Mit einem Turniersieg geht Titelverteidiger Mike Linden in die verdiente WM-Pause.
D ie WM 2006 überstrahlt momentan alles und so legt die zweitwichtigste Fußball-Veranstaltung des Jahres, Konamis "Pro Evolution Soccer"-Liga, eine mehrwöchige Pause ein. Zuvor zeigten die "PES 5"-Recken aber noch, dass sie den PS2-Controller genauso gut beherrschen wie die WM-Stars den Teamgeist-Fußball.
Linden löst Ticket für Leipzig
Nach mehreren zweiten und dritten Plätzen konnte der deutsche Meister 2005, Mike Linden, in Frankfurt endlich den obersten Podestplatz erklimmen. Durch seinen Turniersieg qualifizierte sich der Remscheider zudem für das Finalturnier im August in Leipzig.
Im Endspiel traf Linden auf Kai Schramm aus Kamen. Der ließ bei seiner ersten Turnierteilnahme überraschend die gesamte Favoritenschar hinter sich - bis auf den Titelverteidiger. Gegen Lindens Franzosen war er im Finale mit Ronaldinho und Co chancenlos, obwohl der spätere Sieger zunächst noch etwas verunsichert war: "Kai war in meiner Vorrunden-Gruppe und spielte dort mit einer ganz anderen Taktik. Deshalb wusste ich erst mal nicht, wie ich gegen ihn agieren sollte." Letztlich fiel Lindens Sieg mit 3:0 aber recht deutlich aus.
Auch in Dortmund stand mit Antonino Lo-Re ein ehemaliger deutscher "PES"-Meister (2004) im Endspiel. Diesmal behielt aber der Außenseiter Ahmed El-Lahib aus Bochum die Oberhand. Wieder zeigten die Franzosen den Ballzauberern vom Zuckerhut ihre Grenzen auf. In Unterzahl erzielte El-Lahib durch ein herrliches Freistoß-Tor von Henry den 1:0-Siegtreffer. AZ
