Alles was ihr schon immer über die Frauen Fußball WM wissen wolltet, aber nie getraut habt, zu fragen

Special Indianerwoman

Am 26. Juni 2011 ist das Eröffnungsspiel der Frauen Fußball WM in Berlin. In diesem Special möchte euch unserer Leserin Indianerwoman ein wenig über den noch nicht so ganz populären Sport der Frauen informieren. Vielleicht kann sie euch doch ein bisschen in Stimmung bringen und Vorfreude auf dieses Ereignis erzeugen.

Alles was ihr schon immer über die Frauen Fußball WM wissen wolltet, aber nie getraut habt, zu fragen Quelle: selber erstellt

Die Vorgeschichte des Frauen-Fußballs

Im Jahre 1955 entschied der DFB (Deutscher Fußball Bund), den Damenmannschaften das Fußballspielen zu verbieten. Die Gründe für ein Verbot waren für damalige Verhältnisse unter anderem die Aussage: "Dass der Körper und die Seele unweigerlich Schaden erleiden" oder auch: "Dass diese Kampfsportart der Natur des Weibes im wesentlichen fremd sind" ebenso "Dass das Zurschaustellen des Körpers die Schicklichkeit und den Anstand verletzt".

Dennoch gab es über 70 inoffizielle Länderspiele in den Fünfziger- und Sechziger-Jahren. In Travemünde auf einem Verbandstag wurde erst am 31.Oktober 1970 dieses Verbot aufgehoben. Schätzungen zufolge gab es da bereits schon ca. 40-60.000 Spielerinnen, die mehr oder weniger in DFB-Vereinen damit beschäftigt waren, ihre Spieleslust am Fußball auszuüben. So kam langsam beim DFB die Befürchtung auf, dass die Frauen einen eigenständigen Verband gründen könnten.

Es sollte noch lange dauern, bis der DFB sich mit dem Gedanken anfreunden konnte, eine offizielle Frauen-Fußballmannschaft zu haben. In den Siebziger Jahren gab es im Ausland schon offizielle National-Frauenmannschaften. Der damalige Verbandsfunktionär Horst R. Schmidt war mit seiner männlichen B- Jugend vom Verein Eintracht Frankfurt in Taiwan. Zu diesem Zeitpunkt bekam Schmidt eine Einladung zu einer inoffiziellen Frauenfußball-Weltmeisterschaft. Schmidt verschwieg allerdings, dass Deutschland zum damaligen Zeitpunkt gar keine Frauennationalelf hatte. So kam es dann nun doch soweit, dass gehandelt werden musste von seitens des DFB, da man sich weltweit nicht blamieren wollte, dass man keine Frauennationalelf hatte. Kurzum schickte man die amtierenden Meister des Verbandes SSG 09 Bergisch Gladbach zu diesem Turnier nach Taiwan. Mit großer Überraschung kamen die Frauen aus Fernost wieder zurück und konnten den Erfolg für sich verbuchen, da sie das Turnier gewonnen hatten.

Sehr schnell bemerkte man nun, dass Handlungsbedarf bestand. Der damalige DFB- Präsident Hermann Neuberger beauftragte im Jahre 1982 Gero Bisanz, der bis dato an der Sporthochschule in Köln als Trainerausbilder arbeitete, mit der Aufgabe, ein Team aufzubauen. Anfangs war auch Gero Bisanz sehr skeptisch dem Ganzen gegenüber, aber er nahm dennoch das Traineramt an, denn es drängte die Zeit, da die UEFA die Europameisterschaft eingeführt hatte und im Jahr 1983 die ersten Qualifikationsspiele ausgetragen werden sollten.

  1. Seite 1 Die Vorgeschichte des Frauen-Fußballs
  2. Seite 2 Die schweren Anfangsjahre und die ersten Erfolge
  3. Seite 3 Die FIFA Frauen WM vom 26.06.-17.07.2011
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