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  • Worms 4 Mayhem

    Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sprengen sie sich noch heute gegenseitig in die Luft. Nach dem eher unausgegorenen Aufbaustrategie-Mix Worms Forts kehren die säbelrasselnden Kriechtiere zu ihren Wurzeln zurück.

    Ach, was wäre die Welt für ein schöner Ort, würden sich die Menschen bloß ein Beispiel an den gemeinen Regenwürmern nehmen. Die nämlich ziehen zwar ebenfalls schon seit Jahren regelmäßig schwer bewaffnet in den Krieg, nehmen die Angelegenheit allerdings nicht wirklich ernst. Wie sonst wäre zu erklären, dass die mächtigsten Waffen im Wurm-Arsenal nicht etwa Shotgun, Bazooka oder Handgranate, sondern explodierende Schafe und müffelnde alte Damen sind?

    Je oller, je doller

    Derart abgedreht bewaffnet zieht es die taffen Kriechtiere pünktlich zum zehnten Geburtstag der Serie erneut an die Front. Wie schon in den beiden Vorgängern tummeln sich unsere Würmer in schicken 3D-Landschaften, und haben -- rein optisch -- nicht mehr wirklich viel mit einem echten Regenwurm gemein. Im Gegenteil: Worms 4 kommt erstmals mit einer Art Wurm-Modenschauoption daher, dank der wir unsere rosafarbenen Soldaten nach eigenem Gutdünken einkleiden und verschönern können. Ein Wurm im Pornostar-Look mit weißem Cowboyhut, verspiegelter Sonnenbrille und coolen, roten Handschuhen? In Worms 4 kein Problem!

    Worm my pimp!

    Der Wurm-Editor ist jedoch nur die Spitze des Flexibilitäts-Eisbergs. Wie es sich für einen Worms-Titel gehört, geben uns die Entwickler beinahe sämtliche Freiheiten an die Hand, um uns das Spiel nach unseren eigenen Wünschen zurechtzubiegen. Im Waffeneditor etwa basteln wir uns neue Massenvernichtungs-Instrumente. Dabei können wir nicht nur Art und Wirkung der Waffen, sondern auch deren Look im Spiel (und den Look der verwendeten Munition) selber bestimmen. Ähnliches gilt für den Spielmodus-Editor. Hier stellen wir die zig Parameter ein, nach denen eine Partie Worms seit jeher abläuft. Rundenzeit, Rückzugzeit oder Waffenarsenal sind nur einige der vielen Schrauben, an denen hier gedreht werden kann.

    Wer sich genügend in den Editoren ausgetobt hat, zieht endlich aufs Schlachtfeld. Hier erwartet uns eine gesunde Mischung aus Altbekanntem und Neuem. Wie üblich laufen alle Partien rundenweise ab. Pro Runde ist ein Wurm am Zug. Hat er sein Pulver verschossen oder versehentlich Schaden genommen, ist der Gegner an der Reihe. Das Spiel bietet einen offenen Mehrspieler-Part -- der allerdings mit CPU-Teams auch gegen den Computer gespielt werden kann -- und einen Kampagnenmodus inklusive Story, der aus strikt vorgegebenen Missionen besteht. Hier kämpfen wir nach jeweils vorgegebenen Regelsets und müssen in den meisten Aufträgen nicht nur das gegnerische Team ausschalten, sondern auch noch Spezialaufträge erfüllen. Das Missionsdesign ist dabei clever genug, die 3D-Welt wirklich auszunutzen. So stehen etwa in einigen Szenarien die Feindwürmer auf unterschiedlichen Stockwerken eines Hauses verteilt, und wir müssen uns mit Ninjaseil und anderen Hilfsmitteln zu ihnen vorarbeiten. In anderen Aufträgen ist die Vernichtung des gegnerischen Teams Nebensache, und wir müssen ein bestimmtes Objekt auf der Karte erreichen und einsammeln.

