Duke Nukem Forever im Test: Negative Aspekte/Fazit

Test Andreas Szedlak

Duke Nukem Forever im Test: Dass DNF jemals erscheinen wird, hielten wir vor Jahresfrist noch für höchst unwahrscheinlich. Doch nun ist der Duke zurück! Erfahrt im Test von Duke Nukem Forever für PC, PS3 und Xbox 360, wie sich der Duke bei seinem Comeback schlägt.

Das hat uns an Duke Nukem Forever nicht so gut gefallen:

Altbackene Spielmechanik
Die moderne Zeit hat Shooter-Zockern einige Hilfen gebracht: Pfeile, die einem den Weg weisen, Missionsziele, die sich im Pausemenü nochmal nachlesen lassen. Duke Nukem Forever verzichtet auf all dies. Für das Wegfinden geht - vor allem als Schrumpf-Duke - einiges an Spielzeit drauf. Ab und an landet man in einer Sackgasse, was man teilweise gar nicht sofort merkt. Auch die Bossfights wirken altbacken: Aus gewissem Abstand lässt man eine Rakete nach der anderen los. Zwischendurch versucht man im Kampf gegen das Fußvolk die Oberhand zu bewahren. Die dicke Staubschicht auf DNF lässt sich nicht übersehen.

Störend lange Ladezeiten auf Konsolen
Wir hatten eingangs erwähnt, dass die PS3-Version rund zehn Minuten lang Daten auf die Festplatte schaufelt. Dass wir dann trotzdem nach jedem Ableben 30 bis 40 Sekunden auf den nächsten Versuch warten müssen, könnte an der betagten Unreal Engine liegen. Vor allem in späteren Levels - wenn der Schwierigkeitsgrad anzieht -, oder bei Bosskämpfen nervt die Warterei mit der Zeit saumäßig. Wer nicht gerade eine spannende Zeitschrift oder ein iPad neben sich liegen hat, um die Zeit zu überbrücken, wird beim Blick auf den Ladescreen sicher einige Flüche ausstoßen. Auf dem PC dagegen ist die Ladepause viel geringer. Allein deswegen würden wir zur PC-Version raten.

Hakelige Steuerung auf Konsolen
Dass Duke Nukem Forever ursprünglich für den PC entwickelt und dann auf Konsolen portiert wurde, ist unverkennbar. Die Controller-Steuerung ist hakelig. In engen Gängen oder bei Sprungpassagen macht sich dies immer wieder negativ bemerkbar - vor allem wenn man dadurch den Löffel abgibt und einem der Ladescreen zusätzlich eine lange Nase zeigt. Die PC-Version dagegen steuert sich mit Maus und Tastatur herrlich direkt, genau so muss es sein.

Duke Nukem Forever lebt durch seinen Humor. In diesem Level seid ihr mit dem Mini-Duke unterwegs. Quelle: 2K Games/Gearbox Duke Nukem Forever lebt durch seinen Humor. In diesem Level seid ihr mit dem Mini-Duke unterwegs. Betagte Optik
Schaut man sich die alten DNF-Trailer an, ist man erstaunt, wie sehr sich die Grafik im Laufe der Zeit entwickelt hat. Im Optik-Vergleich mit aktuellen Ego-Shootern sieht Duke Nukem Forever allerdings so angestaubt aus, wie es der altmodische Bürstenschnitt des Dukes vermuten ließe. Detailarme Texturen, karge Level, sparsame Partikeleffekte, staksige Animationen - schaut euch einfach die Screenshots an, die sagen mehr als tausend Worte. Auch bei der Grafik hat der PC eindeutig die Nase vorne. Durch die höhere Auflösung, mehr Partikelffekte und superflüssige 60 Bilder pro Sekunde fällt der Abstand zu einem Crysis 2 nicht ganz so exorbitant aus, wie auf den Konsolen. Auf PS3 und Xbox 360 erwarten euch dagegen gelegentliche Ruckler. Immerhin merkt man, dass Entwickler Gearbox versucht hat, die Framerate-Einbrüche der Konsolen-Fassungen zu begrenzen und dafür auf Grafik-Details verzichtet. Uns ist das im Zweifel lieber als andersrum.

Den Multiplayer-Modus von Duke Nukem Forever konnten wir noch nicht ausführlich testen. Die Standard-Modi wie (Team-)Deathmatch, Capture the Babe oder King of the Hill lassen sich lediglich mit maximal acht Spielern zocken. Sobald die DNF-Server online sind, werden wir uns ins Getümmel stürzen und überprüfen, wie viel Spaß die Duke-Orgie macht. Übrigens: Hier findet ihr eine Video-Komplettlösung zu Duke Nukem Forever.

Achtung: Die unten stehende Wertung bezieht sich auf die PC-Version. Den Konsolen-Fassungen können wir wegen den erwähnten Nachteilen bei Grafik, Steuerung und Ladezeiten nur eine Wertung von 7,5 geben.

Bildergalerie

Wertung zu Duke Nukem Forever (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Typischer Duke-HumorGewisses Maß an ErotikVielfältige LocationsSpaßige WaffenPhysik- und SchalterrätselDeutsche Version ungeschnittenSehr gute deutsche SynchronstimmeOriginal-Sprachausgabe auch auf DiscExtras-Bereich, u.a. mit Cheats
Spielmechanik veraltetLadezeiten auf Konsolen störend langHakelige Steuerung auf KonsolenSchwache OptikRecht wenige CheckpointsGeringe Gegnervielfalt
Fazit

Wie an F1-Comebacker Schumi sind auch am Duke die Jahre nicht spurlos vorbei gegangen. Der Glanz von Dukes Blütezeit ist unter einer dicken Staubschicht verschwunden. Duke-Fans und Nostalgiker dürfen dem Helden gerne die Treue halten, alle anderen sind mit modernen Shootern besser bedient.

  1. Seite 1 Duke Nukem Forever im Test: Einleitung / Positive Aspekte
  2. Seite 2 Duke Nukem Forever im Test: Negative Aspekte/Fazit
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