Left 4 Dead 2 (dt.): Test des Zombie-Shooters

Test Alexander Wenzel

Im Test von Left 4 Dead 2 steht Hirn wieder ganz oben auf der Speisekarte! Valves Zombie-Schnetzelei geht auf PC und Xbox 360 in die zweite Runde, bei uns lest ihr den Test.

Left 4 Dead 2 - Test/Review für PC und Xbox 360

Glaubt man der aktuellen, medialen Panikmache, spitzt sich die Krise rund um die Schweinegrippe stündlich zu. Würde es überhaupt noch jemanden großartig verwundern, wenn die nächste Ausgabe der Tagesschau nicht mehr von bundesweiten Impf-Aktionen, sondern von weltweiten Kannibalen-Akten berichten würde? Wir sind uns mittlerweile sicher: Noch zwei Nutztier-Grippen und die längst überfällige Zombiekalypse steht vor der Tür! Dementsprechend schlau ist der Veröffentlichungstermin von Left 4 Dead 2 gewählt – Valves virtuelle Viren-Epidemie steht zum Steam-Download und wir reichen hiermit unsere Diagnose bei euch ein.

Left 4 Dead 2 - Test - Kannibalen in Zivil

Am bewährten Left 4 Dead-Spielkonzept wird natürlich auch im zweiten Teil nicht großartig gerüttelt: Die vier Überlebenden Nick, Coach, Rochelle und Neuling Nick versuchen in einer von Zombies überrannten Welt nicht die Kopfhaut zu verlieren und irgendwie eine der letzten menschlichen Bastionen zu erreichen. Fünf sogenannte „Filme“ – also Kampagnen, unterteilt in abermals fünf Level – erzählen den Verlauf der blutigen Online-Odyssee in Richtung New Orleans. Teamwork hat wiedermal oberste Priorität, da jeder der Überlebenden von einem Mitspieler gesteuert wird und die fleischeslustigen Zombiehorden in der klaren Überzahl sind.

Die Riege der Super-Zombies erhält mit den drei Neuzugängen Spitter, Charger und Jockey zudem sinnvolle Unterstützung: Mit seinem ätzenden Schleim hebelt der Spitter zum Beispiel die „Arsch-zur-Wand-und-einfach-abwarten“-Taktik aus Teil eins erfolgreich aus – die Gruppe muss in Bewegung bleiben, um nicht vor die Hunde zu gehen. Der Charger stößt dagegen urplötzlich in die Gruppe, schleudert die Überlebenden dabei in alle Himmelsrichtungen – unter anderem auch auf Autos mit Alarmanlage - und stampft einen Unglücklichen dann gnadenlos in den Boden. Ein Jockey springt wiederum auf die Schultern eines Helden und steuert ihn, im schlimmsten Fall, direkt in die Arme eines anderen Super-Zombies. Nett! Keiner der neuen Boss-Gegner wirkt fehl am Platz oder unausbalanciert.

Left 4 Dead 2 - Test - Nimm es in die Hand!

Einer der Hauptkritikpunkte aus Left 4 Dead war das spärliche Waffenarsenal. Gerade einmal sechs Argumentationsverstärker standen zur Verfügung. Hier legt der Nachfolger ordentlich nach: Neben einer breiten Auswahl an Schrotflinten, MGs, Scharfschützengewehren und Pistolen, erleichtern vor allem dutzende – zum Teil echt abgefahrene – Nahkampfwaffen das Überleben unter den Zombies. Sobald man mit einem Gartenzwerg einen anstürmenden Pulk Untoter verdroschen oder mit einer Bratpfanne einen gigantischen Tank zu Fall gebracht hat, weiß man einfach, was da im Vorgänger definitiv fehlte.

Eine nette Idee ist zudem die Einführung von Defibrillator und Adrenalin-Spritze: Der „Defi“ erlaubt es euch verstorbenen Teammitgliedern neues Leben einzuhauchen – in großen Kampfszenen ein unschätzbarer Vorteil! Allerdings muss der Verzicht auf ein eigenes Medi-Kit in Kauf genommen werden. Kommt es hart auf hart, rammt ihr euch eine Adrenalin-Spritze in die digitale Brust. Jetzt habt ihr für kurze Zeit schnellere Reflexe und könnt euch in Windeseile verarzten, Kameraden wiederbeleben oder andere nützliche Aktionen ausführen.

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