    Ansichtssache

    Apropos 3D: Mit Worms Mayhem kommt bereits das dritte Spiel der Serie, das sich vom altbekannten Sidescroller-Look der Urväter verabschiedet hat. Obwohl auch diesmal das Spielprinzip noch nicht zu 100 Prozent mit der 3D-Perspektive harmoniert, geht die Steuerung doch leichter von der Hand als zunächst gedacht. Unsere Würmer latschen auf Tastendruck in alle vier Himmelsrichtungen über die knallbunten Landschaften, beherrschen die gewohnten Sprungtechniken, und auch die Waffen funktionieren ganz ähnlich wie in den älteren Titeln der Reihe. Gewöhnungsbedürftig ist allerdings das Zielen mit Wurfgeschossen wie Granaten oder der Bazooka. Ein präzises Anvisieren mit solchen Wummen ist in der standardmäßigen Verfolgerperspektive natürlich unmöglich, daher bietet das Spiel einige Hilfsansichten, um uns die Übersicht der alten 2D-Welten wenigstens teilweise zu erhalten.

    Erste Wahl, um uns schnell ein Bild des aktuellen Levels zu machen und den Gegner aufzuspüren, ist die Vogelperspektive. Diese hängt die virtuelle Kamera in einiger Höhe über das Geschehen, und kann per Maus und Mausrad in alle Richtungen gedreht, geschwenkt und gezoomt werden. Noch wichtiger ist jedoch die Zielsicht, die uns die Welt durch die Augen unseres aktuell gewählten Wurms sehen lässt. Ist eine entsprechende Waffe aktiviert, erscheint zudem ein Fadenkreuz, das wir in bester Ego-Shooter-Manier mit der Maus auf denjenigen Feind-Wurm richten, den wir über den Jordan schicken wollen. Das eigentliche Abfeuern einer ballistischen Waffe (etwa Granate oder Bazooka) läuft dann beinahe exakt so ab, wie schon im Ur-Worms von 1995. Mit dem Fadenkreuz und einem simplen Gradmesser stellen wir den Abschusswinkel ein, und geben dem Projektil mehr oder weniger viel Schmackes mit auf den Weg. Je länger wir den Abzug gedrückt halten, desto höher die Mündungsgeschwindigkeit unseres Geschosses.

    Mehr Zielwasser, bitte!

    Das alles funktioniert erstaunlich gut, wenigstens nach einer gewissen Eingewöhnungsphase. Die 3D-Levels sind zwar nicht ganz so gut einzuschätzen wie weiland die platten 2D-Landschaften, mit etwas Übung kullern allerdings schon bald die ersten Granaten vor die entsetzen Würmer des Gegners. Leicht nervig ist hingegen die automatische Kameraführung zwischen Abschuss und Einschlag einer Waffe. Die ist zwar stets bemüht, uns den spektakulärsten Blick aufs Geschehen zu liefern, allerdings schaltet das Spiel dabei teils hektisch hin und her und lässt uns so nicht exakt sehen, wo genau unser Wurf oder Schuss denn nun gelandet ist.

    Am Ende des Tages steht natürlich auch für einen Wurmgeneral die Frage nach dem Warum. Worms 4 liefert mit seinem Bonus-System die Antwort gleich mit. Für jede gewonnene Schlacht erhalten wir eine handfeste Belohnung in Form von Goldmünzen. Mit dieser Währung schalten wir dann im Worms-Shoppingmodus bisher nicht zugängliche Karten frei, kaufen mächtigere Waffen oder erweitern den Kleiderschrank unserer Würmer, indem wir neue Hüte, Brillen oder Schnurrbärte für unser Teamdesign hinzukaufen.

    Sascha Gliss

  • Worms 4: Mayhem
    Worms 4: Mayhem
    Publisher
    Codemasters
    Developer
    Team 17
    Release
    29.07.2005

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Worms 4: Mayhem
Worms 4 Mayhem
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sprengen sie sich noch heute gegenseitig in die Luft. Nach dem eher unausgegorenen Aufbaustrategie-Mix Worms Forts kehren die säbelrasselnden Kriechtiere zu ihren Wurzeln zurück.
http://www.gamesaktuell.de/Worms-4-Mayhem-Spiel-43042/Tests/Worms-4-Mayhem-715610/
01.07.2005
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/t_worms4_999_07eps.jpg
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