PlayStation3: Erlebnistagebuch, Teil 4

Special Andre Steinert

Wir waren mit Yoshitsune und Co auf Metzeltour und schildern nach fünf Stunden Spielzeit unsere ersten Eindrücke:

Geschnitten oder am Stück: Yoshitsune packt die Zwillingsschwerter aus. Geschnitten oder am Stück: Yoshitsune packt die Zwillingsschwerter aus. Entwickler Game Republic setzt bei Genji: Days of the Blade auf das Erfolgsrezept des PS2-Vorgängers: Ihr metzelt euch im Dauerlauf durch Horden schäbiger Heishi-Monster, sammelt fleißig Orbs, um eure Waffen aufzuleveln und löst ab und an ein simples Rätsel. Genjis Next-Gen-Auftritt wurde nicht nur optisch aufgemöbelt, die Coder haben auch einige sinnvolle Spielelemente eingebaut:
So wird das bekannte Heldenduo aus Yoshitsune und Benkai tatkräftig unterstützt von Ninja-Dame Shizuka und Lanzenschwinger Buson. Noch viel besser: Jetzt dürft ihr die Figuren jederzeit durchwechseln. Das bringt in den Kämpfen viele Vorteile: So knackt ihr zum Beispiel mit dem bärenstarken Hünen Benkai die fette Rüstung eines Heishi-Generals. Danach wechselt ihr zum pfeilschnellen Yoshitsune und zerhackt das schutzlose Oberbiest in zwei Hälften.

Benkai gibt den Heishi-Monstern Flugstunden. Benkai gibt den Heishi-Monstern Flugstunden. Weniger sinnvoll, weil gewollt und nicht gekonnt: Das Sixaxis-Feature. Um Ausweichmanöver auszuführen, muss der Controller ordentlich durchgeschüttelt werden. Dann erst macht eure Spielfigur einen Schritt zur Seite. Hier merkt man, dass das Feature erst nachträglich oder ziemlich spät eingebaut wurde und noch einen Menge Tuning hätte vertragen können.
Für die Programmierung der Kamera hatten die Japaner jede Menge Zeit. Darum verwundert es, dass gerade die Kameraführung in die Hose gegangen ist. Das virtuelle Auge ist quasi mittendrin im Geschehen. So könnt ihr euch zwar die lebensechten und wirklich coolen Animationen eures Helden ganz genau anschauen, registriert allerdings nicht, was um euch herum passiert. Und das ist schlecht, denn nicht selten gibt's was auf die Digi-Mütze und ihr wisst gar nicht, aus welcher Richtung der Schlag eigentlich kam.
Sicher, in der oberen rechten Bildschirmecke ist ein kleiner Kartenausschnitt, der sowohl euch als auch eure Feinde anzeigt. Doch kann man in der Hitze des Gefechts einfach nicht immer nachschauen, aus welcher Richtung der nächste Dolch anrauscht.

Ninjadame Shizuka zeigt den Heishi die Stiefel. Ninjadame Shizuka zeigt den Heishi die Stiefel. Grafisch beginnt das Haudrauf-Abenteuer imposant: Ihr steht vor einem lichterloh brennenden Tempel, an dem kein Weg vorbeiführt. Zwischen hohen Stichflammen, kokelnden Holzbalken und Rauchschwaden balgt ihr euch mit wilden Monster-Soldaten. Die Optik ist durch den Hitzeeffekt leicht verschwommen, wie in unserem Video schön zu sehen ist. Auf der anderen Seite des Tempels sieht's dann nicht mehr so schön aus: Ein Vorhof, auf dem sich zwar zahlreiche Feinde tummeln, der aber ansonsten frei ist von jedem Leben. Auch der nächste Abschnitt – bekannt aus dem PS2-Vorgänger – sieht in High-Res nicht viel besser aus wie auf der alten PlayStation2-Dame.

Fazit: Das Next-Gen-Genji macht schon richtig Bock, ein wenig mehr Kick hätte aber nicht geschadet. Spielerisch wurde das Altbekannte mit einigen sinnvollen Neuerungen frisch angerichtet, optisch gibt es Höhen (brennender Tempel, Wald- und Bergabschnitt) und Tiefen (Palastgänge). Bis zum Release der PlayStation3 wird sich allerdings kein besserer Actioner mehr finden, daher ist Days of the Blade die erste Wahl.

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