007 First Light im Hitman-Vergleich: Stealth-Features und Gelegenheiten
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IO Interactive ist durch das Stealth-Franchise Hitman berühmt. Gibt es in 007 First Light bezüglich der Schleichmechaniken also große Unterschiede?
Weniger Stealth, mehr Haudrauf
Fans der Hitman-Reihe müssen sich aufgrund der anderen Ausrichtung also darauf einstellen, dass 007 First Light kein komplettes Stealth-Spiel ist. Wir können viele Abschnitte komplett lautlos abschließen, mehr als eine Errungenschaft gibt es aber nicht.
Durch die verbesserten Nah- und Fernkampf-Features sowie das actionreiche Bond-Thema gerät der Schleichpart deutlich kürzer als in den meisten Hitman-Teilen. Das lineare Storytelling sorgt außerdem dafür, dass die große Freiheit außen vor bleibt.
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Die gesamte Spielerfahrung ähnelt am ehesten Hitman: Absolution. Im Spiel aus dem Jahr 2012 wechseln sich Sandbox-artige Gebiete mit schlauchigen Levelabschnitten ab. Absolution ist außerdem ebenfalls ein wenig mehr auf Action-Feuerwerk aus als die anderen Teile der Reihe.
Quelle: PC Games
Hitman: Absolution ist im Jahr 2012 aus der Reihe getanzt und hat nicht jeden Hitman-Fan überzeugt. Ein schlechtes Spiel sieht dennoch anders aus.
Da werden wir einmal von einem Helikopter verfolgt und in einem anderen Kapitel schleichen wir uns an patrouillierenden Polizisten vorbei. Üblicherweise gibt es in Hitman immer mindestens ein Ziel, das wir ausschalten sollen, doch bei Absolution wird mit der Tradition gebrochen.
Und in First Light funktioniert das hin und wieder recht ähnlich. Wir schlüpfen schließlich in die Haut eines Agenten, der mehr oder weniger gehorsam Aufträge für den Geheimdienst ausführt, und keinen Klon, der seine Bezahlung eiskalt für Kills bekommt.
Die Kunst der Tarnung
Es gibt allerdings auch seltene Abschnitte, in denen wir die Feder von IO Interactive definitiv sofort erkennen. Wenn es darum geht, nicht aufzufallen und heimlich in bestimmte Areale vorzudringen, dann wird in First Light immer wieder geblufft oder sich verkleidet.
Während das Verkleiden in Hitman ein essenzieller Bestandteil ist und zu beinahe jedem Level dazugehört, schnappt sich Bond aber nur selten andere Outfits. In Hitman lässt sich jeder Auftrag mit viel Übung auch im Anzug von Agent 47 abschließen, doch gerade in den ersten Durchläufen sollten wir Verkleidungen finden, um in abgesperrte Gebiete zu kommen.
Quelle: PC Games
Pro Schauplatz stehen uns in der Hitman-Reihe etliche Verkleidungsmöglichkeiten zur Verfügung. In 007 First Light sind die Optionen deutlich begrenzt.
In bestimmten Outfits fallen wir dort kaum auf und dürfen unsere nächsten Schritte planen. Die "Lautloser Killer"-Auszeichnung gibt es am Ende dennoch, wenn wir niemanden umgebracht, sondern lediglich ausgeknockt und gut versteckt haben.
Als James Bond fehlt uns diese Freiheit und Verkleidungen legen wir nur an, wenn es das Spiel von uns fordert. Dafür bekommen wir etliche Gadgets von Q, durch die wir Gegner blenden oder für kurze Zeit durch eine Magenverstimmung aufs Abstellgleis stellen können.
Das ist auf eine ganz eigene Weise ebenfalls cool. Zusammen mit den Bluff-Fähigkeiten von Bond, bei dem er immer wieder einen lässigen Spruch raushaut, um Widersacher zu täuschen, kann das System auch für Hitman-Fans trotzdem überzeugen.
Quelle: PC Games
James Bond ist in 007 First Light zwar noch jung, aber bereits der Hitzkopf, den wir auch aus diversen Filmen kennen. Er setzt gerne auf seine eigenen Ideen.
Gelegenheiten nutzen
Ein ähnliches Muster zeigt sich in 007 First Light bezüglich der aus der Hitman-Reihe bekannten Gelegenheiten. Es gibt im Bond-Spiel erneut weitläufige Areale, in denen Spionagespürsinn von uns gefordert wird. Wie in Hitman belauschen wir NPCs oder entdecken Unterlagen, um Geheimnisse zu erfahren.
Durch neu gewonnene Erkenntnisse eröffnen sich für uns weitere Wege, einen Schritt nach vorn zu kommen. Hitman liefert uns pro Schauplatz gefühlt unendliche Möglichkeiten, unsere Zielpersonen auszuknipsen. Manche sind so gut versteckt, dass wir sie nur mit viel Aufwand und nach mehreren Anläufen schaffen. Hin und wieder läuft uns sogar die Zeit davon und wir verpassen die Gelegenheiten.
Quelle: PC Games
Wie wir in den Hitman-Spielen vorgehen, bleibt uns überlassen. In First Light fällt die Sandbox in den Kapiteln deutlich geringer aus.
Es fördert den Wiederspielwert der Titel und weckt den Ehrgeiz in jedem Hitman-Fan, auch die letzte Chance auszunutzen. Wie schon geschrieben, ist das Bond-Spiel dagegen wesentlich linearer aufgebaut. Wir dürfen allerdings an manchen Orten ebenfalls mehreren Gelegenheiten nachgehen. Schleichen wir uns an Wachen vorbei und klettern an abgesperrten Orten hinter den Kulissen entlang oder setzen wir mehr auf Täuschung? Das bleibt in manchen Fällen uns überlassen.
Der Ausdruck Hitman light trifft es in Sachen Gameplay-Variabilität recht gut. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn First Light soll schließlich eine eigene Marke sein. Tatsächlich überrascht es uns insgesamt aber dennoch, dass das 007-Spiel gameplay-technisch so wenig mit der Hitman-Reihe zu tun hat.
