Budget-Test: The Darkness ist jetzt schon ab 20 Euro zu kriegen. Hier der Test der Xbox360-Version des Horror-Shooters.
Entscheidungsmacht
Folgsame Helfer: Rechts hinten sitzt der Lichtkiller, links der Kamikaze-Darkling. Der Kamerad in der Mitte ist der Berserker. (Xbox360)
Neben der genial düsteren Atmosphäre machen vor allem die dunklen Mächte den Unterschied zu einem 08/15-Shooter aus. Nur zwischen Pistole, Schrotgewehr oder MG zu wählen, ist vergleichsweise belanglos. Viel spannender ist da doch die Entscheidung, ob man mit dem Dämon der Finsternis am Boden entlangschleicht und seinem verdutzten Gegner in die Nase beißt, oder ob man frontal auf ihn zurennt, um ihn mit dem Dämonenarm zu durchbohren. Man könnte natürlich auch einen Darkling-Zwerg aus dem Boden kriechen und ihn die Drecksarbeit erledigen lassen...
Vier dieser bösartigen Zwergen-Helferlein stehen uns später im Spiel zur Verfügung: Während der Berserker die Gegner-Meute mit Muskelkraft und spitzen Zähnen bekämpft, bringt der Schütze ein riesiges MG mit ins Gefecht. Auf unser Kommando hin holt er es vom Rücken und durchlöchert wild fluchend eine ganze Heerschar Bösewichter. Durchgänge sprengen wir mit dem Kamikaze-Darkling frei. Der Lichtkiller schließlich knipst praktischerweise alle Leuchten in der Nähe aus. Die Macht der Finsternis reagiert nämlich allergisch auf Helligkeit: Im Schein einer Lichtquelle verlieren wir unsere komplette Darkness-Energie.
Für Nachtmenschen
Finster: Der Schütze hat ein schweres MG dabei. Achtung: Darklings können nur im Dunkeln überleben.
Durch die erzwungene Feindschaft mit dem Licht entsteht eine wunderbar düstere Atmosphäre, die der exzellente Soundtrack noch verstärkt. In den New Yorker U-Bahn-Stationen erklingt eine herrlich eingängige Melodie, die einem schon nach kurzer Zeit nicht mehr aus dem Kopf geht. Während der Kampfszenen dagegen sorgt harter Rock für Dynamik.
Auch die englischen Sprecher leisten exzellente Arbeit: Wenn wir von einem alten Freund mit rauchiger Stimme vor Onkel Paulies Killern gewarnt werden, kaufen wir ihm seine Besorgnis zu hundert Prozent ab. Ebenso schafft es Jackies Freundin Jenny, dass wir uns tatsächlich Sorgen um ihr Wohlbefinden machen -- genau so muss es sein!
Mehr über die Vergangenheit unseres Helden erfahren wir in den langen Ladepausen zwischen den Abschnitten. Das Spiel ist in drei Kapitel unterteilt. Das erste Drittel in New York führt uns unter anderem in eine Schlachterei und in ein Waisenhaus. In der Otherworld begegnen wir Soldaten in Uniformen aus dem Ersten Weltkrieg und kämpfen uns durch Schützengräben sowie die Kanalisation. Den Schluss erleben wir wieder in New York, wo wir Jagd auf Onkel Paulie machen.
