4J Studios ist sich sicher, dass sie den neuen Couch-Koop-Hit haben. Mit Manic Mechanics macht das Minecraft-Studio aus der Overcooked-Formel ein eigenes Spiel.
Erweiterungen gratis enthalten
Großen Wert legt das schottische Studio auf den ausgewogenen Spielfortschritt, also dass es nicht zu schnell zu schwer wird, man sich aber auch nicht nach drei Levels langweilt. Außerdem hat die Hub-Welt in Manic Mechanics viele Eastereggs zu bieten und kleine Geheimnisse können durch Interaktionen mit der Umwelt entdeckt werden, wodurch neue Skins freischaltbar sind.
Einen Ingame-Shop gibt es in diesem Zuge nicht, wer das Spiel kauft, besitzt alle Inhalte und kann loslegen, ohne Angst vor Werbebannern haben zu müssen.
Bei einem auf den ersten Blick rundum gelungenen Spiel stellt sich natürlich die Frage, warum es am Ende niemand mitbekommen hat? Ein originaler Metacritic-Score von 71 mag zwar nicht schlecht sein, ist aber eben auch nicht sonderlich berauschend und spricht dafür, dass an dem Koop-Erlebnis noch gefeilt werden musste.
Dass der erste Launch nicht so groß war wie erhofft, ist aber auch kein Problem für 4J Studios, denn der Switch-Release war auch gleichzeitig ein Test, wie das Koop-Spiel rund um die Autoreparatur bei den Spielern ankommt.
So gab es seit Release weiterhin Updates, einen Erweiterungs-DLC und demnächst kommt ein Versus-Modus hinzu, dessen Fehlen von Spielern am meisten kritisiert wurde. Alle zusätzlichen Änderungen zum Release sind in den Versionen für Playstation, Xbox und PC natürlich direkt enthalten, die Switch-User bekommen ein kostenloses Update mit allen Inhalten.
Kreative Freiheit kann man sich erkaufen
Entmutigen lässt sich das Studio vom ersten Rückschlag außerdem ohnehin nicht: "Wir glauben daran, dass, wenn wir ein gutes Spiel machen und das Spieler-Feedback einbeziehen, sich die Verkäufe schon ergeben." sagte uns Chris van der Kuyl, Mitgründer von 4J Studios, im Interview.
Eine wirkliche Zahl, wie oft sich das Spiel am Ende verkauft haben soll, existiert laut ihm nicht: "Es verkauft sich so oft, wie es sich eben verkauft". Die Frage, ob es jemals im Raum stand, Manic Mechanics fallen zu lassen, verneint Chris sofort.
Nur wenn sich alle Spieler einig gewesen wären, dass es sich um totalen Schrott handele, dann hätte man als Publisher schon realistisch sein müssen: "Aber wir wissen, dass wir ein gutes Spiel haben".
Chris weiß selbst, dass 4J Studios sich nur so verhalten kann, weil das Unternehmen durchaus Glück hat. Durch die dauerhaften Erlöse der erfolgreichen Ports kann sich das Studio herausnehmen, so zu arbeiten, wonach ihnen gerade der Sinn steht.
Manic Mechanics auf Konsolen und PC
Aber reines Glück reicht natürlich nicht aus: Das Indie-Studio war zwar zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, aber hat sich die entsprechenden Privilegien am Ende doch erarbeitet. Da ist es schön zu sehen, dass sie das Geld nutzen, um mehr kleine Spiele zu entwickeln und anderen Indie-Studios unter die Arme zu greifen.
Ob Manic Mechanics zum 07. März ein größerer Erfolg wird, wenn es für alle Plattformen, inklusive PS4 und Xbox One erscheint, wird sich dann zeigen müssen.
Zumindest für Koop-Freunde könnte der Kampf gegen Rost und Ölflecken eine gute Ergänzung der Spielesammlung bieten. Mit bis zu vier Spielern gleichzeitig auf der Couch oder auch online steht der Zockerrunde dann nichts mehr im Weg, selbst wenn man die bekannten und bewährten Genrevertreter bereits rauf und runter gespielt hat. Transparenzhinweis: Die Reisekosten wurden vom Publisher übernommen.
