Final Fantasy 13-2 im Test: Ein charismatischer Bösewicht und eine Welt, in der Zeitreisen möglich sind. Square Enix möchte sich mit der Fangemeinde versöhnen. Ob das mit FF XIII-2 klappt?
Final Fantasy 13-2 bei uns im Test! Toll in Szene gesetzte Zwischensequenzen, Japano-Flair und lineare Schlauchlevel, das war Final Fantasy 13 (2010). Ein sehr gutes Spiel, das von der Fangemeinde dennoch kritisch beäugt wurde. Und dann noch das mittelgroße Desaster mit dem MMORPG Final Fantasy 14– Square Enix muss schon einiges leisten, um der Marke Final Fantasy wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Wir checken, ob die Japaner erfolgreich waren. Die Entwickler haben sich die Kritik der Fans genau angeschaut und vieles aufgegriffen. So wurden in FinalFantasy 13-2 Städte, NPCs und kleine Nebenaufgaben integriert. Die Sidequests bestehen zwar häufig aus einfachen "Bring X zu Y"-Aufträgen, aber es gibt auch einige Questreihen, die in einem herausfordernden Bosskampf enden.
Eine weitere kleine, aber sehr feine Änderung sind die "Live-Trigger": Bei der FF-Reihe wurde bekanntlich schon immer viel geredet. Nun habt ihr die Möglichkeit, bei einigen Dialogen aus mehreren Antwortmöglichkeiten zu wählen. Ihr dürft nachfragen oder ein bestimmtes Thema vertiefen. Die Live-Trigger hätten gerne öfter zum Einsatz kommen können, aber der erste Schritt hin zu einem zeitgemäßen Dialogsystem ist gemacht! Das Kampfsystem wurde zwar verfeinert, das Grundprinzip ist aber leich geblieben: Ihr reiht eure Aktionen per Tastenbefehl aneinander und diese werden ausgeführt, sobald der Active-Time-Battle-Balken (ATB) gefüllt ist. Auch der Wechsel zwischen den Paradigmen (sprich: welche Rolle übernimmt welcher Charakter im Kampf) sowie die Schockanzeige bei euren Gegnern sind bekannt. Letztere zeigt euch an, wie viel Schaden ihr an einem Feind verursachen müsst, damit er in den Schockzustand übergeht, in dem er deutlich mehr Schaden erleidet.
Quelle: Square Enix
Screenshots aus Final Fantasy 13-2, jetzt bei uns im Spielspaß-Test. (2)
Neu hingegen ist der Blutungsschaden. Dabei wird die Lebenspunktleiste verringert. Dieser Effekt kann von Heilern nicht negiert werden, sondern nur mit einem speziellen Trank. Diese Neuerung macht vor allem eh schon knifflige Bosskämpfe nochmal deutlich anspruchsvoller. Apropos Bosskämpfe, auch hier hat Square Enix etwas Neues eingebaut. Bei einigen Bossen gibt es nun Quick-Time-Events. Diese sind wunderbar in die Kämpfe integriert und bringen eine schöne Abwechslung in die Auseinandersetzung gegen turmhohe Drachen oder Pudding-Monster. Bei normalen Gegnern wurden auch Neuerungen eingeführt: Es gibt weder sichtbare Feinde, noch Zufallskämpfe. Stattdessen erscheinen diese vor euch und es läuft ein Countdown. Nun könnt ihr entweder kämpfen oder den Gegnern ausweichen. Nach manchen Kämpfen hinterlassen diese Kristalle, in denen sich Monster verbergen. Diese ergänzen dann eure Gruppe. So könnt ihr zum Beispiel auch einen Chocoboan eurer Seite kämpfen lassen.
Die Monster-Begleiter haben ihr eigenes Kristarium (dazu später mehr) und erlernen sogar manchen Zauber, den sich nicht einmal die beiden Hauptcharaktere Noel und Serah aneignen können. Desweiteren verfügt jedes Monster über eine Empathie-Fertigkeit, eine einzigartige Spezialattacke. Diese werden mittels Quick-Time-Event im Kampf ausgelöst. Je präziser hier die Eingabe erfolgt, desto effektiver ist der Angriff des Monster-Begleiters. Das großartige an der Monsterflut ist, dass euer Sammeltrieb geweckt wird. Ihr könnt über 150 verschiedene Monster besitzen. Zusätzlich dürft ihr mittels Transfusion Fertigkeiten eines Monsters auf ein anderes übertragen– sehr praktisch! Als letzte und größte Neuerung reist ihr durch die Zeit, und zwar mit Hilfe der Chronosphäre. Dieses Reisesystem verbindet verschiedene Orte und Zeiten mit Portalen. Praktisch, denn Noel und Serah sind auf der Suche nach Lightning, Serahs Schwester. Durch die Chronosphäre habt ihr absolute Entscheidungsfreiheit, welches Gebiet ihr als nächstes besucht.
