Retro-Fieber: Larry Laffer

Special Simon Fistrich

In unserer neuen Rubrik stellen wir euch Perlen (oder Missgeschicke) der Spielegeschichte vor! Den Anfang macht der berühmte Schwerenöter.

Was bei Moses die Zehn Gebote sind, ist bei unserem Freund Larry der weiße Polyesteranzug: ein nicht wegzudenkendes Symbol!

Im Jahre 19876 erblickt ein kleiner, notgeiler Pinsel namens Larry Laffer im weißen Zwirn das Licht der Computerspielewelt. Der Beginn einer Legende. Die Schöpfung von Entwickler Al Lowe schafft es trotz (oder wegen) der Erwachsenen-Thematik auf Anhieb, eine treue Fangemeinde um sich zu scharen.

Das Spiel, das es nicht gibt

Die Nachfolger lassen nicht lange auf sich warten, Teil zwei und drei erscheinen bereits in den beiden folgenden Jahren. Inhaltlich drehzt sich wie bisher alles um die nicht ganz alltäglichen Missgeschicke und die (mitunter peinlichen) Probleme des selbsternannten Alpha-Aufreißers Larry Laffer. Dass es keinen vierten Teil gibt, hat natürlich auch seinen Grund: Al Lowe schließt nach der Fertigstellung des dritten Teils eine Fortsetzung kategorisch aus.

Ein Jahr später ändert er seine Meinung. Da das Ende von Passionate Patti in Pursuit of the Pulsating Paectorals ein Sequel erschwerte, leidet Larry im fünften Teil von 1991 an Gedächtnissschwund und kann sich daher nicht mehr an die Geschehnisse des (natürlich imaginären) vierten Teils erinnern. Ein genialer Schachzug. Der vierte, nie erschienene Teil trägt in den Reihen der Fans deshalb den Titel Leisure Suit Larry: The Missing Floppies (die fehlenden Disketten).

Auf der nächsten Seite: Das Ende einer Legende

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