Wusstet ihr, dass es auch in der Welt der Videospiele zahlreiche Patente gibt, die verhindern sollen, dass Ideen einfach so geklaut werden? Wir haben euch fünf Stück herausgesucht, die ihr ziemlich sicher noch nicht kanntet!
Quelle: Nintendo
Das Steuerkreuz, hier am Beispiel des Nintendo Game Boy, war bis 2005 durch ein Nintendo-Patent geschützt.
Das Steuerkreuz
Habt ihr euch schon mal gewundert, warum es nur in Nintendo-Konsolen das markante Steuerkreuz gibt? Schaut mal genauer hin: Keine der anderen Konsolen hat ein Steuerelement in Form eines Kreuzes. Bei der PS3 sind die Richtungstasten einzeln, bei der Xbox 360 liegt das von vielen Spielern verhasste D-Pad auf einer runden Auflage und selbst bei der Dreamcast, die solch ein kreuzförmiges Element hatte, wurde darunter mit einem komischen System gearbeitet, um ein Patent zu umgehen, dass sich Nintendo 1983 gesichert hat. Darin wird ein "Schalter, der die Form eines Kreuzes einnimmt" beschrieben – deswegen mussten alle anderen Controller dieses Hindernis umgehen. Seit 2005 ist dieses Patent jedoch ausgelaufen, da bleibt nur die Frage, wer als erstes das Steuerkreuz kopiert. Sonys PS Vita jedenfalls nicht.
Quelle: Nintendo
Nintendo kam durch den Einsatz einer anderen Rumble-Funktion um die Zahlung herum. Hier seht ihr das Rumble-Pad vom N64.
Rütteln, Schütteln, Zeigen
Doch auch viele andere Elemente in Spiele-Controllern unterliegen Patenten. So kam es, dass sowohl Sony als auch Microsoft an Immersion jeweils Millionen von Dollar bezahlen mussten, da sie in ihren Controllern Rumble-Funktionen eingesetzt haben. Und auf diese hatte das Unternehmen ein Patent angemeldet. Sony zahlte insgesamt knapp 100 Millionen, Microsoft einigte sich außergerichtlich, die gezahlte Summe ist unbekannt. Nintendo kam damals glimpflich davon, da sie ein anderes System eingesetzt hatten. Doch dieses Glück währte nicht lange, denn 2006 wurde festgestellt, dass in den Controllern von Xbox, Gamecube und Wii insgesamt 12 verschiedene Patente der Firma Anascape verletzt wurden. Erneut kaufte sich Microsoft außergerichtlich frei, Nintendo zahlte 21 Millionen, um ein Verkaufsverbot der Wii zu vermeiden.
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