Ade, du schöner Budenzauber! Mit einem Sparpaket versucht Konami an die Tabellenspitze zu kommen.
Was alles wird anders bei der PSP-Version von "Pro Evolution Soccer 5"? Diese Frage bewegt Fußballdeutschland neben den Ballack-Vertragsverhandlungen seit Wochen. Schließlich hat die tragbare PlayStation zwei Schultertasten weniger und einen Datenträger, auf den lediglich ein Viertel eines PS2-Spiels passt. Man darf also gespannt sein...
Weniger Budenzauber
Die Größe der UMD hat den Konamis in Tokyo wohl gehöriges Kopfzerbrechen bereitet. Nur so lässt sich erklären, dass es im Vergleich zum PlayStation2-Original auf der PSP so viele Abstriche gibt. Wenn das Hauptmenü auf dem Display erscheint, sehen "PES"-Kenner sofort, dass etwas nicht stimmt. Es fehlen das beliebte Pokalturnier, der einzigartige Meisterschafts-Modus und der Großteil des Trainings (auch die Herausforderung). Das Freundschaftsspiel und die Liga sind somit die einzigen PSP-Wettbewerbe, bei denen ihr an den Ball treten könnt.
Fast schon ein Skandal: Die Reporterstimmen von Wolf Fuß und Hansi Küpper hat man auch weggelassen!
Trotz aller Sparmaßnahmen besticht auch der PSP-Kick durch das "PES"-typische Spielgefühl -- wenn es auch actionlastiger ausfällt. Dazu tragen insbesondere das realistische Roll-, Sprung- und Flugverhalten des Polygonleders und die fast makellosen Verhaltensmuster der KI-Mitspieler und -Gegner bei. Außerdem sind die Bewegungsabläufe und die mehr als 30 Leistungsmerkmale (Schusskraft, Flankengenauigkeit, Teamgeist...) eines jeden Spielers dafür verantwortlich, dass die Matches von der ersten bis zur letzten Spielminute bravourös simuliert werden. Sogar das Fehlen der Funktionen, die normalerweise mit den L2- und R2-Tasten des PS2-Controllers ausgelöst werden, lässt sich problemlos verschmerzen.
Wider Erwarten gibt's einen weiteren Wermutstropfen: Die drei möglichen Kamerawinkel sind schlecht gewählt, man ist viel zu nahe am Geschehen dran und vermisst die Übersicht.
