Zutritt ab 18: Midways Horrorkracher überleben nur physisch und psychisch gefestigte Naturen. Sind Sie bereit für den Höllen-Trip?
Midway ist ein Spezialist fürs Grobe. Das stellen die Chicagoer nicht nur regelmäßig mit den Fortsetzungen der "Mortal Kombat"-Reihe unter Beweis, sondern auch mit dem blutig-morbiden Horrorspektakel "The Suffering", das im September 2004 erschien. In der Rolle des gemarterten Häftlings Torque ballerten Sie sich damals im Abbott-Gefängnis durch allerlei widerliches Monstergezücht und plagten sich mit schrecklichen Visionen herum.
STORY: Jetzt geht das Leiden von vorne los! Wegen eines heftigen Streits mit Todesfolge sitzt Torque wieder ein -- und zwar auf Carnate Island bei Baltimore. Angezettelt wurde dieser Streit von dem gerissenen Großkriminellen Blackmore. Dieser hasst Torque abgrundtief und folgt ihm sogar freiwillig in den Knast, um ihn dort endgültig fertig zu machen. Bevor es aber so weit kommt, ereignet sich ein Zwischenfall. Die Monster von damals, deren Herkunft noch immer unbekannt ist, starten von Carnate Island aus einen neuen Angriff auf die Menschheit.
SPIEL: Ihr Kampf gegen die Dämonen und die Suche nach der Lösung Ihrer Probleme führen Sie zunächst durch den Knast, ähnlich wie in Teil eins. Später erkunden Sie aber auch die Forschungsanlagen der größenwahnsinnigen Industriellen Jordan, die Slums von Baltimore, das Grand-Theatre-Kino oder das Hafengebiet. Anfangs beseitigen Sie Ihre dämonischen und menschlichen Gegner mit Stahlrohr, Pistole und Schrotflinte, später kommen Panzerfaust, Granatwerfer und Maschinengewehre hinzu.
Während der Kämpfe lädt sich eine Ausrast-Anzeige auf. Ist diese voll, können Sie sich auf Knopfdruck in ein blutrünstiges Monster verwandeln, das mit einem Klingenarm alles in Stücke reißt. Es gibt drei verschiedene Formen Ihrer inneren Bestie. In welche Sie sich verwandeln, hängt davon ab, ob Sie Not leidenden Menschen, denen Sie unterwegs begegnen, helfen, oder ob Sie sie in die ewigen Jagdgründe schicken.
FAZIT: Wie der Vorgänger ist auch "Ties That Bind" nichts für Kinder und Jugendliche! Blut, Gedärme und entstellte Körper prägen das Gesamtbild des Spiels, zwischendurch erleben Sie mit Torque schockierende Flashbacks und Visionen. Also genau das Richtige für Actionfans, die es gerne hart mögen.
Technisch wie atmosphärisch ist "Ties That Bind" eine Wucht, nur die Controller-Steuerung ist auf Xbox und PS2 etwas schwammig, sodass präzises Zielen hier manchmal zum Problem wird.
