Aliens: Colonial Marines im Test - Fünf Jahre Entwicklungszeit für maximalen Spielspaß?

Test Marc C. Hatke

Aliens: Colonial Marines im Test: Wir verraten euch, ob sich fünf Jahre Entwicklungszeit für die Fans gelohnt haben oder ob man sich bei Gearbox lieber noch etwas mehr Zeit gelassen hätte...

Wir haben Aliens: Colonial Marines für euch im Test: Lizenz-Spiele, in denen man in die Haut berühmter Film-Helden schlüpft, gibt es bereits seit den Anfängen der Videospielgeschichte. Ob Captain Kirks Abenteuer auf der USS Enterprise, Batmans Jagd auf die Schurken in Gotham City oder Lukes Kampf gegen das böse Imperium, viele der Titel sind überaus erfolgreich gewesen. Auch die Alien-Lizenz wurde seit den Neunzigern für Videospiele gerne verwendet und so hat man die blutigen Gefechte gegen die Xenomorphs bereits auf dem Super Nintendo nachgespielt.

Doch mit Aliens: Colonial Marines geht das Filmstudio 20th Century Fox und der Entwickler Gearbox einen Schritt weiter: Ihr spielt nicht wie gewohnt die Geschehnisse eines Films aus der Quadrologie nach, sondern erlebt eine komplett eigenständige Handlung, die zum offiziellen Bestandteil der Alien-Storyline erklärt wurde! Als eingefleischter Fan der Serie sind die Hoffnungen dadurch mehr als geweckt, schließlich wurde die Geschichte um Ellen Ripley seit über 16 Jahren nicht mehr weitergesponnen. In unserem Test verraten wir, ob Aliens: Colonial Marines nicht nur mit einer brillanten Story punktet, sondern auch spielerisch überzeugt.

Das hat uns an Aliens: Colonial Marines gefallen

Die Handlung

In Aliens: Colonial Marines schlüpft man in die Rolle von Corporal Christopher Winter. Quelle: Gearbox/Sega In Aliens: Colonial Marines schlüpft man in die Rolle von Corporal Christopher Winter. In Aliens: Colonial Marines schlüpft man in die Rolle von Corporal Christopher Winter. Der Marine und seine beinharten Teamkameraden sollen zu einer Rettungsmission auf die U.S.S. Sulaco. Serienheldin Ellen Ripley war mit dem Kriegsschiff zu einer entfernten Kolonie namens LV-426 aufgebrochen, doch der Kontakt mit dem Schlachtkreuzer ist aus unbekannten Gründen unterbrochen. Da Ripley eine Alien-Plage auf der Kolonie vermutet hat, sollen nun die bis an die Zähne bewaffneten Marines zuerst auf dem Schiff und später auf der Kolonie für klare Verhältnisse sorgen. Da die Story mit vielen unerwarteten Wendungen daher kommt, bleibt die Handlung bis zum Schluss spannend und ist der wichtigste Motivationsfaktor, der euch die etwa acht Stunden lange Kampagne zu Ende spielen lässt. Man merkt einfach, dass die Geschichte aus der Feder von zwei erfahrenen Sci-Fi-Autoren stammt, die bereits Skripts für TV-Serien wie Battlestar Galactica geschrieben haben.

Atmosphäre

Aliens: Colonial Marines lebt stark von der waschechten Alien-Atmosphäre. So haben zum Beispiel original Schauspieler aus den Alien-Filme wie Michael Biehn und Lance Henriksen Nebencharakteren ihre Stimmen verliehen. Auch die sonstige Tonkulisse ist erstklassig. Wenn ihr etwa mit einem Pulsgewehr auf die Alien-Horden schießt und der original Sound aus den Filmen aus euren Boxen ertönt, dürfte Gänsehaut-Feeling angesagt sein.

