzen. Potential für ein grelles Sci-Fi-Spektakel bietet die 90er-Jahre-Vorlage mit ihrer progressiven Ästhetik jedenfalls reichlich.
Die Geschichte spielt 400 Jahre in der Zukunft. Weil ein tödliches Virus 99 Prozent der Menschheit dahinraffte, haben sich die Überlebenden in der sterilen Stadt Bregna von der verseuchten Welt abgeschottet. Es gibt weder Krankheiten noch Hunger oder Kriege und damit scheinbar das perfekte Leben. Hinter der schönen Fassade aber tobt ein erbitterter Kampf zwischen dem totalitären Regime und der Widerstandsbewegung Monican.
Als Regierungstruppen ihre Schwester töten, erhält Aeon Flux (Charlize Theron), Eliteagentin der Rebellen, endlich den Auftrag, auf den sie lange gewartet hat -- die Ermordung des Alleinherrschers Trevor Goodchild (Marton Csokas).
Gemessen am eher mäßigen Erfolg des Films fällt das Bonusmaterial erfreulich aus. Es gibt zwei Audiokommentare (einer mit Charlize Theron) sowie sechs Featurettes, die unter anderem beleuchten, wieso man sich für Berlin als Drehort entschied. SG n
