Counter-Strike: Global Offensive ist seit dem 21. August erhältlich. Auch wenn Playstation 3-Spieler noch auf das Erscheinen des Spiels im PSN warten müssen, haben wir die PC und Xbox 360-Versionen schon einmal unter die Lupe genommen. Lest hier im Gamesaktell.de-Test, wie Counter-Strike: Global Offensive abschneidet!
Counter-Strike: Global Offensive versucht in riesengroße Fußstapfen zu treten, schließlich zählen die Vorgänger Counter-Strike 1.6 und Counter-Strike: Source zu den erfolgreichsten und meistgespielten Multiplayer-Shootern aller Zeiten. Global Offensive versteht sich hierbei aber nicht als Counter-Strike 2, sondern eher als erweiterte Neuauflage der Klassiker.
Auf dem Blatt ließt sich der Umfang von Counter-Strike: Global Offensive ziemlich gut: 18 Karten, wobei zehn davon schon aus vorherigen Teilen bekannt sind. Dazu gesellen sich acht frische Waffen sowie vier neue Gadgets. Von den inhaltlichen Erweiterungen abgesehen ist Counter-Strike: Global Offensive aber weitgehend das gleiche Spiel geblieben. Was sich sonst noch alles getan hat, lest ihr jetzt im Test.
Grafik, Gameplay & Maps
Quelle: Steam
Einige der alten Maps weisen sinnvolle Veränderung in der Levelstruktur auf.
Natürlich geht es auch in Counter-Strike: Global Offensive wieder um den Kampf zwischen Terroristen und Anti-Terror-Einheiten. Alle gewohnten Spielmodi wie Bomben-Entschärfung, Geiselnahme oder VIP-Eskorte sind wieder mit dabei, hinzu kommen jetzt jedoch auch einige neue Spielvarianten. Grund für die Neuauflage ist in erster Linie die überarbeitete Grafik-Engine, die zwar gegenüber den Vorgängern gehörig aufpoliert wurde, mit aktuellen Titeln jedoch auch nicht so recht mithalten kann. Viele Texturen machen einen matschigen Eindruck und der Detailgrad der Objekte ist auffällig niedrig. Über diese Äußerlichkeiten kann jedoch noch eher hinweg gesehen werden, als über die veralteten Animationen der Character-Models. Man hat sich vermutlich an der klassischen Optik der Vorgänger orientiert, wodurch zwar der bekannte Counter-Strike-Charme beibehalten wird, Global Offensive jedoch auch den Anschluss an zeitgemäße Spiele verliert - zumindest auf technischer Ebene.
Die Auswahl der Karten gefällt uns, zumal auch einige der alten Maps sinnvoll verändert wurden. Auf Dust befindet sich jetzt beispielsweise im Tunnel ein Treppenaufgang, wodurch das Sniping auf der Map etwas entlastet wurde. Änderungen dieser Art scheinen wohl durchdacht und wirken sich positiv auf das Balancing aus. Der Vollständigkeit halber seien die alten Maps hier einmal aufgezählt: Aztec, Dust, Dust 2, Inferno, Italy, Nuke, Office und Train haben ihren Weg in Counter-Strike: Global Offensive gefunden, wobei hier nur die Modi Bomben-Entschärfung und Geisel-Rettung gespielt werden können.
Neue Spielmodi, neue Waffen, neue Gadgets
Quelle: Steam
Neue Waffen machen Counter-Strike: Gobal Offensive auch für Serien-Vetereanen interessant.
Die zwei neuen Spielmodi hören auf die Namen Arms Race und Demolition. Beide Spieltypen werden unter dem Arsenal-Mode zusammengefasst, der auf der beliebten Gungame-Mod der Vorgänger basiert. Mit Arms Race taucht erstmalig ein Deathmatch-Modus in dem normalerweise team-basierten Shooter auf. Hierbei wird jeder Kill eines Spielers mit einer neuen Waffe belohnt. Um zu gewinnen, muss man mit jeder Waffe einer vorher festgelegten Auswahl an Schießprügeln einen Kill erzielen. Im Demolition-Modus entfallen die Waffenkäufe zu Rundenbeginn, die Herausforderung besteht jedoch darin, dass mit jedem erzielten Abschuss das Waffenarsenal schwächer wird. Einige Waffen wurden komplett ausgetauscht, so finden wir beispielsweise die MP9 statt der altbekannten TMP im Spiel vor. Counter-Strike: Global Offensive bietet jedoch auch acht gänzlich neue Waffen, die da wären: Tec-9, Abgesägte Schrotflinte, MP7, PP-Bizon und Negev auf der Seite der Terroristen, sowie die MAG-7, MP7 und PP-Bizon auf der Seite der Counter-Terroristen.
Interessant sind auch die neuen Gadgets, allen voran der Molotov Cocktail. Dieser zaubert eine Fläche brennenden Untergrunds auf die Karte, wobei dieser nicht nur Schaden anrichtet, sondern die Gegner auch ausbremst, sodass sich zahlreiche taktische Möglichkeiten ergeben. Weiterhin neu sind der Taser, eine Brandgranate und eine Tarn-Granate, die zur Ablenkung Waffengeräusche erzeugt und euren Gegnern nicht existente Feinde auf dem Radar anzeigt.
Casualisierung und Fazit
Um Counter-Strike: Global Offensive nicht nur Serienveteranen zugänglich zu machen, gibt es im Spiel neben dem normalen Competitive-Mode noch einen Casual-Modus. Im Casual-Mode sind Kevlar-Weste und Helm kostenlos, darüber hinaus wurde hierfür das Friendly-Fire ausgeschaltet. Auch das Startkapital ist höher angelegt, sodass von Beginn an gleich stärkere Waffen gekauft werden können. Wem das alles zu simplifiziert erscheint, der greift weiterhin zum Competitive-Mode, wo ihr darauf achtgeben müsst, eure Teamkameraden nicht zu treffen. Im normalen Modus startet ihr selbstverständlich auch wieder mit den gewohnten 800 Dollar und müsst euch eure Ausrüstung teuer verdienen. Übrigens: In beiden Modi ist der Party-Chat auf der Xbox 360 verboten - Wer eine externe Einladung annimmt, wird vom Server geworfen! Warum jedoch der Chat auch im Casual-Modus gestrichen wurde, können wir nicht nachvollziehen.