Waffen-Upgrades

Sowohl in der Einzelspielerkampagne und im Mehrspielermodus sammelt ihr Erfahrungspunkte und könnt so eure Waffen selbst verbessern. Ihr könnt zum Beispiel die Schießeisen mit neuen Feuermodi erweitern oder die Visiere verbessern. Das sorgt für einen kleinen Motivationsschub, den man an so manchen Stellen auch bitter nötig hat.

Das hat uns an Aliens: Colonial Marines nicht gefallen

Die Grafik

Sogar eingefleischte Alien-Fans müssen nach kurzer Spielzeit zugeben: Aliens – Colonial Marines sieht für einen Ego-Shooter aus dem Jahr 2013 hässlich aus. Die Umgebungen sehen öde aus, die Objekte schlicht und aufhübschende Parikel- und Lichteffekte werden sparsam eingesetzt. Obendrein wirken die meisten Texturen so, als ob sie beirets auf der PS2 oder Xbox zum Einsatz gekommen sind. Da zudem starkes Bildzerreißen auftritt, wundert man sich stellenweise, wie die Entwickler zu diesem schlechten Ergebnis gekommen sind. Die PC-Version kommt zwar ohne Tearing aus und läuft bereits auf Mittelklasse-Rechnern flüssig in der 1080p-Auflösung, sieht aber im Vergleich zu aktuellen Titeln wie Dead Space 3 oder Far Cry 3 ebenfalls mehr als trist aus.

Nerviger Schwierigkeitsgrad

Aliens: Colonial Marines gehört zu den schwersten Ego-Shootern, die in letzter Zeit erschienen sind. Quelle: Gearbox/Sega Aliens: Colonial Marines gehört zu den schwersten Ego-Shootern, die in letzter Zeit erschienen sind. Aliens: Colonial Marines gehört zu den schwersten Ego-Shootern, die in letzter Zeit erschienen sind. Das liegt aber leider nicht an smarten Gegnern, sondern an der Präsentation. In den meisten Levels schreitet ihr durch dunkle Gänge, achtet auf euren Bewegungssensor und versucht so die flinken Aliens zu entdecken, bevor sie euch angreifen. Da die Viecher selbst sehr dunkel sind, blitzschnelle euch attackieren und obendrein einige Treffer ausschalten, werdet ihr sehr häufig von den beinahe unsichtbaren Xenomorphs gnadenlos umgelegt. Noch nerviger sind die kleinen Facehugger, die man in den matschigen Umgebungen mit bloßen Auge kaum erkennen kann und euch mit einer Attacke umbringen können. Wären die häufigen Bildschirmtode noch einigermaßen zu verschmerzen, wenn die Checkpoints fair gesetzt wären, dürft ihr stattdessen zumeist die letzten Minuten nach einem Ableben wiederholen. Wer also kein starken Nervenkostüm hat, sollte einen weiten Bogen um Aliens: Colonial Marines machen

Dumme KI-Kameraden

Wie bereits erwähnt, Aliens: Colonial Marines ist bockschwer. Deshalb ärgert man sich, dass auch die angeblich beinharten Marine-Team-Kameraden strunzdoof sind. So übersehen die übrigen Teammitglieder gerne Aliens und schießen so gut wie immer daneben. Für die Atmosphäre ist es zudem nicht gerade gut, dass ihr einfach durch sie ballern könnte, ohne dass die KI-Kameraden irgendeinen Schaden nehmen.

Meinung

Wertung zu Aliens: Colonial Marines (PC)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Aliens: Colonial Marines (PS3)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Aliens: Colonial Marines (X360)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Teils gelungene Alien-AtmosphäreStory bleibt bis zum Schluss spannendAbwechslungsreiche MehrspielermodiKoop-Modus für bis zu 4 Spieler
Altbackene Grafikzu hoher Schwierigkeitsgrad aufgrund der matschigen PräsentationDoofe KI-KameradenCheckpoints unfair gesetzt

Bildergalerie

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