David Cronenberg konfrontiert das Publikum erneut mit Identitätsfragen, Grenzerfahrungen und derben Gewaltszenen
Erfrischend anders
Ungewohnt ruhig deckt die Dokumentation die gesamte Produktion von der Eröffnungs- bis zur Schlusssequenz chronologisch ab und beleuchtet u.a. Set-Design, Drehorte, Blut-Effekte, Stunts, Make-up, Charakterentwicklungen und Änderungen im Skript. Zudem wird hier deutlich, wie sehr Cronenberg am Set improvisiert, anstatt strikt nach Script und Storyboards vorzugehen.
Darüber hinaus kommentiert der Regisseur eine entfallene Szene, die einen blutigen Albtraum des Protagonisten Stall zeigt. Cronenberg erläutert, dass diese Sequenz im Kontext des Films fehl am Platz gewesen wäre, ihm die Szene aber so wichtig gewesen sei, dass er sie nicht nur für die DVD nachbearbeiten, sondern gleich noch ein kleines Making of dafür anfertigen ließ.
Zwei kurze Featurettes runden das lehrreiche Bonusprogramm ab: "Violence's History" dreht sich um zwei Szenen, die speziell für den amerikanischen Markt leicht entschärft werden mussten. "Zu kommerziell für Cannes" zeigt Aufnahmen vom Filmfestival wie Fototermine, Interviews, Pressekonferenz oder Uraufführung sowie die Reaktion des Publikums, das Cronenberg und seinem Werk mit Standing Ovations huldigte.
