AMD RX 6400 und Gaming-PCs: Vier Gaming PCs von 630 bis 1200 Euro
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Die AMD Radeon RX 6400 ist seit einigen Tagen für 180 Euro im Handel. Da schon die 220 Euro teure große Schwester RX 6500 XT grenzwertig in Sachen Gaming-Eignung ist, wollen wir die Leistung der RX 6400 klären. Außerdem bieten wir eine Grafikkarten-Kaufberatung bis 600 Euro sowie Gaming-PC-Vorschläge von 500 bis 1200 Euro.
Vier erschwingliche Gaming-PCs bis 1200 Euro
Wir bieten euch nun noch vier Beispiel-Konfigurationen für PCs ab 635 Euro, wobei ihr für einen Low-Budget-Gaming-PC mit einigen später noch genannten Spartipps sogar unter 500 Euro landen könnt. Unsere vier Haupt-Zusammenstellungen ab 635 Euro sind Vorschläge, bei denen ihr bei den Komponenten abseits von CPU und Grafikkarten-Reihe auch problemlos variieren könnt. Die vier Zusammenstellungen dienen als Beispiele, an denen ihr euch orientieren könnt. Es handelt sich um vier Hardware-Konfigurationen, die stark genug für moderne Games sind, wobei die teureren Varianten vor allem wegen der Grafikkarte natürlich deutlich stärker als die günstigste Zusammenstellung sind.
Prinzipiell lassen sich die Komponenten der PCs auch untereinander tauschen, solange nur das Mainboard zur jeweiligen CPU passt, also denselben Sockel bietet. Für die beiden günstigeren PCs setzen wir auf den Intel-Sockel 1200 und den AMD-Sockel AM4. Der neuere Sockel 1700 von Intel hat zwar Prozessoren, die für sich betrachtet mehr Leistung pro Euro bieten. Allerdings sind die Mainboards etwa 30 Euro teurer als für die Sockel 1200 und AM4, so dass das Gesamtpaket beim Sockel 1700 gerade für einen sehr günstigen PC nicht ganz zu empfehlen ist. Je mehr man aber ohnehin ausgibt, desto weniger spielt dieser Nachteil eine Rolle.
In diesem Artikel
- Seite 1 AMD RX 6400 und Gaming-PCs: Einleitung und Technik AMD RX 6400
- Seite 2 AMD RX 6400 und Gaming-PCs: Die Leistung der AMD RX 6400
- Seite 3 AMD RX 6400 und Gaming-PCs: Fazit AMD RX 6400 und Kaufberatung Grafikkarten bis 600 Euro
- Seite 4 AMD RX 6400 und Gaming-PCs: Vier Gaming PCs von 630 bis 1200 Euro
- Seite 5 Bildergalerie
Bei den Grafikkarten dominiert AMD eindeutig, da zum einen AMD unterhalb von 300 Euro ohnehin die einzige Wahl ist und im Bereich über 300 Euro wiederum die GeForce-Modellreihen RTX 3050 und 3060 beim Preis-Leistungs-Verhältnis gegen die AMD-Konkurrenz verlieren. Nvidia-Fans können aber trotzdem eine RTX 3050 oder 3060 wählen, und bei unserem teuersten PC ist ohnehin mit der RTX 3060 Ti ein Nvidia-Bolide vertreten. Selbst die GTX 1660 Super kann, wie auf der vorigen Seite erwähnt, eine Alternative für ein Grafikkarten-Budget bis etwa 300 Euro sein.
Doch wie sehen unsere beiden günstigen PCs genau aus? Die gleich folgende Tabelle zeigt euch, dass wir auf Sechs-Kern-CPUs (12 Threads) setzen, allerdings auf die aus dem etwas günstigeren Preis-Bereich. Zum einen ist es ein Core i5-10400F, zum anderen der noch recht neue Ryzen 5 5500. Beim RAM setzen wir auf 16GB, wobei beim Intel-PC wegen des Speichercontrollers der CPU DDR4-2666 ausreicht.
Die Grafikkarte ist beim günstigeren PC eine AMD Radeon RX 6500 XT, wobei wir diese Karte nur dann empfehlen, wenn der Aufpreis auf die fast doppelt so schnelle und in Sachen Preis-Leistung deutlich bessere AMD Radeon RX 6600 nicht drin sein sollte. Letztere steckt in unserem zweiten PC, so dass er in Spielen logischerweise beinahe doppelt so schnell wie der günstigere PC arbeiten wird.
