Half-Life 2: Episode 1

Test

Erst im Duett wird's richtig nett! In diesem Add-on versuchen Gordon und Alyx gemeinsam, die Geheimnisse von City 17 zu lüften.

Half-Life 2: Episode 1 A lso mal ehrlich: Das Ende von "Half-Life 2" war der schlimmste Cliffhanger aller Zeiten. Millionen PC-Zocker erlebten ihr bis dato bestes Shooter-Abenteuer, nur um dann am Ende vor mehr Fragezeichen zu stehen als es im Schwarzwald Bäume gibt -- und da gibt's echt viele!Schuld war der hagere G-Man, der einfach durch die nächste Tür ins Nichts entschwand anstatt die geheimnisvolle Story aufzulösen. Na, vielen Dank auch! Anderthalb Jahre später schickt Entwickler Valve seine Forstarbeiter los, um den Fragezeichen-Wald zu roden. Doch um es gleich vorwegzunehmen: Nicht jedes Rätsel rund um City 17 wird in "Episode One" gelöst. Man möchte die Fans schließlich bei der Stange halten, denn in den nächsten Jahren wird die Geschichte mit weiteren Folgen fortgeführt.

Traumpaar: Alyx + Gordon

Jede anständige Soap handelt von den Beziehungen zwischen Männlein und Weiblein. Bei "Episode One" ist das nicht anders. Gleich nachdem uns Roboterhund Dog unweit der Zitadelle aus einem Trümmerhaufen gebuddelt hat, blicken wir in das freudestrahlende Gesicht von Alyx. Verlegen teilt sie uns mit, wie froh sie doch sei, dass wir die Explosion des Alien-Portals überlebt hätten. Ist sie nicht süß?

Während der rund sechs Stunden Spielzeit weicht uns Alyx nur selten von der Seite. Zunächst begleitet sie uns in die Überreste der Zitadelle. Auf welch kuriose Weise wir dorthin gelangen, können Sie in unserem XXL-Video erleben (siehe Kasten). Anschließend müssen wir uns bis zum Reaktorkern vorarbeiten. Die Zeit drängt. Also halten wir uns nicht lange mit den Combine-Soldaten auf. Mit dem Gravitron greifen wir eine der Dumpfbacken und schleudern unser zappelndes Opfer auf seine Genossen.

Die ersten beiden der insgesamt fünf Kapitel müssen wir noch ohne Schusswaffe auskommen. Doch später beladen wir uns mit dem gewohnten Arsenal, jagen den Combines Armbrust-Pfeile in die Knie und holen mit dem Raketenwerfer Helikopter vom Himmel. Oder wir ballern den Zombies die Kopfkrabben-Hüte mit einigen Ladungen Schrot vom Schädel. Schade: Die Auswahl an Weltrettungs-Werkzeugen ist nicht größer als in der Vollversion.

Kampfweib

Wenigstens hat Alyx gleich von Beginn an eine Pistole dabei. Und sie weiß das Teil auch prima zu gebrauchen. Nachdem wir die Kontamination von City 17 verhindert haben, bahnen wir uns einen Weg durch den Untergrund. Dabei mäht Alyx die Zombies reihenweise nieder und packt bei allzu aufdringlichen Sabbermäulern auch mal einen Karatekick aus -- wir stehen staunend daneben.

Bei absoluter Dunkelheit ist aber selbst eine emanzipierte Kämpferin auf männliche Hilfe angewiesen. Ritterlich leuchten wir attackierende Viecher an, damit Alyx sie über den Haufen ballern kann. Gruselig wird's, als wir unsere Batterie aufladen müssen. Es ist stockdunkel und von hinten hören wir das Stöhnen eines Zombies. Hektisch schalten wir die Lampe an, drehen uns um und leuchten einer kichernden Alyx ins Gesicht. Verarscht!

Während in der Zitadelle spindeldürre Stalker die Gegnerpalette bereichern, treffen wir im Untergrund auf gefährliche Zombines. Wie der Name verrät, handelt es sich dabei um mutierte Combine-Soldaten. Auf deren Häuptern haben sich Kopfkrabben eingenistet, und die planen Böses. So spurten die Zombines gerne mal mit einer entsicherten Granate über dem Schädel auf uns zu.

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