Alles Gute: Zum zehnten Geburtstag blasen sich die Worms lieber das Lebenslicht als die Kerzen aus!
Die Idee war gut, die Umsetzung nicht: Das bislang letzte Würmer-Gewemmse "Forts: Unter Belagerung" (Test in play 12/2004) verwirrte alteingesessene Serienfans mit umständlichem Aufbau-Feature und zähem Gebäude-Management. Ein Dreivierteljahr später konzentrieren sich die Entwickler-Mannen um Produzent Martyn Brown wieder auf das Wesentliche -- Bazookas, Schrotflinten und Superschafe!
Wütende Würmer
Das Spielprinzip dürfte wirklich jedem bekannt sein: Ihr kontrolliert ein Team aus bis zu sechs bis an die Ringe bewaffneten Kriechtieren. Seid ihr am Zug, bewegt ihr euren aktiven Wurm an eine beliebige Stelle auf der Levelkarte und knallt dann den Gegnerhorden was vor den schleimigen Latz. Euer Waffenarsenal ist dabei so bizarr wie umfangreich: Zu den Klassikern wie Baseballschläger, Dynamitstange und Heilige Handgranate (Halleluja!) gesellen sich so originelle Krawallmacher wie explodierende Kühe, tonnenschwere Betonesel und der aufgeblasene Engländer.
Experimente sind durchaus erwünscht: Bis ihr alle Waffen und Gimmicks beherrscht, muss so manche Trainingsstunde absolviert werden. In Verbindung mit der immer wieder überraschenden Architektur der einzelnen Levels ergeben sich nahezu endlos viele verschiedene Möglichkeiten, sein Gegenüber in den Würmer-Himmel zu bomben.
Wurmkur
Die Jubiläumsausgabe bietet euch mehr Optionen und spielerische Freiheiten als alle "Worms"-Teile zuvor: Durch gewonnene Matches und gelöste Bonusaufgaben verdient ihr Münzen, die ihr flugs in weitere Würmer-Accessoires oder neue Levelkarten investiert. Bastler können sich zudem in der virtuellen Werkstatt ihre ganz persönliche Superwumme zusammenlöten.
Obwohl sich auch "Worms 4" nicht mehr so flüssig spielt wie die alten 2D-Urväter, machen die Kompostkriege wieder eine Menge Spaß -- zum Freundschaftspreis!