Bei den Laufwerken sollte man auf keinen Fall auf eine SSD verzichten - wer will, kauft noch eine Festplatte dazu (1TB ab etwa 30 Euro, 2TB ab etwa 45 Euro). Für die Netzteile gilt, dass sie auch viele der stärkeren Grafikkarten vertragen könnten. Beim Kühler verzichten wir auf einen separaten Kauf und nehmen den mitgelieferten Box-Lüfter der CPUs. So sehen die beiden PCs für 635 und 785 Euro aus:
| Komponente | Intel-PC für 635€ | Preis ab | AMD-PC für 785€ | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Core i5-10400F (6x 2,9-4,3 GHz) | 120 € | Ryzen 5 5500 (6x 3,6-4,2 GHz) | 160 € | |
| Mainboard | Gigabyte H510M S2H V2 | 70 € | MSI A520M-A Pro | 50 € | |
| RAM | 2x8GB PNY XLR8 DDR4-2666 | 60 € | 2x8GB G.Skil Aegis DDR4-3200 | 60 € | |
| Grafikkarte | Sapphire Pulse Radeon RX 6500 XT | 220 € | MSI Radeon RX 6600 Mech 2X 8G | 350 € | |
| SSD | Intenso HighPerformance SATA-SSD 1TB | 80 € | Crucial MX500 SATA-SSD 1TB | 80 € | |
| Gehäuse | AeroCool Bolt | 40 € | Thermaltake V200 TG | 45 € | |
| Netzteil | Xilence Performance C Series 550 Watt | 45 € | LC-Power LC6450 V.2. 450 Watt | 40 € | |
| CPU-Kühler | Lüfter der Boxed-CPU | 0 € | Lüfter der Boxed-CPU | 0 € | |
| Gesamtpreis | 635 € | Gesamtpreis | 785 € |
Einsparpotenzial für einen absoluten Budget PC gibt es übrigens auch noch: Ein Core i3-10100F (4 Kerne, 8 Threads) für nur 70 Euro bietet eine erstaunlich gute Spieleleistung, ist aber möglicherweise nicht so zukunftssicher. Beim RAM sind auch 8GB noch okay, wobei man dann nur einen Riegel nehmen sollte und später einen zweiten nachrüsten kann.
Wer Platz sparen kann, nimmt eine SSD mit nur 512GB für 45 Euro. Für den Intel-PC kommt man mit diesen Abstrichen am Ende auf nur 525 Euro, und wer meint, dass eine AMD Radeon RX 6400 ausreicht, endet sogar unter 500 Euro beim Gesamtpreis.
Die beiden teureren PCs sind ein wenig üppiger ausgestattet: etwas hochwertigere Mainboards, Gehäuse und Netzteile, eine M.2-SSD sowie ein separat gekaufter CPU-Kühler. Für den Core i5-12400F im 1020-Euro-PC gilt, dass er wegen des nötigen Sockel 1700 ein teureres Mainboard braucht als der Ryzen 5 5600X im 1195 Euro teuren vierten PC. Der Intel-Prozessor ist schneller, dafür lässt sich der Ryzen übertakten.
Bei der Grafikkarte bekommt der Intel-PC eine AMD Radeon RX 6600 XT, der AMD-PC eine Nvidia GeForce RTX 3060 Ti. Man kann aber freilich auch die jeweils andere Grafikkarte verwenden. Beide PCs wären auch für deutlich stärkere Grafikkarten geeignet. So sehen die beiden teureren PC-Vorschläge im Detail aus:
| Komponente | Unser Vorschlag 1: 605€-PC | Preis ab | Unser Vorschlag 2: 890€-PC | Preis ab | |
|---|---|---|---|---|---|
| CPU | Core i5-12400F (6x 2,5-4,4 GHz) | 180 € | Ryzen 5 5600X (6x 3,7-4,6 GHz) | 225 € | |
| Mainboard | Asus Prime H610M-E D4 | 100 € | MSI B550M Pro | 80 € | |
| RAM | 2x8GB G.Skil Aegis DDR4-3200 | 60 € | 2x8GB G.Skil Aegis DDR4-3200 | 60 € | |
| Grafikkarte | PowerColor Radeon RX 6600 XT Fighter | 450 € | Gigabyte RTX 3060 Ti Gaming OC 8G | 600 € | |
| SSD | Western Digital WD Blue SN570 M.2 1TB | 95 € | Western Digital WD Blue SN570 M.2 1TB | 95 € | |
| Gehäuse | Sharkoon S25-V | 60 € | Fractal Design Focus G | 60 € | |
| Netzteil | Thermaltake Smart SE 530 Watt | 45 € | be quiet! System Power 9 500 Watt | 50 € | |
| CPU-Kühler | Alpenföhn Ben Nevis Advanced | 30 € | LC-Power Cosmo Cool LC-CC-120 | 25 € | |
| Gesamtpreis | 1.020 € | Gesamtpreis | 1.195 € |
Sparen kann man natürlich, indem man es bei einer SATA-SSD belässt und beim Gehäuse und Netzteil eine Stufe weiter unten auf die Suche geht. Bei den AMD-PC wäre, wenn man nicht übertaktet, ein Mainboard für 50 bis 60 Euro auch kein Nachteil. Nach oben hin wäre als CPU auch ein Core i5-12600KF zu empfehlen, wobei man zum Übertakten dann ein Mainboard für über 150 Euro benötigt. Bei dem AMD-PC gibt es mit dem Ryzen 7 5700X mehr Kerne für knapp 300 Euro - ein lohnenswertes Leistungsplus ist aber nicht drin.
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