Wenn die Unreal-Engine 3 auf John Woo trifft, bleibt kein Polygon auf dem anderen!
In dieser Sequenz ballert Tequila alle Gegner nieder.
Stranglehold (dt.) spielt offiziell 18 Jahre nach Hard Boiled und ist die Fortsetzung des Films, mit ähnlichem Verlauf der Handlung. Dadurch gibt es speziell am Anfang viele Parallelen zwischen beiden Titeln, und auch Inspektor Tequila sieht kein bisschen älter aus als im Kinofilm. Der schweigsame Cop wird im Spiel genau so eingeführt wie im Film: als Einzelgänger, der das Gesetz bricht, um seine Ziele zu erreichen. Und als ein Mensch, der von Beginn an gebrochen wirkt. Was auch an Chow Yun-Fat liegen kann, der dem Stranglehold-Tequila Gesicht und Stimme leiht (die deutsche Version enthält auch das empfehlenswerte englische Original). Diesmal gerät Tequila samt Ex-Frau und Tochter zwischen die Fronten eines der Kriegs der chinesischen gegen die russische Mafia.
Tequila Time
Fast alles ist kaputtbar, wie diese Statue.
Das Spiel selbst beginnt wie ein stinknormaler Third-Person-Shooter. Tequila wird aus der Verfolgerperspektive durch Hongkongs Straßen gesteuert, das geht mit Maus und Tastatur ebenso gut wie mit einem Gamepad (das zwei Analogsticks haben muss). Anders als zum Beispiel Max Payne rumpelt Tequila aber nicht gegen Tische oder Tresen, sondern gleitet elegant darüber – exakt so, wie es Chow Yun-Fat auf John Woos Geheiß im Film tat. Das sieht in Kämpfen sehr schick aus, wirkt aber eher albern, wenn weit und breit kein Bösewicht zu sehen ist.
